Blue Moon

Als Blue Moon bezeichnet man heute, wenn innerhalb eine Monats zwei Vollmonde stattfinden. Da es nur alle 2,4 Jahre vorkommt, steht es Umgangssprachlich im englischsprachigen Raum für „alle heilige Zeiten“ eben für ein seltenes Ereignis. Rein wissenschaftlich ist es natürlich nichts wichtiges.

Generell bei Vollmond ist es bei entsprechender Umgebung immer nett, mit einem Teleobjektiv Bilder bei Aufgang des Mondes Bilder zu machen. Die Nähe zu uns bekannten Objekten lässt ihn dann auch eindrucksvoll groß erscheinen.

 

Hier der „Blaue Mond“ vom 31.7.2015 mit der Kirche in Engabrunn

150731 Blue Moon

Im Fernrohr gibt der Vollmond mangels Schattenbereichen kaum was her – aber trotzdem:

150731 Blue Moon

Mit besserer Bildverarbeitung schafft man auch soetwas:

161113 SuperMond 11/2016

(50% Auflösung auf AstroBin – denn mehr gibt es nicht her)

Wesentlich mehr sieht man schon, wenn er noch nicht voll ist. Gerade in der Nähe des Terminators (Hell/Dunkelgrenze) erkennt man durch die Schatten sehr viel mehr an Details:

160317 Mond

(volle Auflösung auf AstroBin)

 

 

 

Saturn

Wer kennt ihn nicht, unseren Ringplaneten! Er beflügelte seit jeher unsere Fantasie, was es wohl noch so an sonderbaren Objekten weit draußen geben wird.

Er besteht als Gasplanet hauptsächlich aus Wasserstoff und ist etwas kleiner als Jupiter, aber auch viel weiter weg. Dennoch können wir ihn mit freiem Auge sehr leicht sehen. Derzeit steht er Sommerbeginn im Süden gleich westlich des Skorpion. Da taucht er als erster heller Stern nach Sonnenuntergang auf.

Galileo Gallei hat die Ringe bereits 1610 erstmals gesehen! Sein Fernrohr war bedeutend schlechter als all unsere einfachen Fernrohre heute, so dass sich auch der Anfänger an diesen Anblick satt sehen kann.

Hier ein Einzelbild

170615 Saturn Opposition 2017

Recht viel mehr bekommt man so nicht auf einem Foto zu sehen. Auch flimmert die Luft am nahen Horizont zu sehr. Visuell sieht man aber etwas besser. Gute Planetenfotos ist eine Domaine der  Videokameras, deren tausenden Einzelbilder dann verrechnet werden.

Im Teleskop kann man dann auch schon die größeren der über 60 bisher nachgewiesenen Saturnmonde erkennen. Ich hab dazu einfach mal stark überbelichtet in der Abenddämmerung:

150721 Monde des Saturn

Titan ist der größte Mond des Saturn, ein Eismond mit einer einzigartigen dichten Atmosphäre. Encaldus der Himmelskörper unseres Sonnensystems wo Leben unterhalb der Eisschichte im Meer darunter sehr wahrscheinlich wäre.

 

 

Venus Jupiter Konjunktion

Am 1.7.2015 begegneten sich wieder mal Venus und Jupiter bei Sonnenuntergang. Sie näherten sich dabei unter Tags bei auf 0,4°. Gut sichtbar und nicht zu übersehen war das Schauspiel aber knapp nach Sonnenuntergang wo der Abstand immer noch 0,5° betrug. Das ist der scheinbare Durchmesser des Mondes oder Sonne. Also ziemlich nahe. So nahe, dass ich beide gleichzeitig in meinem Teleskop sehen konnte:

150701 Venus / Jupiter

Die starken Helligkeitsunterschied machen es natürlich schwer in einem einzellnen Bild alles zu zeigen.

Daher noch zwei Detailbilder der beiden Planeten:

150703 Venus 3.7.2015 21:30

Die Venus wandert jetzt immer mehr gegen die Sonne um dann zum Morgenstern zu werden. So steht sie zwischen der Erde und der Sonne, recht groß aber halt nur in Phase. Dennoch ist sie so hell, dass man sie wenn man sucht auch am Tageshimmel finden kann.

150701 Jupiter 1.7.2015 22:00

Der Jupiter mit seinen Galileischen Monde. Die Monde von links nach rechts:
Ganymed, Europa, Io und wer genau hinsieht: gegenüber rechts  beim Jupiter sieht man noch Callisto.

 

 

Komet Lovejoy C/2014 Q2

Mein erster Komet!

Lovejoy beehrt uns ab Mitte Jänner. Visuell ist er mit 4 mag an der Sichtbarkeitsgrenze eines guten Sternenhimmels, nur welcher von den Punkten ist es? Wer eine Digtalkamera hat, kann ihn aber leicht identifizieren, einfach mit erhöhter ISO (1600-3200) auf einem Stativ mit ca. 50-100mm Tele auf die richtige Sternenregion halten. Er ist eindeutig als grüner Fleck zu erkennen. In weiterem Verlauf des Jänners wird er sich in Richtung Sonne bewegen, als weiter westlich zu sehen sein.

Der Kern mit seinem Koma ist wie schon geschrieben stark grün/blau, der Schweif einiges schwächer, aber sehr lang. Eine Fotooptik um die 200-300mm wäre da schon richtig, aber man sollte dann schon 1 Stunde Belichtungszeit aufwenden. Das geht natürlich nur mit entsprechender Nachführung mit Guiding, bleibt also eher den Profis vorbehalten.

Ich hab mich natürlich auch versucht: So einfach er auf einem großflächigen Foto zu finden ist, ihn im Sucherfernrohr (Fernglas) zu finden ist entsprechend schwieriger. Hat man ihn gefunden, sieht der große nebeligen Fleck, durchaus nett aus, auch im Teleskop mit großem Gesichtsfeld (26mm Okular).

Am 12.1.2014, vor allem aber am 13.1. gab es nach langen Monaten des Wartens endlich mal ein recht klare Nacht, entsprechend die Bilder der vielen Hobbyastronomen in der Foren. So Atemberaubend die hochgeladenen Bilder auch waren: Sie zeigen eines, ohne Beherrschung von EBV (elektronischer Bildverarbeitung) kommt man da nicht annähernd hin. Es gibt zwar diverse Tools, die einem wichtige Schritte abnehmen, aber im Grunde muss man letztendlich noch im Photoshop zusammenführen. Man muß es klar sagen: Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus.

Das Koma des Kometen ist recht hell, der Schweif relativ schwach. Der Komet bewegt sich recht stark zu den Hintergrundsternen. Ein Standartfunktion ist in der Astrofotografie, mehrere Einzelbilder aufaddieren (stacken). Vorher muss man sie natürlich Deckungsgleich bringende (registrieren).

Bei Stacken des Kometen wird das Koma um den Kern natürlich viel größer, dafür tritt aber der Schweif deutlicher hervor. Bei der Ausrichtung der einzelnen Bilder kann man entweder auf die Sterne als Bezugspunkt gehen, dann aber verschiebt sich der Komet, oder auf den Kometen, dann sieht man aber die Sterne x-fach abgebildet, oder bei viele Bildern die Sterne als Strichspuren. Mit Softwarehilfe kann man das Rechnen lassen. Kompromiss ist es aber allemal. Man sollte auch bedenken, dass die Vorgänge um den Kometen sehr dynamisch sein können, also auch lange Belichtungsserien die zusammengerechnet werden nicht unbedingt diese Unterschiede zeigen. Es ist in etwa so, wie wenn man versucht, Bilder einer flackernden Kerze über einen längeren Zeitraum zu verrechen.

Hier mal meine ersten Versuche:

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Ein paar kurze Infos zum Komet Lovejoy C/2014 Q2

Es war bereits der 5. Komet, den der Australische Hobbyastronom Terry Lovejoy entdeckte. Damals hatte er eine Helligkeit von 15 mag, also sehr schwach, Mitte Jänner, als er in ca. 70 Millionen km zwischen Erde und Marsbahn durchflog, stieg sie auf 3,8 mag (13.1.2015) an, damit konnte man ihn an klaren sternklaren Nächten außerhalb größerer Städte sehen. Der Schweif war relativ schwach und strahlte in einem schönen grün. Spektroskopische Analysen zeigten, dass die Farben hauptsächlich von Ionisierten Zweiatomigen Kohlenstoff (C2) stammten. Daneben auch noch di-Cyankohlenstoff (CN2)2. Der Schweif wurde bis 8 Grad (16fache der scheinbaren Mondgröße) lang. Relativ zur Sonne bewegte er sich mit um die 130.000 km/h. Die Größe des Kerns wurde auf ca. 200m geschätzt eventuell sogar 500 m. Damit der größte seit 40 Jahren!

 

Asteroid 2004 BL86

In der Nacht vom 26.1.-27.1. flog der Asteroid 2004 BL86 in 3 fachem Abstand Erde-Mond (ca 1,1 Mio Km) an der Erde vorbei. Die Größe wurde mit 500m angegeben. Knapp vorbei ist auch daneben 😉

Eine Wolkenlücke wturde zwischen 19 und 23 Uhr vorhergesagt, so probierte ich, dieses große Ding zu erwischen. Die Helligkeit wurde mit 9 mag vorhergesagt. Die Wetterstation zeigte -2 Grad und 93% Feuchte.

Bevor sämtliche optische Elemente endgültig mit einer Eisschicht überzogen wurden, konnte ich 3 Bilder der Region machen. Auf allen 3 ist das Objekt, wenn auch eher am Rand zu sehen.

Belichtungsdaten: Lacerta „Newton ohne Namen“ 800/200, Olympus OM-D, ISO 1600 30 sec. Hier mal vorab die 3 Ausschnitte aus dem Originalbildern:

22:16:00 – 30 Sec.

22:16:09 30sec
22:17:25 30sec

22:17:25 30sec
22:19:00 30sec

22:19:00 30sec

Nach eingehender Analyse , wo ich sowohl die genau Position der Bilder anhand der Sterne, deren Helligkeit und Flugrichtung nachvollziehen konnte, bin ich mir recht sicher, dass es das besagte Objekt ist.

Alle 3 Bilder vereinigt:
22:16:09 30sec

 

Weitere Infos zum Objekt

Es war der bislang größte uns bekannte Asteroid, der der Erde gefährlich nahe kam. Der nächste uns derzeit bekannte große ist dann Asteroid 1999 AN10 im Jahre 2027. Mit dem großen Verbund an Radarantennen (70m / Auflösung 4m) in Goldstone/Kalifornien wurde er genau vermessen. Die Größe ist 325m und der ihn umkreisende Mond von 70m wurde bestätigt. 16% aller Asteroiden größer 200m haben einen oder mehr Monde!

Anhand Spektroskopische Untersuchungen wurde eine große Ähnlichkeit mit Ceres, im großen Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, festgestellt. Die NASA Dawn mission hatte ihn kürzlich besucht, so daß man recht gute Vorstellungen dieser Objekte hat.

SoFi 11.8.1999

Meine erste Sonnenfinsternis

Eine totale Sonnenfinsternis ist wohl das eindrucksvollste astronomische Erlebnis, dass man machen kann und vor allem: Man sieht es selbst so, wie es immer Abgebildet wird: Sie Bei der absoluten Bedeckung flammt der Rand der Sonne auf und leuchtet. Ein unheimlich schönes Erlebnis!

Bequemer weise fand sie unweit meiner Heimatgemeinde statt. Ich erlebte sie auf einer Bergstrasse am Rohrer Sattel in Niederösterreich. Neben uns waren auch noch ein Holländisches Paar am Parkplatz. Pünktlich zur Finsternis riss auch die Bewölkung auf, Glück muss man auch haben.

Ich hatte mein Olympus OM-4Ti mit dem OM Zuiko 300mm am Stativ und machte auf einen 100 ISO Farbdiafilm eine Serie:

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Nur 7 Jahre später war die nächste die ich mir gönnte: Am 29.3.2006 in Side, östlich von Antalya, an einem Hotelstrand.

Sonnenfleck AR 2192

Um den 20.10.2014 begann sich die Aktive Region 2192 zum größten Sonnenfleck der letzten 10 Jahre zu entwickeln. Bis zum 28.10. kann es dabei zu Masseauswürfen kommen, die auf die Erde treffen. AM 26.10. ereigneten sich gleich fünf X-Class Flares. Die extrem starke Röntgenstrahlung verursacht dann Störungen im Funkverkehr und GPS System auf der Erde. Erstaunlicher weise kam es aber zu keinem Massenauswurf, die unheimlich starken Magnetwirbel verhinderten das offenbar. Ein solche Massenauswurf bei dieser Stärke in Richtung Erde kann Polarlichter bis Deutschland hervorrufen.

Der Fleck ist in etwa 120.000km groß und damit fast so groß wie Jupiter, der größter Planet in unserem Sonnensystem. Die Erde im Vergleich ist nur in etwas so groß wie der Sonnenfleck 2194 weiter links zu sehen.

Leider behinderte hartnäckiger Hochnebel meine Beobachtung, aber am 25. ergab sich mal eine etwas dünnerer Wolkenschicht, wo ich dann doch noch eine Sicht darauf hatte.
AR2192

Das Übersichtsbild in hoher Auflösung gibt es auf Astrobin

AR2192

Zwischen Himmel und Erde – Heavens above!

Zwischen Erde und Mond, im erdnahen Raum, hat der Mensch in 60 Jahren Raumfahrt eine riesige Müllhalde aus kleineren und größeren Objekten geschaffen, kurz Weltraummüll benannt. Alte, defekte Satelliten, ausgebrannte Raktenstufen bis hin zu verlorenem Werkzeug bei „Spaziergängen“ im Weltraum ist alles vertreten. Die Objekte umkreisen die Erde in ihren Orbits, solange bis sie doch einmal in der Erdatmosphäre eintreten., wo sie verglühen. Bei Geschwindigkeiten von einigen zigTausend km/h sind auch winzige Teilchen eine erhebliche Gefahr.

Schaut man nachts in den Sternenhimmel, kann man einiges herum fliegen sehen. Wenn man ein Blinklicht erkennen kann, wird es sich natürlich um ein Flugzeug in unserer Atmosphäre handeln. Bei sehr hoch fliegenden wird man das Blinken kaum mehr erkennen, aber es gibt bei wolkenlosem Himmel einen Umstand, der es einem leichter macht zu unterscheiden ob Flugzeug oder Satellit: Der Erdschatten.

Flugzeuge leuchten ja selbst, weshalb man den schnell bewegten Leuchtpunk die gesamte Flugbahn verfolgen kann. Satelliten sieht man deshalb, weil sie von der Sonne beleuchtet werden. Je nach Winkel zur Sonne, Oberfläche und Größe ändert sich die Sichtbarkeit. Sobald aber ein solches Teil im erdnahem Orbit in den Erdschatten tritt wird es schlagartig unsichtbar sein.

Es gibt eine tolle Website: Heavens-above wo man Infos über die Sichtbarkeit einiger bekannten Satelliten herausfinden kann. Wichtig natürlich: Zuerst seinen Beobachtungsstandort auswählen (rechts oben). Noch mehr Daten bietet CalSky.

Was man wirklich immer wieder sehen kann, mitunter so extrem hell, dass es auch Tagsüber sichtbar wird, sind die Iridium flares. Das sind die Satelliten des Satellitentelefonsystems. Wenn man recht nahe einer Überflugzone ist, so gibt es einen Punkt in der Bahn, wo das Sonnenlicht auf einer der drei 1,88m hohen verspiegelten Hauptantennen trifft und dabei sehr gebündelt reflektiert wird. Eine mehr oder weniger helles Aufleuchten ist die Folge. Manchmal bis -8 mag! Das ist 1000x heller als der hellste Stern Sirius, 50x heller als Venus und die kann man auch tagsüber finden.

Iridiumflare am Orion
Da ich bislang kein Bild aus dem Teleskop gefunden habe, habe ich es versucht: 9 Bilder in der Sekunde!

Iridium Flare im Teleskop

Die ISS – Internationale Raumstation ist derzeit das größte menschengeschaffene Gebilde im Weltall. Ab und an gibt es Zeiten, wo sie auch für uns sichtbar über unseren Sternenhimmel zieht. Eine Helligkeit der hellsten Sterne wird dabei leicht erreicht, sie kommt bis auf Helligkeit der Venus (mag -4), nach Sonne und Mond der hellste Himmelskörper. Sie bewegt sich recht rasch, besonders Hoch am Himmel, wo man sie dann aus nur rund 400km Entfernung beobachten könnte! Nahe am Horizont, wenn sie sich auf uns zu bewegt, ist die Relativgeschwindigkeit relativ gering aber sie ist dann auch noch 2000 km weit weg. Leider erscheint sie uns da noch recht klein, kleiner als ein Flugzeug in Reiseflughöhe. Wer mehr als einen hellen Lichtpunkt sehen will, kann sich an einem Flugzeug versuchen: Am Nachthimmel mit einem starken Fernglas.

Ich habe es jetzt erstmals probiert mit meinem Newton (800/200) und angeschlossener Digitalkamera. Mein Stativ habe ich in den azimutalen Modus versetzt (wie ein normale Fotostativ) und alles möglichst gut aus tariert. Dann habe ich meine OM-D auf einen hellen Stern mithilfe einer Bahtinov Maske scharf gestellt. Die Kamera habe ich auf Serienbild (9 Bilder/sec) geschaltet. ISO 1600 bei 1/1600 sec im Manuellen Modus. Mit einem Fernauslöser in der Hand, habe ich dann versucht mit dem Sucherfernrohr der ISS zu folgen. Immer wenn ich es schaffte sie im Fadenkreuz zu haben wurde der Auslöser gedrückt. Und siehe da: In ca. 75% aller Bilder hatte ich den „Leuchtpunkt“ am Bild. In weiter Entfernung kann man nicht all zu viel sehen, weil zu weit weg und die dicke Luftschicht da auch noch allzu viel vereitelt. Am höchsten Punkt wurde es dann wirklich schwierig aufgrund der hohen Überfluggeschwindigkeit sie zu erwischen. Unterstehendes Bild ist einfach ein Ausschnitt des Fotos und zeigt die ISS ca 500km weit weg. Man sieht also die Bilder in 100% und praktisch jedes Pixel der Kamera.

ISS 1. Versuch

Ein paar Tage später mit einer Barlow 2,25x Linse
ISS 2. Versuch

Manchmal „stört“ sie auch wenn sie gerade durchs Bild fliegt:

150721 ISS / M31

Hier ein Überflug vom 31.7.2015 um 22:56

150731 ISS 22:56:08

Mitte unten sieht man die Sojus TMA-17M Kapsel, die eine Woche zuvor  bei der ISS Mission 44 drei Astronauten zur Station gebracht hat. Sie wird Ende des Jahre wieder zur Erde zurückkehren.

Einer der besten ISS-Fotografen ist wohl Thierry Legault. Er reist an Orte wo gerade die ISS vor Mond oder Sonne vorbeizieht und hat eine seine Montierung so modifiziert, dass er der ISS folgen kann und so mittels CCD-CAM genügend Bilder fürs stacken bekommt. Als er mal seine Bilder veröffentlichte dauerte es nicht lange, bis der Geheimdienst bei im anklopfte und fragte: „How far can you go?“ 🙂

Weitere meiner Versuche an der ISS gibt es hier

 

Unsere Sonne

Sun Spots
Sonne mit Sonnenflecken

Das ist unser nächster Stern, die Sonne. Diese Bild entstand am 24.8.2014 und zeigt einige Sonnenflecken. Die Erde im Vergleich ist in etwa so groß wie ein größerer hier sichtbarer Fleck. Je aktiver die Sonne, desto mehr Flecken sind zu sehen. Temperatur mäßig hat die hier sichtbare „Oberfläche“ 6000 Grad, die Flecken habe im Inneren nur 4000 Grad Celsius. Derzeit sollte die Sonne wesentlich aktiver sein, aber offenbar schläft sie derzeit. Das bewirkt an sich eine Abkühlung der Erde. Gerade gutes Timing, denn der Mensch heizt derzeit unserem Planeten ein wie nie zuvor!

Die Sonne selbst wird mittlerweile intensiv überwacht: Sonnensturm.infoSonne-aktuellSOHO – aktuelle BilderSonne aktuell

Unser Mond

Supermond 10.8.2014
Mond

Unser nächster Begleiter, der Mond. Galileo Galilei entdeckte am 7. Jänner 1610 beim Beobachten mit seinem erstem Fernrohr die ersten weiteren Monde an unserem größtem Planeten im Sonnensystem, dem Jupiter, die Galileische Monde. Die Planeten im Sonnensystem sind voll von Monden, oft ist es nicht mehr leicht zu entscheiden: Ist es schon ein Mond, oder nur ein größerer Steinbrocken.

Unser Mond ist relativ nahe, so nahe dass wir ihn Ende der 60er Jahre sogar besuchen konnten. Mit Apollo 11 landet der erste Mensch auf der Mondoberfläche. Die Umlaufbahn des Mondes ist elliptisch und so schwankt der Abstand zwischen dem Perigäum mit 363.300 km und dem Apogäum mit 405.500 km. Wenn der erd-nächste Punkt dann auch noch auf den Tag des Vollmondes fällt, spricht man vom Supermond. Er erscheint uns dann besonders hell, obwohl er nur um 10% größer ist als sonst.

Von der Erde aus betrachtet schneidet die Bahn des Mondes zwei mal im Jahr die Bahn der Sonne. Ist das zufällig bei Vollmond, fällt der Schatten der Erde auf den Mond und wir sprechen von einer Mondfinsternis. Ist das bei Neumond, so verdeckt die Mondscheibe die Sonne. Ein selteneres Ereignis, so eine Sonnenfinsternis. Es ist das wohl beeindruckenste astronomische Ereignis, dass man ohne Hilfsmittel so sehen kann, wie man es von den Bildern her kennt!

Historisch gesehen, wurde die Umlaufbahn der Gestirne schon über tausende Jahre genau vermessen, denn wer die Zusammenhänge kannte, konnte das für sich nutzen: Wissen ist Macht!