{"id":2351,"date":"2018-08-03T13:02:38","date_gmt":"2018-08-03T11:02:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.austrianaviationart.org\/cms\/?p=2351"},"modified":"2018-08-03T13:16:37","modified_gmt":"2018-08-03T11:16:37","slug":"fotogrundlagen-iso-blende-und-belichtungszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.austrianaviationart.org\/cms\/fotogrundlagen-iso-blende-und-belichtungszeit\/","title":{"rendered":"Fotogrundlagen &#8211; ISO, Blende und Belichtungszeit"},"content":{"rendered":"<p>Bei \u00fcblichen Bedingungen und \u00fcblicheren Objektivbrennweiten, schafft es die Automatik der Kamera recht gut, die f\u00fcr den Sensor richtige Anzahl an Lichtteilchen (Photonen) auf den Sensor zu lassen. Die sehr gute Antiwackelfunktion erweitert heute diesen Bereich nochmals stark, sodass man auch erst sp\u00e4ter den Punkt erreicht, dass man ansteht.<\/p>\n<p><strong>ISO:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ist ja an sich klar, die &#8222;Empfindlichkeit&#8220;. Aber es wird nur das Signal verst\u00e4rkt, das die Photonen am Sensor ausl\u00f6sen. Wenn es sehr wenige sind, dann ist dieses Signal in dem Bereich des Rauschens.<br \/>\nDaher muss man trachten, so viel Licht zu sammeln, dass man deutlich \u00fcber diesem Rauschen liegt, aber auch nicht so viel, dass man die &#8222;Sensor K\u00fcbelchen&#8220; \u00fcberf\u00fcllt.<br \/>\nDas Rauschen kann man an sich nur mit der Temperatur beeinflussen. Da wir keine Chipk\u00fchlung haben, sollte man halt alles daransetzten, um den Sensor und die Elektronik so k\u00fchl wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<p><strong>Wichtig zu merken: <\/strong><br \/>\nEine Verdoppelung der ISO bedeutet man brauch nur die halbe Menge Licht und damit die halbe Belichtungszeit.<\/p>\n<p><strong>Blende:<\/strong><\/p>\n<p>Sie ist \u00fcblicher weise unser Gestaltungsmittel in der Fotografie denn: Kleine Blende (=gro\u00dfe Zahl) erh\u00f6ht den Bereich der Sch\u00e4rfe, gro\u00dfe (kleine Zahl) reduziert den Bereich der Sch\u00e4rfe erheblich.<br \/>\nWer schlecht sieht, sieht deshalb im Hellen viel besser, weil unsere &#8222;Blende&#8220; im Auge die Iris zugeht.<\/p>\n<p><strong>Wichtig zu merken:<\/strong><br \/>\nEine Blende zu (Zahl wird h\u00f6her) l\u00e4sst nur die halbe Lichtmenge durch. Bedeutet also man ben\u00f6tigt die doppelte Belichtungszeit. Oder bei gleicher Belichtungszeit muss man die ISO verdoppeln um das zu kompensieren.<br \/>\nDie Blendenreihe ist aber nicht proportional: Hier die Reihe zwischen deren Werte immer ein Verdoppelung ist:<\/p>\n<table class=\"wikitable\">\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#909090\">\n<td>1<\/td>\n<td>1,4<\/td>\n<td>2<\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>5,6<\/td>\n<td>8<\/td>\n<td>11<\/td>\n<td>16<\/td>\n<td>22<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Also wenn ich bei F\/2\u00a0 1 Minute belichten muss, braucht es bei F\/4 4 Minuten &#8211; es sind zwei Blenden unterschied.<br \/>\nSehr kleine Blenden f\u00fchren dann allerdings wieder zu beugungsbedingter Unsch\u00e4rfe. \u00dcblicherweise erreicht ein Objektiv seine beste Sch\u00e4rfe wenn man es um 1-3 Blenden abblendet.<\/p>\n<p>&#8230;weniger wichtig zu merken, weil man sieht es sogleich, wenn man lichtstarke Objektive anschaffen will: Je licht st\u00e4rker die Objektive, desto gr\u00f6\u00dfer und schwerer werden die Objektive (das hat mit Physik zu tun und kann man nicht beeinflussen). Wenn sie dann auch noch h\u00f6chste G\u00fcte bei Offenblende haben sollen, auch \u00fcberproportional teuer. G\u00fcnstige Optiken werden erst gut, wenn man sie stark abblendet.<br \/>\nOlympusobjektive sind telezentrisch da sind wenigstens auch die &#8222;Konsumerlinsen&#8220; bei Offenblende recht Randscharf.<\/p>\n<p><strong>Belichtungszeit:<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDer Sensor braucht ja eine gewisse Anzahl von Lichtteilchen. Bei der angebotenen Lichtmenge die da auf den Sensor trifft durch die Optik braucht es dann diese Zeit um diese Menge zu bekommen.<\/p>\n<p>Wenn sich das Motiv nicht bewegt liegt es an uns, ruhig zu halten dass man nicht verwackelt. Fr\u00fcher bei Kleinbildfilm (KB) hat man gesagt: 1\/Brennweite ist die minimale Zeit die man ben\u00f6tigt, damit man nicht verwackelt.<br \/>\nAlso bei 300mm Tele (das an einem FT Sensor einem 600mm Objektiv am KB entspricht) sollte man nicht unter 1\/600 Sekunde gehen. Unsere Sensoren sind aber bei weitem feiner, als damals die Fotofilme waren. Daf\u00fcr haben wir aber eine Antiwackeleinrichtung die da sagen wir einem Unge\u00fcbten gut 3 Blenden (also 3x so lange) bringen. Also 1\/200 sind m\u00f6glich, mit sehr viel \u00dcbung auch wesentlich mehr. Es ist da aber letztlich eine Sache, wie viel Unsch\u00e4rfe durch Verwackeln man akzeptieren will.<\/p>\n<p>Die Belichtungsautomatik ist normalerweise so eingestellt, dass sie \u00fcber den Sensor verteilt das Licht misst, und die Bildmitte mehr ber\u00fccksichtigt um zu berechnen, wie lange man belichten muss.<br \/>\nBeim &#8222;P&#8220; (Programmautomatik) versucht die Kamera die Zeit so einzustellen, dass man vom Verwackeln her auf der sicheren Seite bleibt und wird die Lichtmenge dann \u00fcber die Blende steuern.<br \/>\nWenn man durch den &#8222;S&#8220; Modus die Zeit vorgibt, wird die Kamera \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Blende die Lichtmenge regeln. Beim &#8222;A&#8220; Modus, wo die Blende vorgegeben ist wird die Kamera die Zeit anpassen.<\/p>\n<p>Ist es dunkel, und man will kleinen Objekterichtig belichten, braucht man also Punktbelichtungsmessung. Bei sehr kleinen Objekten wird das auch nicht mehr funktionieren, die Kamera misst zu viel dunkles, daher wird sie als Ausgleich zu hell belichten. Unsere kleine Objekte sind viel zu hell und fressen aus.<br \/>\nUmgekehrt zu helle Umgebung geht nat\u00fcrlich auch, und produziert zu dunkle Objekte.<br \/>\nEin schnelle Methode ist dazu mit +- Blende das zu korrigieren. Das wird an \u00fcblichen Fotosituation passen, aber bei sehr kleinen Bildberichen, die man anmessen will oft nicht mehr. Denn: Man m\u00fcsste beim zweiten Bild genau den selben Punkt treffen. Ist man da nur ein kleinwenig daneben und da ist es viel heller oder dunkler, wird sich ein andere Wert ergeben, auf dessen Basis dann die Belichtungskorrektur ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die einzige M\u00f6glichkeit diese Belichtungsautomatik zum umgehen ist der M (manuelle) Modus:\u00a0 Da gibst Du selbst die Zeit und Blende vor. Durch Probebelichtungen kannst Du dich dann herantasten, dass die Belichtung stimmt.<\/p>\n<p>In Extremsituationen wird man eben schnell die eine oder andere Grenze erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei \u00fcblichen Bedingungen und \u00fcblicheren Objektivbrennweiten, schafft es die Automatik der Kamera recht gut, die f\u00fcr den Sensor richtige Anzahl an Lichtteilchen (Photonen) auf den Sensor zu lassen. Die sehr gute Antiwackelfunktion erweitert heute diesen Bereich nochmals stark, sodass man auch erst sp\u00e4ter den Punkt erreicht, dass man ansteht. 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