Frühling 2017

Nach Durchgang einer Front, die etwas Regen brachte wurde es recht sonnig. In klaren Nächten sank die Temperatur gegen morgen bis auf 0 Grad ab. Tageshöchstwerte blieben vorerst um die 12 Grad, durch den trockene Nordwind. Am Ende der ersten Frühlingswoche übernahm ein großes Hochdruckgebiet über Europa die Regie. Sonnenschein und Sternklare Nächte folgten. Tiefstwerte morgens etwas unter 0 Grad, Tageshöchstwerte gingen erstmals dieses Jahre über 20 Grad.
Ende März brachte wieder für diese Jahreszeit zu hohe Temperaturen, womit es der wärmste März seit Aufzeichnung wurde.
Anfang April zog eine Front durch, die Punktuell wieder Gewitter brachte. Ein größere Zelle regnete recht stationär im Raum St.Pölten ab, Ausläufer brachten dann kurzzeitig Stärkeren Regen. In weiterer Folge zogen die südlichen Tiefdruckgebiete nach Osten ab und steuerten si in unseren Raum etwas Regenwolken. Die Temperaturen blieben aber minimal bei 5 Grad.
Die Osterwoche startete mit 24 Grad, aber eine Kaltfront brachte dann Wolken und kühle Witterung. Nach Ostern sanken dann bei durchzug einer Kaltfront und polarer Kaltluft Temperaturen knapp über 0 Grad. Ein starker Frost wurde durch unerwartetes aufziehen einer Wolkenschicht verhindert, in weiten Teilen der Steiermark gab es wieder strengen Frost bis -5 Grade, der auch dieses Jahre wieder extremen Schäden an Obst und Weinbau brachte.
Nach der Kaltfront gabe es wieder Hochdruckeinfluss, der am morgen des 24.4. die Temperaturen kurzfristig auf -1 Grad absinken lies. Danach wurde es wieder recht sonnig und warm, bis eine erneute Front etwas ausgiebigeren Regen brachte. Im Süden Österreichs wurden nach dem trockenen Winter Rekordregen/Schneemengen gemessen. Vor Ende April gab es wieder recht sonniges Wetter, allerdings konnte das die Temperaturbilanz für April auch nicht retten. Dieser April war einer der kältesten und vor allem gab es bis spät in den April Schneefall.

Die erste Maiwoche war schön und relativ warm, die Temperaturen blieben über 5 Grad. Am 10. Mai gab es nochmals Morgenfrost bei -1 Grad, was bei manche Weinkulturen bis zu 25% Ausfall bescherte. Danach tauschte das normalerweise nördlich zu liegen kommende Hochdruckgebiet mit dem normalerweise südlichem Tiefdruckgebiet die Lage und bescherte uns eine Woche mit deutlich über 20 Grad  Tageshöchstwerten und minimal 10 Grad  Morgentemperaturen. Später in der Woche gab es immer wieder Regional kurzen heftigen Regen aus den großen Quellwolken, die sich in der labilen Luft bildeten. Unser Raum wurde dabei immer nur gestreift, so daß es kaum mehr als 1 mm Regen gab.

Engabrunn Historische Wetterdaten 2017

Hier die Auswertung der aufgezeichneten Daten meiner Wetterstation

Jänner 2017 Februar 2017 März 2017 April 2017 Mai 2017

 

Wochendiagramme 2017

KW52 (2016) KW1 KW2 KW3 KW4 KW5 KW6 KW7 KW8 KW9 KW10 KW11 (Frühling) KW12 KW13 KW14 KW15 KW16 KW17 KW18 KW19 KW20

Wetterstatistik 2017

Historische Werte: 2017 – 201620152014

Winter 2016/17

Zu Winterbeginn blieb zunächst die stabile Hochdruckwetterlage bestehen, was zu einer ausgedehnten Inversion im Osten Österreichs führte. Unten die kalte schwere Luft stellenweise bis -7 Grad, mit dichtem Hochnebel und darüber bis 7 Grad! Das führte in einigen Teilen zu Industrieschnee: Die durch die Verbrennung eingebrachte feuchte Luft blieb in der schweren Luft über dem Boden gefangen aus der es beständig schneite. Alles sehr lokale Phänomene, denn andernorts oder höher gelegen Stellen waren schneefrei und teilweise war sogar recht sonniges Wetter.
Kurz vor Weihnachten fegte dann eine Kaltfront vom Atlantik diese kalten Luftschichten weg und es gab Temperaturen bis zu 13 Grad. Im Alpenstau regnete es stärker als bei uns, wo es nur ab und zu leicht, kaum messbare Niederschläge gab. Dann stiegen die Temperaturen bis 26. bis auf fast 13 Grad an.
Ein weitere Störung aus dem Nordwesten brachte dann am 28. bis 9mm Regen bei uns. In den östlichen Alpen teilweise Schnee.
Danach brachte ein ausgedehntes Hoch über Mitteleuropa Sonniges, aber in den Sternklaren Nächten auch tiefe Temperaturen bis Jahreswechsel. Dabei sanken die Temperaturen bis -10 Grad ab. Die Sonne lies dann die Temperaturen am Vormittag dann gegen 0 Grad steigen.
Insgesamt betrachtet war das Jahr 2016 das 4. wärmste Jahr seit Aufzeichnung, die Niederschläge waren in etwa auf einem Niveau von vor 10-20 Jahren, gegenüber der letzten Jahre bei uns gut 20% über den letzten Jahren.

Der Neujahrstag begann nach einer klaren Nacht wieder mit -9,5 Grad recht kalt. Ein sonniger Neujahrstag, und abends bildete sich dann bald Nebel, der die Temperaturen zumindest bis Mitternacht auf nicht mehr als -6 Grad absinken lies.
Stürmischen Wind aus Westen brachte eine weitere Front herein, bei uns blieb es dann bis zum 4.1. Niederschlagsfrei, bis auf ein paar Schneeflocken. Die Temperaturen stiegen bis auf fast 4 Grad an. In der Folge drehte der Wind immer mehr nach Norden, was polare Kaltluft brachte, und leichten Schnee bei -2 Grad morgens am 5.1. In der Nacht vom 7. auf den 8. Jänner schneite es bei -5 Grad ca. 12 cm. Weiterhin blieben die Temperaturen unter 0 Grad. Die abziehenden zwei Tiefdrucksystem brachten dann kalte Luft aus dem Osten. Die Temperaturen sanken dann auf -16,5 Grad. Bei Sonnenschein ging es dann bergauf. Danach stiegen durch eine Warmfront die Temperaturen bis auf +7 Grad. Vielerorts, wo es dabei auch regnete gab es Blitzeis. Hier blieb es zumindest bis späten Abend trocken. Mitte Jänner brachten erneut ein Hoch im Norden und ein Tief im Süden kalte Luftmassen in unseren Raum. Die Temperaturen bewegten sich daher zwischen unter -1 bis -12,5 Grad. Die letzte Jännerwoche blieb es dann trüb und die Temperaturen pendelten um -6 Grad. Damit war Jänner 2017 mit 3 Grad unter langjährigem Mittel der kälteste seit 30 Jahren.
Erst Anfang Februar sorgte ein schwaches Tiefdruckgebiet für teilweise Schnee aber auch viel Glatteis bis die Temperaturen über 0 Grad stiegen.
Dann brachte ein Italientief aus dem Süden Regen, im Kärnten viel Schnee. In weiterer Folge steuerte ein abziehendes Hoch nach Osten wieder Polare trockene Kaltluft in den Osten Österreichs. Bis Mitte Februar blieb es kalt – durchwegs unter 0 Grad. Erst am 17 brachte eine Schlechtwetterfront etwas Eisregen. Davor ware es einige Tage recht klar uns sonnig. In der 3. Februarwoche wurde es richtig warm, bis 18 Grad! Der Meteorologische Winter ging relativ schön zu Ende.

In der ersten Märzwoche stiegen die Temperaturen dann langsam bis auf 15 Grad. In klaren Nächten sanken die Temperaturen aber immer wieder auf unter 0 Grad. In der zweiten Märzwoche brachte eine N-W Front etwas Regen, Die Temperaturen blieben um die 5-10 Grad.
Am 17.3. zog eine Gewitterfront im Norden und Süden vorbei und brachte etwas Regen. Wechselhaft ging der Winter 2016/17 am 20.3. 11:28 zu Ende.

 

Wetterstatistik Engabrunn 2016

2016 Temperatur Frosttage Kalte Tage <10 Sommertage >25 Heiße Tage >30
Jänner 0,04 23 26 0 0
Februar 5,18
8
18
0
0
März 5.91 6 16 0 0
April 10,11 4  3  0 0
Mai 15,16 0 0 4 0
Juni
 19,13 0 0 14 5
Juli  23,10 0 0  25 6
August  18,43 0 0  20 3
September 18,92 0 0  15 2
Oktober 8,87  1 5  0 0
November  3,75  12  26  0 0
Dezember  0,60  24  29  0 0
Gesamt 10,49 78 123 78 16
2016 Regen
mm
Regentage Regen >2mm Regen >20mm Sonnenstunden
Jänner 27,1 17 5 0 175:15
Februar 35,8 14 5 0  210:15
März 23.3 14 2  0   290:15
April 38,2  11  6  0  341:45
Mai 105,2  15 9 1 383:30
Juni 85,7  17 10  1  396:15
Juli  137.8  13  11  3  398:30
August  47,5  10  6  0  344:00
September  15,1  11  4  0  294:00
Oktober  63,2  21  7 1  242:30
November  29,6  23  3  0  172:00
Dezember  15,8  13  2  0  140:15
Gesamt 631 179 70 6 3421:45

 

Wetterstatistik Engabrunn 2015

2015 Temperatur Frosttage Kalte Tage <10 Sommertage >25 Heiße Tage >30
Jänner 2,59 17 27 0 0
Februar 1,81 18 25 0 0
März 5,82 16 10 0 0
April 10,31 5 3 3 0
Mai 14,91 0 0 5 0
Juni 19,34 0 0 19 6
Juli 23,22 0 0 27 17
August 23,1 0 0 22 17
September 14,92 0 0 4 2
Oktober 9,59 2 6 0 0
November 7,16 8 12 0 0
Dezember 3,86 11 19 0 0
Gesamt 11,45 Durchschnitt
77 102 80 42
2015 Regen (mm) Regentage Rege >2mm Regen >20mm Sonnenstunden
Jänner 22,4 13 3 0 155
Februar 8,2 7 2 0 213
März 15,8 10 4 0 292
April 22 9 4 0 346
Mai 54,4 14 6 1 378
Juni 47,8 10 6 0 405
Juli 45,1 13 6 0 416
August 64,1 9 5 1 372
September 41,2 17 6 0 292
Oktober 88,9 16 9 1 233
November 29 17 4 0 199
Dezember 11,8 17 2 0 152
Gesamt 450,7 mm
152 57 3 3453

Engabrunn Historische Wetterdaten 2016

Hier die Auswertung der aufgezeichneten Daten meiner Wetterstation

Jänner 2016Februar 2016März 2016 – April 2016  – Mai 2016  – Juni 2016    –  Juli 2016  August 2016 September 2016   Oktober 2016   November 2016 Dezember 2016 [aktuelle Historische Werte]  / 10 Tage Wettervorhersage]

Wochendiagramme 2016

KW53(2015) – KW01KW02KW03KW04KW05KW06KW07 KW08KW09 KW10 KW11 (Frühling) KW12 KW13 KW14 KW15 KW16 KW17 KW18 KW19 KW20 KW21 KW22 KW23 KW24 KW25 KW26 KW27 KW28 KW29 KW30 KW31 KW32 KW33 KW34 KW35 KW36 KW37 KW38 (Herbst) KW39 KW40  KW41 KW42 KW43 KW44  KW45  KW46  KW47   KW48 KW49 KW50  KW51 (Winter) KW52

Wetterstatistik 2016

Historische Werte: 2017 – 201620152014

 

Winter 2015/16

Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet beendete zum Winterbeginn die trübe Hochnebelwetterlage. Sie steuerte großräumig milde Luft aus Afrika über Spanien nach Österreich. Tageshöchstwerte von 14,5 Grad wurden so erreicht.

Weihnachten 2015 war bei Sonnenschein und 12 Grad, nachmittags ein stärkerer Wind aus Nordwest bis ca 3 bft (21km/h) lies die Temperaturen bis Nachmittag kaum sinken. Er flaute allerdings dann ab, und abends übernahm der normale tageszeitliche leichte Wind aus Südost (die Sonne die nach Westen wandert, erzeugt ja durch Thermik einen leichten Ostwind abends durch Nachsaugen, umgekehrt vor Sonnenaufgang einen Wind in Richtung Morgensonne, falls es keine sonstigen Störungen gibt) und die feuchteren Luftmassen ergaben schnell Nebel, die den recht seltenen Weihnachtsvollmond zudeckten. Der Himmel blieb aber trotzdem recht hell obwohl Mond nicht mehr lokalisiert werden konnte.

So ging es auch am Christtag (25.12.) weiter. Mild und Sonnenschein. Der löste den dichten Boden- und Hochnebel (Sichtweiten um 200m ) gegen 11:00 auf. Auch der Stefanitag (26.12.) war wieder ausgesprochen sonnig und Tageshöchstwerte gingen gegen 13 Grad. Meine 300Wp Solarstromzellen lieferten Mittags bis 130W Strom.

Die Nächte verliefen dann bis auf etwas Nebel recht klar, was die Temperaturen auf unter 0 Grad sinken lies. Durch die Sonne schmolz dann der Morgenfrost aber bei direkter Einstrahlung rasch. So wurden wieder 10 Grad Tageshöchstwert erreicht. Im Osten und Nordosten Niederösterreichs bleib aber der Nebel bis in den Vormittag, mancherorts verging er gar nicht. Dann blieb es unter der Nebelschicht kalt.

In der Nacht von 30. auf den 31.12. lies stärkerer Wind aus Südost mit 7-17 km/h die Temperatur gegen -5 Grad sinken. Durch starke Turbulenzen in der oberen Atmosphäre war aber die fotografische Sicht auf die Sterne etwas getrübt hochliegende leichte Wolken taten ihr übriges. Visuell war es eine Sternklare Nacht mit fallweise bis 4mag Grenzhelligkeit, bis der Mond kam. Die Luftfeuchte ging bis auf 60% morgens zurück, also extrem trocken. So blieb der Himmel bis auf leichte Wolken klar. Meine wilde Katze hat auch dankbar den Tags zuvor durch Sonnenenergie aufgeheizten Platz im Schuppen dankbar angenommen.

Die Statistiken der ZAMG für den Dezember 2015 weisen wieder ein Anzahl von Rekorden auf: Der Sonnigste Dezember, die höchsten Bergtemperaturen, dabei teilweise wärmer als in den Tälern. Niederschlagsmäßig gab es In Wald und Weinviertel nur 25-50% weniger Niederschlag, im restlichen Österreich aber so gut wie gar keinen Regen! Insgesamt war 2015 nach 2014 das zweit wärmste Jahr seit Aufzeichnungen. In Nord und Ostösterreich mit bis zu -40% weniger Niederschlag auch sehr trocken, in Niederösterreich waren es -22% weniger Niederschlag.

Anfang 2016 war dann wieder trübes kaltes Wetter bei Temperaturen zwischen -2 und -7 Grad angesagt. Am 4.1 sorgte eine Nord Westfront für 3-4 mm Schnee. Der früh morgendliche Tiefstwert wurde mit -9 gemessen. Danach gingen die Temperaturen leicht hinauf, aber immer noch deutlich unter 0 Grad, weil es weiterhin nebelig trüb blieb. Auch in der zweiten Woche blieb es trüb und  kalt mit um die -3 Grad. Ein leichte Nordwestfront überquerte in der Nacht von 7 auf 8.1. das Gebiet  und sorgte für leichten Schneefall. Das Rückseitenwetter lies aber wieder einiges an Sonne durch. Rasch stiegen die Temperaturen über 0 Grad. Mit starkem Wind aus Nordwest ginge es weiter, dabei waren auch zwei sehr sonnige Tage dabei, die Temperaturen erreichten tagsüber bei Sonnenschein bis 10 Grad, ansonsten pendelten sie um 5 Grad. Das Tiefdruckgebiet im Norden steuerte dann Mitte Jänner weitere Fronten herein, was zu stärkeren Schneefällen im Westen Österreichs führte. Hier im Osten gingen ein paar leichte Regenschauer nieder, die zogen aber wie meist bei Krems über die Donau hinein ins Tullner Feld. So blieb es hier trocken. Am Morgen des 17.1. brachte eine schmale Wolkenfront, die genau über Engabrunn führte auch etwa 2 cm Schnee. Auch die Sonne kam etwas heraus. die Temperatur stieg von – 3 auf -0,5 Grad. Das lies den Schnee fast wieder verdunsten. Kalte Luftmassen aus Nordosten ließen dann die Temperaturen rasch wieder sinken. Dabei wurden in der Nacht von 19 auf 21.1. eine Tiefstwert von -13,5 Grad erreicht. Kältepol in Österreich war diesmal im Alpenvorland Lilienfeld mit -25 Grad! Tagsüber war es recht sonnig. Auch am Morgen des 22.1. wurden -12,5 Grad Minimum erreicht. Sonnenschein lies die Temperatur dann bis auf -1 Grad am Nachmittag ansteigen. Eine nahende Nordwestfront lies die Nachttemperaturen nicht unter –11 Grad sinken. Samstag  gegen 10:15 begann es zu leicht zu schneien was bis zum Abend ca 10-15cm Schnee brachte. Das entsprach einer gesamt Regenmenge von 3,8 mm. Dabei stieg die Temperatur langsam von -7 auf -4 Grad an. In der Nacht dann mit durchbrechen der Front stieg die Temperatur von -4 Grad innerhalb weniger Stunden bis +5 Grad. Eine weitere Front aus dem Nordwesten ließ die Temperaturen wieder über 0 Grad steigen und es regnete mit 8mm recht kräftig. Die letzte Jännerwoche war dann recht sonnig, die Temperaturen stiegen bis auf 17 Grad.

Der Anfang der ersten Februarwoche wurde dann durch zwei Tiefdrucksysteme, eines im Norden und eines im Süden bestimmt, die immer wieder für etwas Regen sorgte, aber die Temperaturen schwankten nach wie vor bei milden 5-15 Grad. Gegen Wochenende sanken die Temperaturen auf 5 Grad ab.
Die zweite Februarwoche war wechselnd bewölkt bei Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad. Mitte der Woche klarte es einmal komplett auf und so sanke die Minimaltemperaturen bis auf -4,5 Grad ab. Tags darauf verhinderte dichter Nebel weiteres Absinken unter 0 Grad.
Mitte Februar ging es in den Spätwinter. 3 Tiefdruckgebiete um Österreich sorgen für etwas Regen, südlich der Alpen für Schnee. Insgesamt blieben aber bei uns die Temperaturen um 5 Grad.  Am 19.2. regnete dann eine dünne Regenfront die sich von Südost nach Nordost zog aus. Es brachte 18 mm Regen. Danach lies eine Warmfront die Temperaturen bis auf 15 Grad steigen. Der 22.2.2016 brachte dann Temperaturen über 20 Grad!  Nachdem Durchzug der Front gab es dann relativ klare kalte Nächte, wo die Temperaturen bis auf -3 Grad absanken. Unter Tags stiegen die Temperaturen wieder an. Es stellte sich erneut ein Südfön ein, der dann letztendlich Ende Februar, zugleich das Ende des meteorologischen Winters, für reichlich Regen sorgte.
In Summe war es der zweitwärmste Winter seit Aufzeichnungen, und auch einer der feuchtesten. In unserem Raum waren es um 4,5 Grad zu warm und um ca. 180% feuchter.

Die Sonneneinstrahlung ist Anfang März schon kräftig. Meine 300Wp Anlage liefert bei Sonnenschein bereits 200W. Nach wie vor sind aber im Winter die  Sonnenstunden nicht oft und lang genug, von ein paar Ausnahmen abgesehn. Die erste Märzwoche war dann mit maximal 10 Grad wieder relativ kühl. Nordwestwind brachte immer wieder Wolken herein, mit etwas Regen.
Die zweite Märzwoche wurde einmal mehr von zwei Tiefdrucksystemen bestimmt: Ein Tief über  Italien führte Feuchte gegen die Südlichen Bundesländer wo es stark schneite. Das Tiefdrucksystem im Norden steuerte kühle Luft aus Norden bei, was zu etwas Regen führte. Mitte der Woche brachte das abziehende Tief dann zwei relativ klare Tag, die aber in einer Nacht die Temperaturen bis auf fast -5  Grad absinken lies. Dann gab es wieder trübe Tage durch eine Westwetterlage.  Weiterer kräftiger Nordwind sorgte weiterhin dafür, dass die Temperaturen um 5 Grad blieben.

7-8.7.2015 Die heißeste Nacht

Die erste Hitzewelle Anfang Juli 2015 brachte am Ende noch einen Temperaturrekord: Die heißeste Nacht, die je gemessen wurde in Österreich.

Der bislang heißeste Tag 2015 war am 7.7.2015 mit etwas über 35 Grad. Die tiefsten Nachttemperaturen lagen immer um die 15-17 Grad was naturgemäß bei Sonnenaufgang erreicht wurde.

Eine herannahende Kaltfront aus dem Nordwesten sollte die Hitzewelle beenden. Und so kam es, dass in der Nacht zum 8.7. um 2 Uhr morgens die übliche Abkühlung durch das Aufkommen von Südwindwind je unterbrach: Die Temperatur stieg von 22 Grad auf 29 Grad! in Teilen Wiens hatte es um 3 Uhr morgens mehr als 30 Grad!!. Der Morgen startete schon bei 26-28 Grad.

Wetterdaten vom 7.7.2015
Wetterdaten 7.7.2015

Wetterdaten vom 8.7.2015
Wetterdaten 7.7.2015

Man sieht schön, wie zwischen 2 und 3 Uhr morgens die Temperatur in die Höhe schnellte. Der Wind drehte auf Süden. Gegen 10:00 bedeckten dann die Sonne stark und am späteren Nachmittag zog die stärkste Regenzelle hinweg und brachte 10mm Regen und die lang ersehnte Abkühlung auf unter 20 Grad.

Sommer 2015

Der ausgedehnte Kaltluftzustrom aus dem Norden beherrschte auch Anfang Sommer die erste Woche. Die Tiefstwerte bei klaren Morgennächten  erreichte 6 Grad und die Tageshöchstwerte stiegen erst allmählich auf über 25 Grad.

Richtig heiß wurde es dann Anfang Juli. Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet sorgte für Temperaturen von über 30 Grad. Die Tiefstwerte am frühen morgen lagen bei 16 Grad. Die erste Hitzewelle ging dann bis 7.Juli mit Temperaturen bis 35 Grad. Eine Kaltfront aus NW näherte sich und das ansaugen warmer Luftmassen bewirkte 3 Uhr morgens einen eklatanten Temperaturanstieg auf 29 Grad! Es war Österreich weit die wärmste Nacht, die je registriert wurde. Die Kaltfront brachte in Kärnten, Steiermark und Burgenland heftige Unwetter. Bei uns gut 10mm Regen. Danach ginge es etwas unbeständiger mit vereinzelten lokalen Regenschauern weiter. Die Temperaturen blieben zwischen 20 und 27 Grad. Danach gab es die längste Hitzeperiode seit Aufzeichnungen, wobei. Es aber wenigstens nicht die letztjährigen Spitzenwerte erreicht wurden. Ab und zu brachte eine Westfront hier ein paar mm Regen, aber kaum Abkühlung. Kärnten wurde aber zweimal von heftigen Hagelschlägen heimgesucht. Durch das trocken heiße Wetter war die Waldbrandgefahr noch nie so hoch. Gegen Ende Juli wurde es dann normales Sommerwetter: Zwischen einem Italien Hochdruckgebiet und einem Nördlichem Tiefdruckgebiet werden immer wieder feuchte kühlere Atlantikluftmassen von West nach Ost durch Österreich geführt. Damit bleiben die Temperaturen dann um die 25 Grad und ab und zu gibt es etwas Regen. Richtig angenehm, nach der Hitzeperiode.  Es war insgesamt aber ein sehr trockener Juli und der wärmste seit Wetteraufzeichnungen in Österreich.

So wie der Juli endete ging es im August mit einer 3. Hitzewelle weiter. Im Osten Österreichs gab es wieder durchgehend Temperaturen über 35 Grad am Tag. Da es weiterhin nicht regnete, war es so trocken wie nie. Beendet wurde die langanhaltende Hitzewelle am 15.8. gegen Mittag als uns eine Kaltfront erreichte. Im wesentlichen gab es zwei größerer Regenereignisse, die die dann in Summe 54mm Regen brachten. In weiterer Folge blieben die Tagestemperaturen dann um die 25 Grad. Bei sternklaren Nächten kühlte es schon auf  12 Grad ab, wo auch der Taupunkt lag. Es ging dann recht Warm weiter, wenn auch nicht mehr so heiß wie die vorangegangenen Hitzewellen. Die Luft war aber schon sehr feucht, sodass sich Nach Mitternacht Nebel bildetet, der sich erst am späteren Vormittag auflöste. in Summe war es der viertwärmste August und durchgehend einer der trockensten seit Wetteraufzeichnunge des ZAMG. Der meteorologische Sommer ebenfalls durch die 5. Hitzewelle recht heiß.

Am 1.September war dann der letzte Tag der Hitzewelle 2015, wodurch dieser als zweit wärmster Septembertag seit Wetteraufzeichnung verzeichnet wurde. Dann kam es zu einem Kaltfronteinbrauch, der etwas Regen brachte. Kalte Atlantikluft mische sich mit warmen Luftmassen.

In der zweiten Septemberwoche bestimmte dann ein Höhentief östlich von Österreich das Wettergeschehen im Nordosten: Es steuerte immer wieder Wolken herein. So war kam es auch immer wieder mal zu Niederschlägen. Die Nachttemperaturen lagen schon zwischen 5-10 Grad, was natürlich schon zu Nebelbildung führte. Daher erreichten die Tageshöchstwerte kaum über 20 Grad. Dafür war die Sonneinstrahlung schon zu kurz, musste sie doch morgens zuerst den Nebel auflösen. Dann gab der Spätsommer bei einer Föhnlage nochmals richtig Gas: 30 Grad wurden erreicht. Pünktlich zu Herbstbeginn zog wieder eine Kaltfront durch.

 

Hagelschlag 6.5.2015

Am 6.Mai 2015 kam es um 2:00 morgens zu einem heftigen Hagelgewitter. An der Wetterstation wurde kurzzeitig eine Regenintensität von 1200mm/Std angezeigt (wie realistisch das auch immer sein mag …. ), dann hat sich im Sturm der Auffangbehälter gelöst und verkeilt, was ich aber beheben konnte. In meinen alten „analogen“ Regenmesser fanden sich dann so um die 16 mm an Niederschlagsmenge, die Wetterstation hat nur 7 mm Summiert. Andere Wetterstationen hatten zwischen 7 und 30mm. Auch die Wasserauffangtonnen zeigten, dass die Regenmenge gesamt nicht extrem hoch war, aber eben in sehr kurzer Zeit herunterkam.

Der Hagelschlag war noch morgens zu sehen, über Körner bis 4cm wurde berichtet. Sturzbäche schossen die Weinberge herab und es verwandelte sich so manches  Feldern partiell in einen See, was man selbst noch 12 Stunden später sehen konnte.

Der Schaden an den Weinkulturen, vor allem nördlich der Hauptsstraße (Ganslgraben und Satzen)  dürfte praktisch total sein. Die Akazienbäume entlang der Feldwege sind praktisch entlaubt.

Hier einige Vorher/Nachher Bilder:

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 Tränendes Herz
vor dem Hagel
104 Ansichte
Tränendes Herz nach Hagel
Nach dem Hagel
117 Ansichte
Salatbeet
vor dem Hagel
131 Ansichte
Salatbeet
nach dem Hagel
119 Ansichte
Grünkohl
vor dem Hagel
123 Ansichte
Grünkohl
nach dem Hagel
119 Ansichte
Hochbeet
vor dem Hagel
90 Ansichte
Hochbeet
nach dem Hagel
108 Ansichte
Rhododendron
vor dem Hagel
101 Ansichte
Rhododendron
nach dem Hagel
116 Ansichte
Drachenwurz
vor dem Hagel
136 Ansichte
Drachenwurz
nach dem Hagel
122 Ansichte
Weingarten
vor dem Hagel
119 Ansichte
Weingarten
nach dem Hagel
115 Ansichte
Weinrebe
vor dem Hagel
116 Ansichte
Weinrebe
nach dem Hagel
120 Ansichte