Venus

Ca. alle 8 Jahre steht die Venus am selben Ort (Ishtar-Periode). Am 23.3.2017 kommt sie uns wieder mit 42 Mio.km wieder sehr nahe. Sie erreicht dann eine visuelle Größe von 1 Winkelminute. Da die Bahn gleichzeitig verkippt ist, wird sie dann auch wenn sie zwischen uns und der Sonne steht, sichelförmig beleuchtet

Bild er Venus vom 3.3.2017

170303 Venus   48,6 arcsec mag -4,4

Helligkeit mag -4.1,  scheinbare Größe: 48,6″, zu 15% beleuchtet

Mars und Neptun

Am 1.1.2017 standen Mars und Neptun sehr nahe (=Konjunktion).

170101 Mars Neptun Konjunktion 1.1.2017

Durchschnittlich 4,5 Mrd km ist der Neptun unser äußerster Planet (nachdem Pluto der Planetenstatus aberkannt wurde). Mit dem Fernglas sollte er zu sehn sein, allerdings nur als Lichtpunkt und ob man den dann von einem Stern auseinander kennt, wage ich zu Bezweifeln. Bei einem größerem Teleskop mit starker Vergrößerung wird er sich aber als ein blau/grünes Scheibchen zu erkennen geben.

Bei Mars sieht es einfacher aus. Er ist ja relativ nahe und durch seine rote/orange Farbe am Sternhimmel bereits früh in der Dämmerung erkennbar.
Bei größeren Teleskopen und starker Vergrößerung kann man dann die vereisten Polkappen sehen.

Saturn

Wer kennt ihn nicht, unseren Ringplaneten! Er beflügelte seit jeher unsere Fantasie, was es wohl noch so an sonderbaren Objekten weit draußen geben wird.

Er besteht als Gasplanet hauptsächlich aus Wasserstoff und ist etwas kleiner als Jupiter, aber auch viel weiter weg. Dennoch können wir ihn mit freiem Auge sehr leicht sehen. Derzeit steht er Sommerbeginn im Süden gleich westlich des Skorpion. Da taucht er als erster heller Stern nach Sonnenuntergang auf.

Galileo Gallei hat die Ringe bereits 1610 erstmals gesehen! Sein Fernrohr war bedeutend schlechter als all unsere einfachen Fernrohre heute, so dass sich auch der Anfänger an diesen Anblick satt sehen kann.

Hier ein Einzelbild

170615 Saturn Opposition 2017

Recht viel mehr bekommt man so nicht auf einem Foto zu sehen. Auch flimmert die Luft am nahen Horizont zu sehr. Visuell sieht man aber etwas besser. Gute Planetenfotos ist eine Domaine der  Videokameras, deren tausenden Einzelbilder dann verrechnet werden.

Im Teleskop kann man dann auch schon die größeren der über 60 bisher nachgewiesenen Saturnmonde erkennen. Ich hab dazu einfach mal stark überbelichtet in der Abenddämmerung:

150721 Monde des Saturn

Titan ist der größte Mond des Saturn, ein Eismond mit einer einzigartigen dichten Atmosphäre. Encaldus der Himmelskörper unseres Sonnensystems wo Leben unterhalb der Eisschichte im Meer darunter sehr wahrscheinlich wäre.

 

 

Venus Jupiter Konjunktion

Am 1.7.2015 begegneten sich wieder mal Venus und Jupiter bei Sonnenuntergang. Sie näherten sich dabei unter Tags bei auf 0,4°. Gut sichtbar und nicht zu übersehen war das Schauspiel aber knapp nach Sonnenuntergang wo der Abstand immer noch 0,5° betrug. Das ist der scheinbare Durchmesser des Mondes oder Sonne. Also ziemlich nahe. So nahe, dass ich beide gleichzeitig in meinem Teleskop sehen konnte:

150701 Venus / Jupiter

Die starken Helligkeitsunterschied machen es natürlich schwer in einem einzellnen Bild alles zu zeigen.

Daher noch zwei Detailbilder der beiden Planeten:

150703 Venus 3.7.2015 21:30

Die Venus wandert jetzt immer mehr gegen die Sonne um dann zum Morgenstern zu werden. So steht sie zwischen der Erde und der Sonne, recht groß aber halt nur in Phase. Dennoch ist sie so hell, dass man sie wenn man sucht auch am Tageshimmel finden kann.

150701 Jupiter 1.7.2015 22:00

Der Jupiter mit seinen Galileischen Monde. Die Monde von links nach rechts:
Ganymed, Europa, Io und wer genau hinsieht: gegenüber rechts  beim Jupiter sieht man noch Callisto.

 

 

Venus und Merkur

Venus ist der hellste „Stern“ am Himmel. Unser nächster Planet Richtung Sonne. Je nach dem, wo Venus in der Umlaufbahn zur Sonne steht, ist er dann als Abend oder Morgenstern zu sehen. Merkur ist noch näher bei der Sonne und daher nicht oft zu sehen. Am 15.1.2015 erreicht er seine östlichste Elongation (scheinbare Entfernung zur Sonne) mit 19 Grad, von uns aus gesehen.

Derzeit findet man ihn also recht leicht, nach Sonnenuntergang unterhalb der Venus als nächster Leuchtpunkt „Stern“ der aus der Dämmerung sichtbar wird.
Venus und Merkus
Links unten Stift Göttweig – Rechts oben Venus und darunter Merkus.

OM-D E-M5: 150mm (KB: 300mm) ISO200 2sec f/6.3

Jupiter

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Am Sternenhimmel ist er nach der Venus das hellste Objekt, wenn man Sonne und Mond nicht mitrechnet. Venus ist aber immer nur kurz vor bezw. nach Sonnenaufgang sichtbar. Von daher ist er leicht am Nachthimmel zu finden.

2016 steht er im Frühjahr unterhalb des Sternbildes Löwe.

Schon mit einem einfach Fernglas kann man 4 seiner größten Monde sehen: Die Galileische Monde.

Jupiter
Galileo Galilei hatte sie am 7.1.1610 durch sein selbst gebasteltes Fernrohr gesehen und damit den ersten Himmelskörper der offenbar nicht um die Erde kreist und auch von anderen Monden umkreist wird. Das Fernrohr kann man übrigens in Florenz im Astronomische Museum sehen. Von der Abbildungsleistung her sind selbst die günstigsten Fernrohre heute weit überlegen!

Die Monde umrunden Jupiter recht schnell, immer wieder ziehen sie dabei auch vor dem Planeten vorbei und man kann bei stärkerer Vergrößerung den Schatten auf der Gashülle der Planeten sehen. Hier auf dem Bild stehen die Monde (von Links unten nach Rechts oben gesehen): Ganymed, Io, Callisto und rechts oben Europa. Jupiters Atmosphäre ist sehr turbulent, man sieht Wolkenbänder und den bekannte „Großen Roten Fleck“ ein großer Sturm in der Atmosphäre. Auch Jupiter rotiert sehr schnell mit fast 10 Stunden einmal um seine Achse.

Jupiter wurde schon bald zum Ziel so mancher Raumsonden, so haben wir recht Detailtiere Vorstellung der Monde. Eine der bekannteste waren die Voyager Sonden, da sie Ende 1979 die ersten hochauflösenden Bilder lieferten. Spektakulär auch die starken vulkanischen Aktivitäten des Mondes Io. 2016 wird die Raumsonde Juno Jupiter selbst genauer erforschen.

Im März 2016 ist es mit gelungen den Großen Roten Fleck mit den Monden einzufangen:

160318 Jupiter mit Großem Roten Fleck

Der Große Rote Fleck ist ein  Wirbelsturm in der Jupiteratmosphäre von einer Größe von 2 Erddurchmessern.

Im Mai 2016 aus 4 Bildern gemittelt:

160515 Jupiter