Zwillingsquasar

170430 Zwillingsquasar / Twin Quasar - PGC2518326 / QSO_0957+561

1979 wurde bei den zwei Sternen in der Bildmitte anhand der Rotverschiebung herausgefunden, dass sie 9 Milliarden Lichtjahre weit weg sein müssen. Es können also nur Quasare sein. Bei genaueren Messungen stellte man fest: Sie scheinen gleiche Eigenschaften und Helligkeitsschwankungen zu haben. An sich sehr sehr unwahrscheinlich. Eine Erklärung war in Form einer Doppelabbildung des selben Objekts durch eine Gravitationslinse schnell gefunden. Das es so etwas geben muss war eine der Konsequenzen der Theorie über die Raumkrümmung an massereichen Objekten, die Albert Einstein 1915 postulierte.
Das war also das erste Objekt, dass man durch einen solchen Effekt sehen konnte. Zwischenzeitlich weiß man, dass in 4 Mrd LJ eine massereiche Galaxie steht, die diesen Effekt auslöst.

Im Laufe der Zeit verfeinerte man die Messungen und man stellte doch Abweichungen fest. Allerdings fand man heraus, dass diese eine Schwankung bei der Komponente A nach 417 Tagen bei Komponente B nachweisbar sind. Des Rätsels Lösung: Der Lichtweg des zweiten Abbildes ist 1,1 LJ länger.
Bei zwei Beobachtungen 2000 und 2001 wurde das dann bestätigt.

Es gibt aber auch noch extra Helligkeitsschwankungen an der B Komponente, was durch eine Planeten in der 4 Mrd LJ entfernten Gravitationslinsengalaxie hervorgerufen werden könnte. Es wäre dann der weitest entfernte Planet den man nachweisen konnte.

Die Helligkeit beider Komponenten liegt bei +16,5 und +16,7 mag. Der Abstand ist mit 6 Winkelsekunden doch recht groß. Die Galaxie die den Gravitationslinseneffekt auslöst hat mag +21,9. Das liegt etwas außerhalb meiner Reichweite.
Zu finden ist das ganze im Großen Wagen – nahe NGC3079.

Himmelsmechanik

Was jeder schnell mitbekommt: Im Winter sind die Tage kurz im Sommer lang.
Das gerade im Winter die Erde der Sonne am nächsten ist, wissen aber schon weniger.
Spätestens wenn jemand mal die Milchstraße fotografieren will, muss man dann etwas nachforschen. Zumindest will man herausfinden wo man sie zu suchen hat und dabei kommt man dann weiter drauf, dass sie im Laufe der Jahreszeiten wandert.

Bleiben wir aber jetzt mal im Sonnensystem:

Die Jahreszeiten kommen ja daher, weil die Erdachse gekippt steht. Steht die Sonne tief, fallen die Strahlen flach auf die Erdoberfläche auf, was weniger Energie/Fläche bedeutet. Betrachten wir die Extreme, dann steht die Sonne zur Sommersonnenwende über dem „Wendekreis des Krebses“ im Zenit zu Herbst und Frühlingsbeginn über dem Äquator und im Winter ist sie im südlichen Wendekreis „Wendekreis des Steinbocks“ genannt.
Da ich schon öfter gerade den nördlichen Wendekreis (Krebs) überschritten habe: Er ist zwischen Assuan und Abu Simbel, falls sich jemand in Ägypten auskennt. Marokko, Miami und Dubai liegen da auch in etwa, so zur Orientierung. Der Südliche geht z.b. durch Namibia. Es ist der 23 Breitengrad. Das ganze wandert aber etwas.

Da bedeutet: die Sonne steht bei uns in der nördlichen Hemisphäre nie im Zenit, aber der Tag ist damit sehr lang, und je höher man in den Norden kommt, desto weniger lang finster wird es in der Nacht. Die „Astronomische Finsternis“ ist bei uns im Sommer im Süden von Deutschland und bei mir um Wien herum gerade mal so 1 Stunde lang verfügbar. Im hohen Norden über dem Polarkreis geht dann sie Sonne nicht mehr unter und auch ein paar hundert km südlich wird es nie mehr richtig dunkel. Das sind die berühmten weißen Nächte in St. Petersburg.

Umgekehrt im Winter: Hoch oben am Polarkreis ist ewige Finsternis oder gerade mal etwas dämmrig über den Tag und bei uns ist nur 8 Stunden Tag.

Und wer sich auf die Südhalbkugel der Erde begibt hat das genau umgekehrt: Wenn bei uns Winter ist, ist „unten“ Sommer.

Sonne, Planeten und unseren Mond findet man entlang der Ekliptik. Die steht im Winter besonders hoch im Sommer sehr tief. So erreicht der Mond im Winter seinen Höchststand. Und je höher über dem Horizont etwas steht, desto dünner ist die Atmosphäre, die uns das Fotografieren so verschlechtert. Das Seeing hat natürlich auch viel mitzureden und das ist im Frühling am besten. Und wie wir wohl auch immer ab Herbst mitbekommen: Meist ist es bewölkt und zäher Hochnebel sorgt dafür, dass trotz langer Nächte sich die brauchbaren Zeiten auf einige wenige Stunden im gesamten Winter reduzieren.


Astronomische Beobachtungen waren seit jeher bei den Menschen überlebensnotwendig, zeigen sie doch, wo im Jahr man steht, was wichtig für die Ackerbau ist. So ist es wenig verwunderlich, dass man auf Höhlenzeichnungen die Plejaden identifizieren kann und sie auch auf der Himmelscheibe von Nebra vorkommen. Ihr Erscheinen zeigt nämlich an wenn es Herbst wird, ihr Verschwinden vom Abendhimmel den Frühling. Der Sirus zeigte den Ägyptern, dass die Überschwemmungen kommen, die dann wieder fruchtbaren Boden bringen.
Dieses Wissen bedeutete Macht und wurde lange von den Priestern gehütet. Erst mit genauen Kalendern brauchte es diese „Insider“ nicht mehr, denn es genügte ein Blick auf den Kalender und man wusste wo im Jahr man sich befand.

Schon vor sehr langer Zeit sahen die Menschen in den auffälligen Sternanordnungen (Asterismus) schon bald Dingen des Alltags, meist wurden aber Gestalten aus der Sagenwelt in den Himmel gesetzt. Helle Sterne erhielten Namen und wenige verwunderlich kommen sie aus dem Arabischen und Griechischen.

Was auffällt: Je mehr man in den Süden geht, desto mehr Gerätschaften etc. der letzten paar Jahrhunderte wurden in den Himmel gesetzt: Fornax (Chemischer Ofen) Skulptor (Bildhauer) Mikroskop, Carina (Schiffskiel) etc. Das Kreuz des Südens war wichtig für die Seefahrt, denn es gibt da keinen auffälligen Stern der der Südpol am Himmel kennzeichnet.

Dann wurde so um 1600 das Wort Astrologie (=Sterndeutung) geschaffen, aber die Wurzeln gehen mehr als 2000 Jahren zurück. Nun musste Platz für die Tierkreiszeichen (=Zodiak) geschaffen werden. Und zwar brauchte es 12, einen für jeden Monat. Davor waren es 13.
Man musste sie natürlich entlang der Eklipik angeordnet, denn da bewegen sich ja scheinbar Sonne, Mond und Planeten (Wandelsterne) durch. Für den ungeübten Beobachter sind dabei diese Sternbilder sehr oft nicht einfach zu finden, denn sie bestehen oft nur aus schwachen Sternen. Bei einigen kann man zumindest die helleren Hauptsterne identifizieren.

Warum ich das jetzt ausbreite: Es hat damit zu tun, wann man etwas sehen kann.
In welchem Sternzeichen jemand geboren ist, wurde dadurch definiert, dass im Sternbild gerade die Sonne steht.
Das bedeutet für uns: Das eigene Sternbild ist um den Geburtstag herum nicht zu sehen, denn da steht die Sonne und überstrahlt alles davor und danach. Am besten ist es sichtbar wenn es genau gegenüber der Sonne steht, als ein halbes Jahre danach, zu Mitternacht. Da ist der „Meridiandurchgang“ und auch der höchste Stand über dem Horizont in der Nacht, denn am Tag haben wir ja nichts davon… zumindest nicht wenn man es beobachten will.

Ich empfehle immer die Freeware Stellarium und wer da jetzt mal Nachprüft wird feststellen: Das ganze Zeugs stimmt um einen Monat nicht mehr….. Daher müssten wir jetzt auch anstatt des Wendekreis des Krebs vom Wendekreis des Zwillings und anstatt Steinbock den Schützen anführen.

Und wer jetzt weiß, dass die schöne helle Sommermilchstraße im Sternbild Schütze steht wird jetzt ableiten können, warum man diesen Bereich nur eher im Sommer schön sehen kann, denn im Winter ist da die Sonne.

Bedingt durch die Abweichung des Horoskop um ein Sternbild ist es heute dennoch möglich zumindest Teile des Sternbild zu seinem Geburtstag kurz nach Sonnenuntergang zu sehen.

Wenn man jetzt eine gewisse Region am Himmel ansieht, wird diese zu einem immer früheren Zeit am Himmel zu sehen sein. Wer die ganze lange Nacht, vor allem im Winter 😉 zusieht wird dabei einen großen Teil der Sternbilder die es so gibt vorbeiziehen sehen. Jetzt im Jänner sieht man schon morgens die Sommersternbilder, schon nach Mitternacht die Frühlingssternbilder. Und am Abend kann man im Westen die Sommersternbilder (Schwan z.b.) oder Vega verschwinden sehn und am Morgen im Norden vorbeizieht, allerdings zu tief, als dass man fotografisch was gutes bekommt.
Aber es hilft sich am Sternenhimmel zurechtzufinden.

Bedingt durch die Erdachse gibt es Sternbilder, die man bei uns das ganze Jahr über sieht bzw. Teile davon. Die nennt man Zirkumpolar. Das ist der große Wagen, Kassiopeia (diese W am Himmel) und die helle Capella.
Will man ein bestimmtes Objekt beobachten, kann man selten die ganze Sichtbarkeit über die Nacht verwenden, sondern hat oft nur einen mehr oder weniger begrenzten Bereich, wo es Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Bäume, Lichtverschmutzung) sinnvoll ist. Das muss man dann auch in seine Kalkulationen miteinbeziehen.
Zum Teil ist dieses Sichtfenster halt recht eng und wenn man es versäumt dann bleibt einem vielleicht den Standort zu wechseln oder ein Jahr zuwarten bis es wieder vorbeikommt.

Keine Angst, wenn man öfter in die Sterne schaut, lernt man schön langsam dazu und bekommt das dann auch mit wie alles wandert. Dazwischen liegt halt fast ein Jahr, aber je öfter man etwas wiederholt, desto besser verinnerlicht man es.

Zurück ins Sonnensystem:
Wer die Planeten beobachtet sieht, dass sie nicht gleichförmig in eine Richtung wandern, sondern in Schleifen. Das gab lange Zeit ein Rätsel auf, aber nur solange bis man die Erde aus dem Zentrum des Sonnensystems an die richtige Stelle rückte. Damit war dann leicht erklärbar, warum die mal in eine Richtung wandern bis sie dann scheinbar umdrehen und Rückläufig sind.

Entlang der Ekliptik gibt es ja einige helle Sterne, die natürlich benannt wurden und ab und an gibt es da Bedeckungen, vor allem durch den großen Mond.

Der Mond selber unterliegt einem monatlichen Zyklus, der ca. 28 Tage dauert. Nicht umsonst ist z.B. der Zyklus der Frauen auch in etwa 28 Tage. Mit unsere künstlichen Lichtquellen ist das aber auch oft schon verschoben und verwaschen. Ansonsten war um den Vollmond (=hell) meist der Eisprung, um wieder mal abzuschweifen 😉
Eines ist sicher: Die Sterne und anderen Planeten üben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Menschen aus. Aber beim Mond merkt man es schon alleine durch Ebbe und Flut. Und so mancher ist „mondsüchtig“. Die Sonne unmittelbar durch ihre Aktivitäten, die aber nur wenige mit eigenen Augen sehen: Polarlichter. Und so einen richtiger Hit ausgelöst durch extreme Sonnenwinde hatten wir die letzten 2 Jahrzehnte zum Glück nicht mehr. Bei der heutigen Abhängigkeit von Telekommunikationssatelliten und Stromversorgung merken wir es dann aber schon wenn es doch passiert…

Auch wenn uns der Mond durch Synchronisationseffekte immer die selbe Seite zeigt, ganz so ist es nicht. Er zeigt uns mal mehr und mal weniger von seiner Nord, Süd, Ost oder Westseite. Das nennt sich Liberation. Innerhalb eines Monats schwankt auch sein Abstand zur Erde und war zwischen 356 400 und 406 700km. Visuell ist der Größenunterschied aber nur maximal um die 15%. Man wird auch feststellen dass er ca. 1 Stunde pro Tag später aufgeht.
Da er am Nachthimmel einer der stärksten „Lichtverschmutzer“ ist, kann man dann abschätzen, wann man wieder besser Beobachtungsbedingungen hat. Also rund um den Neumond. Oder zumindest bis Mondaufgang oder beim Monduntergang.

Beobachtungsnacht 3.1.2019

MeteoBlue zeigte wider Erwarten ab Mitternacht einen klaren Himmel an:

190103 MeteoBlue


Das wäre günstig für die Quadrantiden, einen der stärksten Meteorströme des Jahres. So ab 2:00 wäre das Feld (oberhalb Bootes links der Deichsel des großen Wagens) auch schon etwas höher….

Noch am späten Nachmittag des 3. Jänner zog mit starkem Nordwind eine regelrechter Blizzard über den Osten Österreichs und brachte 2-3 cm an Schnee. Die Temperatur viel schlagartig von 0 Grad auf -3.

Ein Blick gegen den Himmel und in die INCA Kurzfristanalyse zeigten nach 21 Uhr dann schon Aufklarung:
190103 INCA2145


An so einem Tag (besser Nacht) wünscht man sie viele viele Nachführungen und modifizierte Kameras, denn wenn es einmal im Winter klarer wird, ist das sehr selten und der Winterhimmel ist voll von großen Objekten. Es war zwar Neumond, aber der frische Schnee vom Nachmittag reflektierte das viele Licht der mittlerweile gut ausgeleuchten Erdoberfläche. Mehr als eine SQM Wert 20.0 konnte ich nie messen. In so einer Nacht unter der Woche erwarte ich so ab 20,8-21,0 was einem gut 2x dunkleren Himmel entspricht. Man sah es sofort im Histogramm: Der Himmel war einfach sehr hell. Das Vorschaubild der modifizierten Kamera, das normalerweise rot ist, war hellgrün. Egal, man muss das nehmen was man bekommt. Freilich werden so wohl schwache Objekte wie der Hexen Kopfnebel, gleich neben dem Rigel im Orion, vom hellen Hintergrund überstrahlt werden.

Nun heißt es Prioritäten setzen, und so war Orion mein Hauptobjekt.

Sobald der Orion großflächig frei von Wolken war, wurde mit der modifizierten E-PL6 und dem mFT25/1.8 am StarAdventurer begonnen.
Das ist ja sehr schnell aufgebaut und läuft dann, bis auf Kontrollen der Schärfe vor sich hin. Mit einem Adapter von 46mm auf 52mm und einem von Teleskop Austria angefertigten Adapter auf 2″ Filter war vor dem Objektiv das UVIRcut Filter.

Hier die Planung des Feldes in Stellarium
Stellarium - Orion  mit 25mm


Ein Screenshot eines Bildes so wie es dann aus der Kamera kam inklusive Histogramm:
190103 OOC Orion  E-PL6 25mm

Belichtet wurden 2 Serien: Einmal mit F/2 und einmal mit F/2.8 bei ISO800 und jeweils 1 Minute lang. Wie man sieht: Das Grün der Lichtverschmutzung ist sehr lange gezogen. Normalerweise wäre da ein schöner Peak etwas über dem sowieso schwachem blauen Kanal und gut doppelt so stark der rote Kanal.
Letztlich waren alle Bilder mit F/2 zu schlecht (der Himmel war einfach zu hell und es war auch zu dunstig) So wurden dann die Bilder bei F2,8 genommen:

190103 Orion


Das zurechtgelegte Spiegelteleskop kam dann doch nicht zum Einsatz, weil der starke Höhenwind und der schlechte Himmel außer am Orion im Großflächigem Bereich nicht wirklich Qualität bringen kann. Dazu kostet alles viel Zeit aufzubauen mit Guider und ich war mir nicht sicher, wie lange überhaupt der Himmel klarer sein würde.

Also wurde dann die große Astromontierung (AZ-EQ6) mit einer E-M1.II und dem mFT75/1.8 Objektiv bestückt, zwei Sahnestückerl aus dem Olympus Fotoschatz.
Klar wünscht man sich da auch eine astromodifizerte Kamera wegen des viele H-Alpha das ja der Filter vor dem Sensor zu 2/3 wegschneidet, aber so kann man vielleicht auch zeigen, dass es auch mit einer normale Kamera möglich ist, da etwas herauszuholen.

Auch die AZ-EQ6 ist ja recht schnell aufgestellt, dann ein 1 Stern
alignment auf Rigel gemacht und die Optik gleich scharf gestellt. Hier sieht man schon deutlich die Auswirkung des schlechten Seeing: Die Sterne sind sehr stark aufgebläht. Eine Kontrolle durch Vorhalten der Bahtinovmaske zeigt mir am Monitor bei 14x im Liveview, dass es auch scharf ist, wenn ich auch ohne solche Hilfsmittel scharf stelle.
Das Feld wählte ich dann so aus, dass noch ein genügend Platz beim hellen Rigel bleibt…. falls man den Hexenkopfnebel doch mit aufs Bild bannen konnte. Die Gürtelsterne und der Orionnebel ging sich dann gerade auch noch so aus:

Stellarium - Orion  mit 75mm


Hier ein unbearbeitetes Einzelbild inkl dem Histogramm
190103 OOC ORI E-M1.II 75mm


Nach einer Probebelichtung hatte ich mich zunächst mal für 50 Sekunden, dann 25 Sekunden und 60sec bei ISO800 und Blende 2,8 entschlossen. Der hellere Stern etwas unterhalb des Orionnebels war in einer der Ecken des eingestellten Rasters der Vorschau und war hell genug um da immer wieder die Schärfe zu kontrollieren, was Anfangs beim Abkühlen notwendig ist. Gleich daneben sah ich in der 14x Vorschau auch zwei schwache Sterne sehr dicht nebeneinander, deren Trennung man auch zum Überprüfen der Schärfe heranziehen konnte. Ab und zu bewegte ich dann das Bildfeld leicht um etwas zu dithern. Dabei versetzt man das Bild um min 5 Pixel, damit Fehlstellen auf verschiedene Bereiche des Sensors falls, was eben eine noch bessere Fehlerkorrektur ermöglicht.

Derzeit konnte ich dieses Bild daraus gewinnen:
190103 Orion

E-M1.II, mFT75/1.8 @2.8 ISO800 55x20s 28x50s und 16x60s

Zwischenzeitlich musste ich dann mal den StarAdventurer an einer anderen Stelle plazieren, da ich schon etwas der Bäume in das Bildfeld gelangten.

Die Luft blieb zunächst um die -3 Grad, später kühlte es auf -5 Grad ab, aber die Luftfeuchte war mit um die 80% noch kein Problem. Nach gefühlt genügend Zeit entschied ich mich für einen Einsatz des kleinen Lacerta 72/432 APO, der ja viel zu selten genutzt wird. Da die Batterien der E-M1.II sowieso zum laden mussten wurde die schon vorbereitete E-M10.II genommen.

Vor dem Wechseln der E-M1.II machte ich noch einige Flats (bei ISO200 und +1,7eV, bei genau der selben Schärfe wie am Objekt) und dann bei aufgesetzten Objektivdeckel und kleinster Verschlusszeit BIAS Files. Danach wieder die ISO zurück auf 800 gestellt und mit der Serienbildfunktion noch Darks angefertigt. Dann war die Batterie auch leer…..

Der kleine APO ist zwischenzeitlich auf der Fensterbank zum Auskühlen gelegen, dann wurde Flattener und Kamera angeschraubt. Und wieder Rigel angefahren und Scharf gestellt. Danach die Montierung zum Orionnebel gefahren. Mein Glück war, dass die Ausrichtung so wie sie war passt. Ansonsten hätte ich das Bildfeld entsprechen rotiert und dann nochmal scharfgestellt. Ziemlich in der Mitte des Bildfeldes gelegen konnte ich die Trapezsterne im hellen Zentrum des Orion Nebel zum Scharfstellen und Kontrolle leicht nutzen.

Hier wieder ein unbearbeitetes Einzelbild bei 60 Sek, ISO800 und eben F/6 – da sieht man wie hell Orion wirklich ist

190103 OOC Orion E-M10.II  APO 72/432

Belichtet habe ich dann einiges bei 60 Sekunden, 20 Sekunden und einige wenige bei 2 Minuten, wo man dann schon merkt dass man entweder besser einnorden müsste oder den Guider braucht.
Kurz bevor das Feld etwas oberhalb des Rauchfangs kam, machte ich Darks mit den 20 und 60 Sekunden, BIAS und Flat Files.

Hier ein Ergebnis:

190103 M42 -Orion Nebel


Als die Batterie der E-PL6 nach gut 2,5 bis 3 Stunden wenig Ladung zeigte machte ich Flats und BIAS und einige wenige Darks. Die Batterie wurde getauscht und jetzt kam nochmal das mFT75/1.8 und ich versuchte in etwa das Bildfeld wie vorhin mit der E-M1.II zu erwischen.
Hier wieder ein Einzelbild aus der modifizierten E-PL6 und dem 75mm bei 60sec und ISO800
190103 OOC Orion  E-PL6 75mm.jpg

An den definierten Peaks der Farbkanäle sieht es schon besser aus, aber der Hintergrund ist nach wie vor sehr hell. Auch hier wurden 2 Serien gemacht, eine mit 60 und eine mit 25 Sekunden Belichtungszeit. Blende und ISO wurde bewusst gleichbehalten, sonst benötigt man hier auch noch entsprechende Flat und Dark Files.

Am StarAdventurer mit der E-PL6 ging sich noch eine kurze Session mit dem 12/2 Objektiv aus. Da der 52mm 2″ Adapter für das UVIRCutfilter vignettiert, verwendete ich ein 52mm Haida UVIR750 Filter.
Recht viel mehr ging sich dann auch nicht aus, denn es zogen schon immer wieder Wolken über den Himmel und es war deutlich heller durch hohen Dunst geworden.
Hier das Feld in Stellarium
Stellarium - Orion  mit 12mm

Hier die Ausgangslage am unbearbeitetn Bild, aber zum Zeigen der wichtigen Objekte des Winterhimmels sicher geeignet:

190103 OOC CMa ORI TAU E-PL6 12mm


Das ausgearbeitet Bild
190103 Wintersternbilder von Großen Hund (CMa) Orion bis Stier (TAU)

in Groß auf AstroBin

Und jetzt steht die Bearbeitung der gesammelten 15 GB an Daten an……

Übrigens: Anhand des keinen Wagens konnte ich in etwa sehen, dass da zumindest visuell bis knapp mag +4,8 drinnen war. Und Quadrantiden hatte ich auch ein paar Helle gesehen, aber recht weit westlich und es war dann nicht mehr wirklich freie Sicht für eine angebrachte Weitwinkelfotografiesession.















Engabrunn Historische Wetterdaten 2019

Hier die Auswertung der aufgezeichneten Daten meiner Wetterstation 2019

 

Jänner 2019 Februar 2019 März 2019 April 2019 Mai 2019 Juni 2019  Juli 2019 August 2019 September 2019  Oktober 2019

Wochendiagramme 2019

KW1 KW2 KW3 KW4  KW5 KW6 KW7 KW8 KW9 KW10 KW11 KW12 KW13 KW14  KW15 KW16 KW17 KW18 KW19 KW20 KW21 KW22 KW23 KW24 KW25 KW26KW27KW28KW29KW30KW31KW32 KW33 KW34 KW35 KW36 KW37 KW38  KW39 KW40 KW41 KW42

 

 

 

Langzeitwerte min/max 2014-2019

Historische Werte: 2019 – 20182017  – 201620152014

Zodiakallicht

181113 Zodiakal Licht

Im Herbst vor Sonnenuntergang und Frühling nach Sonnenuntergang kann man diese Leuchterscheinung am Himmel sehen.

Sie zieht sich entlang der Tierkreiszeichen (Zodiak). Daher der Name. In der Scheibe um die Sonne, wo sich unsere Planeten befinden (Ekliptik) ist feinster Staub, an dem sich das Sonnenlicht streut. Da dabei die Energie abnimmt, ist es rötlich.
Viele Staubpartikel sind es ja nicht, gerade mal 10 pro Kubikkilometer, und mit einer Größe von 0,001 bis 0,1 mm auch nicht sonderlich groß.
Aber die Menge macht’s.
Zum ersten mal habe ich es früh morgens 2-3 Stunden vor Sonnenaufgang im sehr südlich Ägypten bemerkt. Leider waren über dem Meer gerade etwas Wolken, sodass die aufgehende Venus, die gerade bei Spica stand (unten der hellere Stern) nicht mehr am Bild war.
Von der Helligkeit her, war das Zodiakallicht in etwa mit der Helligkeit der Wintermilchstraße vergleichbar, die sich links des Orion herunterzieht.

Also nicht wirklich stark, man wird diese Leuchterscheinung also bei uns wohl nur unter günstigen Bedingungen bei einen sehr klaren und dunklen Himmel beobachten können.

Aber sicher sehr stark, wenn man gerade in diesem Bereich versucht, tief belichtete Bilder zu machen.

Winter 2018/19

Zu Winterbeginn brachte eine Westfront Temperaturen bis 11 Grad und etwas Regen. In der Nacht zum 24.12. regnete es aus einer Warmfront in Summe 20mm. Nach der Front klarte es auf und die Sonne kam Nachmittags hervor. Die Temperaturen gingen aber nicht mehr über 6 Grad hinaus. Ende Jahres brachte nochmals eine stürmische Kaltfront etwas Regen.
Am Neujahrstag brachte eine Sturmfront noch Regen, in Wien sogar ein Gewitter. Am 3.1. gab es bei einer kurzen aber heftigen Frontdurchgang aus dem Norden 2-3cm Schnee. Bei relativ klarer Nacht sanken die Temperaturen bis -5 Grad,. Durch den Wind aus Nordwest stiegen aber bald wieder die Temperaturen auf -3 Grad, unter Tags dann bis 0 Grad.
Bis Mitte Jänner blieben die Temperaturen bei anhaltender Nord West Wetterlage zwischen 0 und 6 Grad. Entlang der Alpennordseite führte das zu extremen Schneehöhen, selbst im Niederösterreichischen Alpenvorland. Am 17.1. wurden sogar 12 Grad erreicht. Ab 18.1. sanken dann die Temperaturen bei klarer Nacht deutlich unter 0 Grad. Bei zeitweise klareren Nächten sanken die Temperaturen auf -11 Grad. Gegen Monatsende ging es wieder bis auf + 3 Höchstwerte. Am 28.1. schneite es im Osten Österreichs bei um die 0 Grad 7mm.
Ende Jänner sanken die Temperaturen wieder gegen -5 Grad.
Anfang Februar sorgte ein erneutes Italientief bei lebhaften bis stürmischen  Südwind wieder für  Temperaturen von über 10 Grad.
Zwischen den Fronten und bei kurzzeitig klaren Himmel gingen die Nachttemperaturen immer wieder gegen -3 Grad, bei Tageshöchstwerten ab und zu über 10 Grad. Mitte Februar stiegen die Temperaturen bei Sonnenschein bis 13 Grad. In klaren Nächten ging es dann bis -5 Grad. Wechselhaft aber letztlich zu warm ging es dann weiter. An einigen Tagen steigen die Temperaturen bis auf 15 Grad, in klaren Nächsten aber auch hinunter auf -8.
In der letzten Februarwoche blieben die Temperaturen zwischen 0 und 15 Grad, Anfang März ging es dann schon bis 20 Grad. Meist aber schwankten die Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad.
Abwechslungsreich durch Warm- und Kalt-fronten ging es bis Ende Winter weiter.  Am 20.3. 22:58 ging der Winter zu Ende.

Herbst 2018

Pünktlich zu Herbstbeginn in der Nacht brachte ein Sturmtief kalte Luft. Die Temperaturen wurden auf unter 10 Grad gedrückt. Etwas Regen war auch dabei. In der Nacht zum 26.9. gab es den ersten Frost. Bis Anfang Oktober war es schön Sonnig, aber mit um die 10-15 Grad kühl. Fallweise wurden aber auch 24 Grad erreicht.
Anfang Oktober brachte eine leichte Front ein paar Tropfen Regen, ansonsten war auch die Erste Oktoberwoche Sonnig, warm und trocken. Ein mächtiges Hochdruckgebiet über Russland schirmte weiterhin unsere Raum ab und sorgte für Rekordtemperaturen Es blieb weiterhin klar und trocken. Bei starkem Südwind stiegen die Temperaturen gegen 25 Grad.
Ab 20. Oktober erreichte dann ein Störung unseren Raum und ließ die Temperaturen fallen. Ein Italientief sorgte dann am 27. Oktober für etwas Regen, im Südstau an der Grenze Italien / Kärnten gab es innerhalb 48 Stunden bis 400 mm Regen mit entsprechenden verheerenden Folgen.
Bei uns stellte sich dann bis Ende November wieder mildes Wetter bis fast 20 Grad ein. Auch die erste Novemberwoche ging mild weiter, teilweise Sonnig, öfter nebelig. Ab Mitte November brachte ein Russlandhoch kältere Luftmassen, sodass es auch mal -2 Grad am Morgen gab. Eine Front brachte den ersten leichten Schneefall, hier allerdings nur wenig. Danach blieb es wieder bei um die 6 Grad Tageshöchstwerte. Danach wurden wieder durch ein Italientief Feuchte Luftmassen in den Osten Österreichs geführt. Bei gleichzeitigem Ansaugen im Norden wurden dann immer kältere Luftmassen zu uns geschickt, was zunächst zu Regen, dann zu Schneefall führte. Ende November gab es dann 2 sonnige Tage, entsprechend sanken die Temperaturen auf bis zu -6 Grad, unter Tags bei starkem SO Wind ging es etwas über 0 Grad.
In der Nacht auf den 1. Dezember brachte ein Westfront 2cm Schnee bei -3 Grad. Eine Front aus dem Westen sorgte dann für gefrierenden Regen im Osten Österreich, bevor die Temperaturen wieder deutlich auf über 5 Grad stiegen.  Im wechsel der Fronten gab es etwas Niederschlag.
Mitte Dezember bewegten sich die Temperaturen um -1 Grad. Ein Italientief brachte dann 10cm Schnee. Weiterhin blieb es meist eher trüb. Sonnenfenster blieben eher die Ausnahme.
Danach stiegen die Temperaturen wieder auf über 0 Grad. Gegen Ende Herbst blieben die Temperaturen etwas unter 0 Grad.
Der Herbst endete dann am 21.12. um 23:23

Fotogrundlagen – ISO, Blende und Belichtungszeit

Bei üblichen Bedingungen und üblicheren Objektivbrennweiten, schafft es die Automatik der Kamera recht gut, die für den Sensor richtige Anzahl an Lichtteilchen (Photonen) auf den Sensor zu lassen. Die sehr gute Antiwackelfunktion erweitert heute diesen Bereich nochmals stark, sodass man auch erst später den Punkt erreicht, dass man ansteht.

ISO: 

Ist ja an sich klar, die „Empfindlichkeit“. Aber es wird nur das Signal verstärkt, das die Photonen am Sensor auslösen. Wenn es sehr wenige sind, dann ist dieses Signal in dem Bereich des Rauschens.
Daher muss man trachten, so viel Licht zu sammeln, dass man deutlich über diesem Rauschen liegt, aber auch nicht so viel, dass man die „Sensor Kübelchen“ überfüllt.
Das Rauschen kann man an sich nur mit der Temperatur beeinflussen. Da wir keine Chipkühlung haben, sollte man halt alles daransetzten, um den Sensor und die Elektronik so kühl wie möglich zu halten.

Wichtig zu merken:
Eine Verdoppelung der ISO bedeutet man brauch nur die halbe Menge Licht und damit die halbe Belichtungszeit.

Blende:

Sie ist üblicher weise unser Gestaltungsmittel in der Fotografie denn: Kleine Blende (=große Zahl) erhöht den Bereich der Schärfe, große (kleine Zahl) reduziert den Bereich der Schärfe erheblich.
Wer schlecht sieht, sieht deshalb im Hellen viel besser, weil unsere „Blende“ im Auge die Iris zugeht.

Wichtig zu merken:
Eine Blende zu (Zahl wird höher) lässt nur die halbe Lichtmenge durch. Bedeutet also man benötigt die doppelte Belichtungszeit. Oder bei gleicher Belichtungszeit muss man die ISO verdoppeln um das zu kompensieren.
Die Blendenreihe ist aber nicht proportional: Hier die Reihe zwischen deren Werte immer ein Verdoppelung ist:

1 1,4 2 2,8 4 5,6 8 11 16 22

Also wenn ich bei F/2  1 Minute belichten muss, braucht es bei F/4 4 Minuten – es sind zwei Blenden unterschied.
Sehr kleine Blenden führen dann allerdings wieder zu beugungsbedingter Unschärfe. Üblicherweise erreicht ein Objektiv seine beste Schärfe wenn man es um 1-3 Blenden abblendet.

…weniger wichtig zu merken, weil man sieht es sogleich, wenn man lichtstarke Objektive anschaffen will: Je licht stärker die Objektive, desto größer und schwerer werden die Objektive (das hat mit Physik zu tun und kann man nicht beeinflussen). Wenn sie dann auch noch höchste Güte bei Offenblende haben sollen, auch überproportional teuer. Günstige Optiken werden erst gut, wenn man sie stark abblendet.
Olympusobjektive sind telezentrisch da sind wenigstens auch die „Konsumerlinsen“ bei Offenblende recht Randscharf.

Belichtungszeit:

Der Sensor braucht ja eine gewisse Anzahl von Lichtteilchen. Bei der angebotenen Lichtmenge die da auf den Sensor trifft durch die Optik braucht es dann diese Zeit um diese Menge zu bekommen.

Wenn sich das Motiv nicht bewegt liegt es an uns, ruhig zu halten dass man nicht verwackelt. Früher bei Kleinbildfilm (KB) hat man gesagt: 1/Brennweite ist die minimale Zeit die man benötigt, damit man nicht verwackelt.
Also bei 300mm Tele (das an einem FT Sensor einem 600mm Objektiv am KB entspricht) sollte man nicht unter 1/600 Sekunde gehen. Unsere Sensoren sind aber bei weitem feiner, als damals die Fotofilme waren. Dafür haben wir aber eine Antiwackeleinrichtung die da sagen wir einem Ungeübten gut 3 Blenden (also 3x so lange) bringen. Also 1/200 sind möglich, mit sehr viel Übung auch wesentlich mehr. Es ist da aber letztlich eine Sache, wie viel Unschärfe durch Verwackeln man akzeptieren will.

Die Belichtungsautomatik ist normalerweise so eingestellt, dass sie über den Sensor verteilt das Licht misst, und die Bildmitte mehr berücksichtigt um zu berechnen, wie lange man belichten muss.
Beim „P“ (Programmautomatik) versucht die Kamera die Zeit so einzustellen, dass man vom Verwackeln her auf der sicheren Seite bleibt und wird die Lichtmenge dann über die Blende steuern.
Wenn man durch den „S“ Modus die Zeit vorgibt, wird die Kamera über die Größe der Blende die Lichtmenge regeln. Beim „A“ Modus, wo die Blende vorgegeben ist wird die Kamera die Zeit anpassen.

Ist es dunkel, und man will kleinen Objekterichtig belichten, braucht man also Punktbelichtungsmessung. Bei sehr kleinen Objekten wird das auch nicht mehr funktionieren, die Kamera misst zu viel dunkles, daher wird sie als Ausgleich zu hell belichten. Unsere kleine Objekte sind viel zu hell und fressen aus.
Umgekehrt zu helle Umgebung geht natürlich auch, und produziert zu dunkle Objekte.
Ein schnelle Methode ist dazu mit +- Blende das zu korrigieren. Das wird an üblichen Fotosituation passen, aber bei sehr kleinen Bildberichen, die man anmessen will oft nicht mehr. Denn: Man müsste beim zweiten Bild genau den selben Punkt treffen. Ist man da nur ein kleinwenig daneben und da ist es viel heller oder dunkler, wird sich ein andere Wert ergeben, auf dessen Basis dann die Belichtungskorrektur ausgeführt wird.

Die einzige Möglichkeit diese Belichtungsautomatik zum umgehen ist der M (manuelle) Modus:  Da gibst Du selbst die Zeit und Blende vor. Durch Probebelichtungen kannst Du dich dann herantasten, dass die Belichtung stimmt.

In Extremsituationen wird man eben schnell die eine oder andere Grenze erreichen.

27.7.2018 Totale Mondfinsternis

 

Die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts fand am 27.7.2018 statt. Das ganze garniert mit weiteren Attraktionen:
Der Mond erreichte auch gerade seinen weiteste Entfernung von der Erde, und es war somit der kleinste Vollmond im Jahr.
Der Mars war auch gerade in Opposition (5,9 Grad unterhalb des Mondes). Da er dieser Tage mit 57 Mio Km so nahe der Erde steht wie erst wieder 2035 war er sogar heller als Jupiter. Ein wunderbarer Anblick der zwei roten Himmelskörper:

180727 Mondfinsternis - Mars Opposition (5.9 °)

Die Beobachtung gestaltete sich als nicht ganz einfach, denn Anfangs sah es ganz so aus, dass das Wetter nicht mitspielte.

Etwas nach der Hälfte des Ereignisses gaben die Wolken die Sicht frei. Der tiefe Stand im Südosten machte die Sache nicht einfacher.

180727 Totale Mondfinsternis 2018

4 Jahre Astrofotografie

180728 MoFi_totale_9F24

 

Am 27.7.2018 war nicht nur eine Mondfinsternis der besonderen (längste des Jahrhunderts, gleichzeitig Mars in Opposition, der dieser Tage auch noch die größte Erdnähe erreichte und mehr) Art:
An diesem Tag vor 4 Jahren war meine Einstieg in die Astrofotografie.

Habe ich es bereut? Klare Antwort: Nein!

Die Basis dazu legte sicher die Auswahl des für mich richtigen Gerätes. Der Support den ich hier vor Ort durch Lacerta / Teleskop Austria und vor allem deren Mitarbeitern wie Tommy Nawratil, macht es leicht, die kleineren und größeren Probleme zu lösen. So würde ich auch heute noch nichts anderes kaufen wollen!

Dass ich Rückblickend so schnell so weit gekommen bin, als ich je zu hoffen wagte, wurde sicher durch den Austausch mit der lokalen Astrokommunity sei es im Astronomieforum.at oder durch den Erfahrungsaustausch bei unsere lokalen „Selbsthilfgruppe“ DSIG.at., das Thomas Henne organisiert.

Mit den technisch so perfekten Gerätschaften war ich dann relativ schnell an dem Punkt, dass ich mich um eine bessere Bildbearbeitung kümmern musste:
So kam es für mich gerade Richtig, daß Tommy konstatierte: „Wir haben jetzt beste Gerätschaften, aber die Bildbearbeitung hat noch großes Potential“. So wurde bei DSIG der Schwerpunkt „PixInsight vs. Photoshop“ gesetzt. Wiederum war es Tommy, der uns dann an zwei Wochenenden bei DSIG.at einen Einstieg in Pix Insight ermöglichte. Gerald Wechselberger führte uns weiter hinein in die Welt von PixMath.
Das alles hob recht schnell die möglichen Ergebnisse auf ein ganz anders Niveau.

Weitere vertiefendere Schulungen folgten. Zuletzt die PixInsight Workshop Module mit Herbert Walter und erneut Tommy  bei der NÖ Volkssternwarte „Antares“.

Genug der „Technik“

Schon bald stellte ich auch fest, dass ich mit relativ wenig Aufwand bessere Bilder machen kann, als ich in den Astronomiebüchern meiner Kindheit vorfand.

Unser Sternenhimmel bietet eine Unzahl an Objekten, die es allesamt lohnen abgelichtet zu werden.

Die notwendige Bearbeitung lässt sich hinterher beliebig vertiefen und nebenher lernt man vieles besser verstehen, was fotografische Zusammenhänge betrifft.

Auch wenn die Zahl der nutzbaren Nächte durch das Wetter stark beschnitten ist: Wenn es mal passt, dann holt man sich was vom Himmel!

….es ist einfach eine Erweiterung der Möglichkeit mehr, Bilder zu machen.