Wetterstatistik Engabrunn 2021

2021 Temperatur Frosttage Kalte Tage <10 Sommer Tage >25 Heiße Tage >30
Jänner 0,74 23 28 0 0
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Gesamt 0,74 23 28 0 0
2020 Regen
mm
Regentage Regen >2mm Regen >20mm Sonnenstunden
Jänner 44,7 16 5 0 173:15
Februar 0
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Gesamt 44,7 16 5 0 173:15

Langzeitwerte min/max 2014-2021

Winter 2020/21

Der Winter begann bei 3 Grad. Gegen Weihnachten brachte dann ein Nordwestfront Temperaturen über 10 Grad. Bis Weihnachten blieb es weiterhin trüb. Dann bei einer klaren Nacht sanken die Temperaturen einmal auf -7 Grad, allerdings dann starker Südföhn, die die Temperaturen steigen ließ, bei stärkerem Wind und später auch mancher Orts leichten kurzen Regen brachte. Gegen Jahresende klarte es einen Tag auf, und die Nachttemperaturen sanken entsprechend. Es war der Sonnenärmste Dezember seit 2014.
Der Neujahrstag blieb frostig kalt unter 0 Grad. Zum Dreikönigstag gab über die erste Tageshälfte Regen und etwas Schneeregen, 15mm bei 1 Grad.
Nach der ersten Woche wurde es bei wenig klarem Wetter in der Nacht kalt bis fast -9 Grad. Unter Tags bei Wind ging es wieder hinauf. Bis zum 18 war oftmals kalt bis -7 Grad unter Tags aber bald wieder gegen -2 Grad. Auch etwas Schnee war dabei, aber der war bald weg. Gegen Ende des Monats bringt eine Warmfront Temperaturen bis gegen 9 Grad.
Etwas Sonnig aber meist bewölkt ging es weiter. Nur ab und zu Schneefall, in der Nacht zum 27. dann einige cm. Die Temperatruen meist etwas unter 0 Nachts und am Tag leicht darüber, danach mal fast 18mm Regen. Bis Ende Jänner dann noch an  2 Tagen bis 10 Grad, folgte wieder eine Abkühlung auf Minusgrade. Einmal mit etwas Schnee, aber der schmolz am Tag rasch wieder.
Ende der ersten Februarwoche kam es dann bei sehr feuchter Luft und Nieseln bei unter 0 Grad zu starker Vereisung.
Mitte Februar wurde es bei einem klaren Tag und Nacht richtig kalt mit -11,5 Grad am morgen. Danach ging es wieder gegen 0 Grad.

Jupiter Saturn konjunktion

Am 21.12.2020 fand eine sehr enge Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn statt. Das ist an sich alle 20 Jahre der Fall, aber eine ähnlich enge bis 0,1 Grad erst wieder in 60 Jahren.

Hier ein Bild vom 18.12.2020 mit dem mFT100-400 Teleobjektiv und dem 1,4x Telekonverter.
Eine Montage aus mehreren Bildserien von 1s, 1/5s 1/15 und 1/50s Belichtungszeit:

201218 Jupiter und Saturn Konjunktion

Herbst 2020

Der Herbstbeginn war warm, bis zum 24.9. Danach brachte eine Regenfront längeren Regen. Die Tiefstwerte sanken hernach auf 5 Grad, tagsüber blieb es nur etwas über 15 Grad. Ein Italientief brachte dann wieder über den Tag Regen.
Anfang Oktober war es relativ warm, bis ab 10.10. eine Regenfront die Temperaturen stark absinken lies und es blieb weiter trüb, regnerisch und etwas zu kalt für die Jahreszeit.  Bis Monatsende bestimmten Hochnebellagen das Wettergeschehen.
Anfang November war es dann ungewöhnlich warm, Temperaturen bis 19 Grad, ein nachfolgendes Hoch bringt sonniges Wetter bis 12 Grad, aber brachte auch den ersten leichten Frost in Sternklarer Nacht.
Danach wieder Hochnebel und die Temperaturen kommen zunächst kaum über 6 Grad, danach wieder bis 10 Grad. Weiterhin warm blieb es dann auch weit nach Mitte November. Kurze Frontdurchgänge vertrieben kurzzeitig den Hochnebel.
Ein kurzer Frontdurchgang sorgte dann am 21 für eine anfangs klare Nacht, und brachte dann den ersten starken Frost bis -5 Grad. Um die 0 Grad, meist Hochnebel ging der Dezember zu Ende. Anfang Dezember klarte es kurz auf und die Temperaturen sanken deutlich unter 0.
Ein stabiles Italientief schaufelte in der ersten Dezemberwoche jede Menge Regen und Schnee im Süden gebracht – stellenweise 300mm innerhalb 2 Tagen. Bei uns im Nordosten wurde es sehr warm durch lebhaften Südostwind. Hier 10 Grad, in den Voralpen bis 17 Grad.
Bis zum Winterbeginn war weiterhin Hochnebel, ab und an daraus starkes nieseln, aber die Temperaturen blieben zwischen 2 und 3 Grad.

C/2020 F3 Neowise

Das Weltraumteleskop Neowise (Near-Earth Object Wide-field Infrared Survey Explorer)  entdeckte im März 2020 einen neuen Kometen, dessen Bahn innerhalb der Merkurbahn um die Sonne verlief. Der Sonnennächste Punk wurde am 3. Juli 2020  mit nur 44 Mio. km erreicht, die Merkurbahn kreuzte er am 12. Juli.   Diese Passage überlebte der ca. 5 km große Komet und er wurde dann zunächst bei uns am Morgenhimmel kurz vor Sonnenaufgang sichtbar, später dann bis vor Mitternacht am Abendhimmel und dann am Morgenhimmel.
Am 23. Juli wird er in 103 Mio km an der Erde vorbeifliegen, der nahe Vorbeiflug am Jupiter wird seine Bahn so verändern, dass er erst um das Jahr 8704 wieder ins innere Sonnensystem zurückstürzen wird.
Er müsste die Erde schonmal um das Jahr 2399 v. Chr. besucht haben.

Der Staubschweif war eindrucksvoll mit freiem Auge zu sehen, der zarte feine Schweif aus ionisierten Gas hatte bis zu 25 Grad am Himmel.

Hier mein Bild vom 13.7.2020, entstanden 10 Minuten vor und nach Mitternacht.

200713 C/2020 F3 Neowise

in Groß auf Astrobin

Weblink:
WikiPedia: C/2020 F3 Neowise
Volksternwarte Bonn: Spektroskopische Analyse

Sommer 2020

Wie der letzte Tag im Herbst endete, begann auch der Sommer – bis Nachmittag regnete es durch.  Im Wein und Mostviertel gab es stellenweise 80-90mm Niederschlag.
Danach wurde es besser und vor allem wärmer. Bis Ende Juni war es wechselhaft, immer wieder etwas Regen und zwischendurch bis 31 Grad.
Der Juni endete mit einem heißen Tag.
Auch der Juli blieb wechselhaft – eher normal oft nicht mehr als 30 Grad, immer wieder gewittrig, hier aber kaum Regen. In manchen klaren Nächten kühlte es immer wieder bis auf 8 Grad ab, tagsüber oft nicht mehr als 24-26 Grad. Wechselhaft ging es weiter. Bis Monatsende blieb es wechselhaft.
Kurzzeitige Hitze brachte immer wieder Gewitter, was zu lokalen kurzfristigen Starkregen führte.
Anfang August ware es kurz 3 Tage heiß mit 32 Grad, danach wieder 3 Tage kalt und 2 Tage davon lokal sehr ausgiebigen Regen – bei uns immerhin 33 mm. Anderswo bis 200mm ! Auch bis Mitte August war es durchwachsen – es gab aber ein paar Tage am Stück wo es über 30 Grad hatte. Unbeständig, mal feuchter man heiß ging der August 2020 zu Ende.
Am 1 September regnete eine Front über Ostösterreich ab. Relativ kühle Tage folgten. Nach einem verregneten Tag am 6. gab es dann länger Spätsommerwetter mit Temperaturen bis fast 30 Grad. Der Sommer ging dann am 22.9. zu Ende, mit einer der wärmsten Tageshöchstwerte des Septembers 2020.

Haar der Berenike – Coma Berenices – COM

Das Sternbild ist ein recht unscheinbares Frühlingssternbild, zischen Sternbild Löwe, Bärenhüter (Boo) und Großer Wagen/Große Bärin, oberhalb des Sternbild Jungfrau.

200337 Sternbilder Frühling

200337 Sternbilder Frühling

3 Hauptsterne und der Größere aber auch schwächere offene Sternhaufen  Mel 111 sind aber bei dunklem Himmel auszumachen:

Ca 90 Grad verdreht ein tief belichtetes Bild des Sternbild:

200324 Haar der Berenike - Coma Berenices  / COM

200324 Haar der Berenike - Coma Berenices  / COM

in hoher Auflösung auf AstroBin

Bei den Vergrößerungen von Fernrohren verliert der Coma Sternhaufen (MEL111) schnell an Attraktivität, zu weit sind die Abstände.
Das Bildfeld hier ist um 90 Grad gedreht als quer statt Hochformat und man sieht ihn unten rechts die vielen hellen Sterne.

Geübte erkennen links im Bild den Virgosuperhaufen und die Markarjansche Kette mit seinen 200 Galaxien. Sie beherbergen auch M87 – die Galaxie wo vor kurzen dieses ikonische Bild eines Schwarzen Loch gemacht wurde.

Etwas oberhalb von MEL111 findet ihr in Schräglage die berühmte Nadelgalaxie in der Bildmitte oberen Viertel diese Größere Galaxie ist unter dem Namen „Schwarzes Auge“ (M64) bekannt.

Interessant ist dieser Bereich hinunter Richtung Sternbild Jungfrau (Vir/Virgo) (der helle Stern links oben ist bereist ein Stern im der Jungfrau) deshalb, weil sich hier der Coma und Virgohaufen mit dem Virgo Superhaufen befindet. Hier stehen an die 2000 Galaxien von 65 Mio Lichtjahren bis 250 Mio Lichtjahren. Unsere Milchstraße in der Lokalen Gruppe gehören zu diesem Gravitativ gebundenen Galaxienstrom.

Nahe des Sterns ß-COM, in der Ecke des Sternbildes, befindet sich der Galaktische Norden.  Wir blicken Senkrecht der Milchstraße hinaus und so stört praktisch kaum Staub und Sterne die Sicht in die Tiefen des Weltraum.

In unmittelbarer Nähe  findet man den Galaxienclusters Abell 1656, auch Coma B um NGC 4889 genannt. So findet man auf diesem Bild eine große Anzahl an Galaxien im Hintergrund:

200423 NGC4889 - COM B Abell 1656

in hoher Auflösung auf AstroBin

Neben den vielen kleinen gibt es auch ein paar Große. Die hatte ich zu Beginn meiner Astrofotoversuche gemacht und bedürfen noch starken Verbesserungen.

Ein der schönsten Galaxien in Kantenlage: Die Haarnadelgalaxie ( NGC4565)

200421 NGC4565 Nadelgalaxie / Spindelgalaxie

in hoher Auflösung auf AstroBin

M64, die „Schwarzes Auge“ Galaxie (Black eyed). Eine Dunkelwolke nördlich des Zentrums verdeckt hier Teile des hellen „Bulg“

170401 M64   Blackeye-Galaxie / Schwarzes Auge

Der hellste Vertreter der COM Galaxiengruppe ist NGC4725, gleich in der Nähe der Haarnadelgalaxie (NGC4565)

200422 NGC4725 _55L_I12504M_Dcr_IS_ABE2_PCC_MMTTGV_ExTLHE_ArcSin_sAC_mCTsDecHDRMT_mSTr_gmCTrgb_BStarMix_DecSNsm.jpg

in hoher Auflösung auf AstroBin

An der Grenze zum Sternbild Jungfrau findet man auch die Silberstreif Galaxie – NGC 4216

200426 NGC4216 Silberstreifgalaxie

in hoher Auflösung auf AstroBin

 

Frühling 2020

Der Astronomische Frühling begann 2020 am 20.3. um 4:50. Tag und Nachtgleiche. Der letzte warme sonnigere Tag bevor es einen Wintereinbruch gibt. Schlimm für die bereits in Vollblüte stehenden Marillen und am Anfang stehenden Pfirsiche.
Ein Kaltlufteinbruch brachte zunächst Tiefstwert bis zu -4 Grad. Danach gab es wieder ein paar Tage viel Sonne und Wärme. Ende März gab es wieder Kaltlufteinbruch mit starkem Frost. In der ersten Nacht kurzfristig bis  -7 aber sonst  -5 Grad. Die Osterwoche war strahlen schön, und leider immer wieder leichter Morgenfrost. Die Osterwoche war dann durchwegs zu warm für die Jahreszeit, Ostermontag zog eine Nordwestfront mit etwas Regen über den Osten Österreichs. Es kühlte wieder etwas ab. Nach Ostern wurde es warm  und eine Mischung einer Kalt und Warmfront brachte etwas Regen…
Bis Monatsende blieb es relativ warm, in klareren Nächten sank die Temperatur gegen 1 Grad. Bis Ende April ware es dann recht schön und warm, an einem Tag stieg die Temperatur auf 25 Grad.  Es war der trockenste April hier.
Gleich am 1 Mai brachten zwei durchziehende Fronten fast 10mm Regen. Danach war es wieder durchwegs Warm und trocken, in der Nacht von 11. auf den 12, Brachte einen weitere Front etwas Regen und und zu den Eisheiligen tiefer Temperaturen. Aber über 0 Grad. Zum letzten Lostag gab es 9mm Regen. Danach gingen die Temperaturen leicht hinauf. Es waren aber immer Nächte dabei wo die Tiefstwerte schon mal 3 Grad erreichten. Am letzten tage der Eisheiligen (kalte Sophie am 15. Mai) gab es einigen Regen. So wie es an diesem Tag ist, sollten die nächste 40 Tage kommen. Bis Monatsende blieb es zumindest meist eher kühl und immer wieder etwas Regen. In Summe regnete es im Mai mehr als die Monate davor 2020.
Die Erste Juniwoche war wechselhaft und immer wieder Gewitter und kurzer Starkregen. Punktuell im nördlichem Waldviertel starker Hagel.
Bis Mitte Juni blieb es weiter Wechselhaft mit immer etwas Regen und Gewitter.
Am letzten Frühlingstag gab es mehr als 15mm Regen. Seit Jahresbeginn waren es dann 182mm, alles in allem ziemlich wenig, auch wenn 100mm im den letzten Monat regnete.

Merkur

Merkur ist unsere innerster Planet. Entsprechend schwierig ist es ihn zu beobachten, weil er nie weit der Sonne steht.

Wenn er aber weit quer ab der Sonne steht, kann man ihn als kleinen hellen „Stern“ mit  mag 0 (durch den Tiefen stand in der Atmosphäre) ca 45-90 Minuten nach Sonnenuntergang oder Aufgang (je nach dem) finden.

Er ist dann von uns ca 1 AE Astronomische Einheit (=Abstand Erde – Sonne) also 150 Mio km von uns entfernt. Er hat dann eine Größe von  6,7 Bogensekunden und zeigt dann natürlich auch entsprechend Phase.

So tief in der Atmosphäre ist das 8 fache an Luftmasse zum Zenit zu überwinden, so ist es entsprechend schwierig gute Bilder davon zu erhalten.

Ein Bild vom 8.2.2020

200208 Merkur 60% Beleuchtet  6,7 arcsec

149.880 Mio Km 1.002AE 60,2% Beleuchtet, Größe 6,72″