Die richtige Belichtung

Wie in der Fotografie auch, ist das Ausgangsmaterial entscheidend für ein gutes Bild. Aus einem falsch belichteten Bild kann man zwar noch versuchen durch Bildbearbeitung einiges zu retten oder besser: kaschieren, aber es erfordert sehr hohes Können.

Leider ist der Himmel meist nicht von bester Qualität, aber man kann zumindest bei der Standortwahl schon einiges berücksichtigen. Möglichst nicht über Lampen hinwegfotografieren oder Dächer. Ersteres verursacht unbeherrschbare Helligkeitsgradienten im Bild, letzteres kann durch aufsteigende Wärme zusätzliches „seeing“ (flimmern der Luft und damit stärker herumtanzende Sterne) bewirken.

Wichtig für uns: Um einen möglichst großen Kontrastumfang aufs Bild zu bekommen so zu belichten, dass im Histogramm der Buckel an der dunklen Seite deutlich vom (meist) linken Rand wegkommt. Er repräsentiert die vielen Pixel des Himmelshintergrund. Alles was heller ist, einige Sterne halt meist, sind in ein paar hellen Pixel die dann auch rechts (die helle Seite) oft  nicht mal sichtbar sind zu finden.
Ist der Himmel heller, wandert der Histogrammbuckel immer weiter Richtung hell. Wenn das zu weit wird, vergibt man Dynamik. Es steht ja nur noch der restliche Teil für Objektinformationen zur Verfügung.

Natürlich fotografieren wir nicht in JPG sondern in RAW der Kamera. Heutige Digitalkameras haben ca. 12 Bit Farbtiefe.
Ein JPG Bild aber nur 8 Bit Tiefe. Mit 8 Bit hat man gerade mal 256 Abstufungen (2^8) zwischen Dunkel und Hell. Bei  Farbbildern hat man ja 3 Farben: Rot/Grün/Blau = RGB das ergibt dann die besagten 16,77 Mio Abstufungen. Klingt viel, ist es auch, denn für unsere Auge reicht das vollkommen aus.
12 Bit bedeuten schon 4096 Abstufungen (8*2*2*2*2). Das bedeutet schon ein gewaltiger Anstieg der Dynamik!
Merke: Jedes Bit mehr bedeutet: Man kann bei einem gerade gesättigten Pixel doppelt so lange belichten, ohne dass es ausbrennt.

Das bedeutet aber auch, wenn man hinterher, wenn viele Bilder addiert werden, dass man bald nicht mehr mit einem 16 bit Format auskommt, sondern dann mit 32 Bit Fileformat arbeiten muß.  Bei TIFF ist man ja in der Farbtiefe an sich nicht begrenzt, aber nur wenige Programme können mit 32 bit TIFF umgehen. Speziell in der Astrofotobearbeitung hat sich da das FITS Format durchgesetzt. Am Ende der Bearbeitung reduziert man dann das Bild wieder auf das übliche JPG.

Vom fixen Fotostativ wird man aber schnell merken: Man kann, abhängig von der Brennweite nur im Sekunden Bereich belichten, ohne dass die Sterne merklich zu Eiern oder Strichen verformt werden. Bedingt durch die Erdrotation. Dabei ist die Geschwindigkeit bei den Himmelspolen am langsamsten, am schnellsten beim Himmelsäquator.

Als Anhaltspunkt:
Beim Olympus Extremweitwinkel 7mm (=14mm KB) ist gerade noch eine Belichtungszeit von 15-20 Sekunden möglich, ohne dass Sterne in die Länge gezogen werden! Bei weniger Weitwinkel entsprechen viel kürzer! Einfach probieren, wie weit man gehn kann / will.

Um also mehr benötigtes Licht in dieser Zeit auf den Sensor zu bringen gibt es nur ein paar Möglichkeiten: Lichtstärkere Optik oder höhere ISO. Für einen Einstieg und Sternenfelder zu fotografieren um in aller Ruhe dann am Bild den Sternenhimmel kennen zu lernen, reicht das.

Porbatestes Mittel aber ist eine Nachführung, wie z.b. der SkyWatcher „StarAdventurer„. Wenn man mal die Hürden einer genauen Ausrichtung überwunden hat, kommt man da je nach Brennweite auf jeden Fall auf 2 Minuten Belichtungszeit. Bei ISO800 und F4 ist das Zentrum der Andromeda Galaxie gerade noch nicht überbelichtet.

Hat man jetzt ein gut belichtetes Bild (Sterne rund, Histogrammbuckel im Dunkeln Bereich bei 20-30% und der hellste Teil gerade noch nicht ausgebrannt) zustande gebracht, macht man davon möglichst viele.

Die werden dann hinterher zusammengerechnet (gestackt).

 

 

Beobachtungsnacht 1.7.2016

Eine sternklare Mondlose Nach kündigte sich an. Seeing war wieder gegen 5. Mit 19 Grad nach 23:30 war es relativ warm und die Luftfeuchte lag auch schon bei 92%.
Mit dem Newton und der modifizierten E-PL6 fotografierte ich den Hantelnebel (M 27). 20 Bilder mit ISO800 zu je 4 Minuten brachte ich am Objekt zusammen, dann zog ein großes Wolkenfeld auf.  Die Luftfeuchte von 95% hinterlies am Sucherfernrohr schon viel Beschlag, aber ein hellerer Stern im MGen war noch soweit zu sehen, dass die Nachführung ordentlich klappte. SQM war 20,75.

160701 M27 Hantelnebel / Dumbbell Nebula

Huckepack war am Teleskop die E-PL7 Kamera mit dem mFT75/1.8 befestigt. Die schwenkte ich hinunter zu Altair im Sternbild Adler, um die E-Dunkelwolke abzulichten. Da verwendetet ich F 3,2 bei ISO400. 19 Bilder mit ebenfalls 4 Minuten, ausgelöst durch den MGen konnte ich verwenden:

E-Nebel (Dunkelnebel Barnard 142/143) und Altair (Sternbild Adler/AQL):

160701 E-Nebel und Altair (Aql)

Fotografiert habe ich den Aufbau mit dem FT7-14mm am Fotostativ bei 15 Sekunden. Wie man sieht, kann man bereits da mehr Sterne auf diesem Exteremweitwinkelbild erkennen, als man oft sehen kann:

160701 Beobachtungsnacht 1.7.2016
160701 Beobachtungsnacht 1.7.2016

Hier ein Ausschnitt aus dem obigen Bild:

160701 Beobachtungsnacht 1.7.2016

 

LEO – Löwe

160317 Sternbild Löwe / LEO

160317 Sternbild Löwe / LEO

Anfang Frühling steht der Löwe im Süden hoch oben. Ein sehr großes Sternzeichen, relativ leicht zu erkennen, wenn man sich mal eingesehen hat. 2016 steht unterhalb gerade der Jupiter. Vor dem Löwen ist das eher unscheinbare Sternbild des Krebs, auf der anderen Seite kommt dann schon das Sternbild der Jungfrau.

Durch den Hauptstern Regulus ( α Leonis) führt die Ekliptik, also kommt es  immer wieder zu nahen Begegnungen mit den Planeten und dem Mond, wo auch  Bedeckungen relativ oft vorkommen.

Regulus ist mit 77,5 LJ recht nahe, daher ist er mit mag 1,36 recht hell.

Im Sternbild befinden sich einige markante Galaxien. Ein der schönsten Ansammlungen ist wohl das „Leo Triplet“

170226 Leo Triplet (M66, M65 und  NGC3628)

M65 (ro) M66 (ru) stehen in ca 30 Mio LJ Entfernung, NGC3628 (l) ist 38 Mio LJ weit weg. Sie ist eine Edge-On-Galaxie, man sieht also genau auf die Kante der Spiralarme. Der Durchmesser ist 165.000 Lj.

Wenn man links die „Hamburger Galaxie“ NGC3628 genauer durchsieht, kann man Quasare finden, die um die 10 Mrd LJ ! weit weg sind:

170226 Quasare hinter NGC3628 / Hamburger Galaxie

die Zahlen im Bild ist die Entfernung in Milliarden Lichtjahren.

Hier das Leo Triplet mit dem 135mm Samyang

170226 Leo Triplet (M66, M65 und  NGC3628)

(in größer auf AstroBin)

M96 und M95

170326 M96 und M95

(in größer auf AstroBin)

Beobachtungsnacht 27.2.2016

Eines der seltenen Wolkenfenster ergab vor Mondaufgang die Möglichkeit, einige Photonen zu sammeln. Nordwind kämpfte gegen Südföhn an, der dann gewann und langsam eine  Wolkenschicht einen relativ ungetrübten Blick verwerte. Seeing war bei 4-5. Das Skyqualitymeter (SQM) zeigte zwischen 19,7 und 20,4 an. Die Temperatur blieb bei 2 Grad und die Luftfeuchte war mit 76-80% auch im grünen Bereich. Die um die 5 km/h Nordwind störten machten sich an meiner stabilen Montierung nicht weiter bemerkbar.

Zunächst versuchte ich, weitere Daten am M42, dem Orionnebel zu gewinnen. Diesmal die kurzen Belichtungszeiten, also max. 60 Sekunden bei ISO200 bis hinunter auf 2 Sekunden. Mal sehn, ob ich damit meinen ersten HDR Versuch weiter aufpeppen kann.  Eine dünne Wolken/Nebelschicht im Süden wirkt sich hier hoffentlich nicht weiter störend aus.

Bei den 60 Sekunden Belichtungen lief der zweite Fotoapparat mit dem mFT 75/1.8er mit und war auf die Umgebung der Gürtelsterne des Orions gerichtet.

Den Orion musste ich dann abbrechen, weil ich schon in die Nähe des Lichtkegels der Etsdorfer Kirche kam, der in den Himmel zeigt! Er hat eine Ausdehnung vom Orion bis Aldebaran, umfasst also ein recht weites Feld.

So ging ich dann etwas weiter Südöstlich zurück, auf NGC2264 im Einhorn (Mon) den Weihnachtsbaumhaufen wo auch der Konusnebel sein sollte. So recht konnte ich nicht erkennen wo ich war, das Teleskop vergrößert auch hier zu stark. In diesem Bereich gibt es aber schwache Emmissions- und Reflexionsnebel die ich vielleicht ansatzweise am Foto sehen kann.

Es stellte sich aber beim Ausarbeiten schnell heraus: Ich erwischte NGC2246…und das ist ein Teil des Rosetta Nebels. Ich muss also besser aufpassen bei den Zahlen.

Mit dem mFT 75/1.8 belichtete diesen Bereich mal mit. Bis ich wieder in den Lichtkegel der Etsdofer Kirche kam, zusätzlich wanderten schon gut sichtbare Wolkenschichten aus dem Süden herein:

160227 Orion wide

Da es im Nordosten noch klar und mit SQM 20,4 herum auch dunkel war, ginge es auf das M81, M82 Duo, ziemlich mittig am Weg  zwischen dem hinteren Teil des Großen Wagens Richtung Polarstern.

Nach 6 Bildern zu 4 Minuten musste ich dann abbrechen, weil schon zu starke Wolkenfelder aus Nordwesten hereinzogen:

160227 M81 & M82 Widefield

TAU – Stier

Das Sternbild Stier (Taurus, TAU), durch den orangen Stern Aldebaran rechts oberhalb des Orion ist auch leicht zu finden. Sehr markant ist auch die Ansammlung der Sterne der Plejaden

161202 TAU - Sternbild Stier (Taurus)

161202 TAU Sternbild Stier

161202 TAU Sternbild Stier

Sterne am Bild
A:Aldebaran, H1/H2: Hyadum I u. II, Al:Alnath Ai:Ain

Markante Objekte
M1: Krebsnebel  M45: Plejaden / Siebengestirn

Durch die Plejaden und Hyaden beim Kopf des Stiers geht die Ekliptik. Auf dieser Linie durchwandern unsere Sonne und Planeten sowie der Mond den Himmel. Seit 1990 steht hier die Sonne zur Sommersonnenwende. Umgekehrt: Genau zu Weihnachten stehen sie am höchsten am Wintersternhimmel. Es ist Frühling, wenn sie abends im Westen verschwinden. Daher kommt es auch öfter mal zu einer Aldebaranbedeckung durch unseren Mond.

Die Plejaden – M45:

161004 M45 -Plejaden

Sie leuchten durch den schwachen Merope Nebel. Er ist blau, weil es nur das Licht der Sterne reflektiert. Es ist kein heißer Stern in der Nähe, der das Gas ionisiert.
Mit 2 Grad füllen sie 4x die scheinbare Fläche des Mondes oder Sonne. Von uns sind sie ca 400 LJ weit weg, also sehr nahe.

Krebsnebel – M1

160129 M1 - Krebs Nebel

Am 11. April 1054 und später berichten verschiedene Kulturen über einen Stern neben der Sonne. An dieser Stelle steht heute der Krebsbebel. Er dehnt sich noch immer mit 1500 km/s aus. Er ist ca. 6300 LJ von uns weg. Zurückgeblieben im Inneren ist ein Neutronenstern, der durch die extremen Magnetfelder starke Synchrotronstrahlung aussenden.  Der Ursprungsstern dürfte 1-5 Sonnenmassen gehabt haben.

Charles Messier, ein Kometenjäger im 18 Jhd. hat immer wieder Objekte gesichtet die ähnlich aussehen, aber offenbar keine sind. Deshalb hat er dann einen Katalog angelegt, dessen erster Eintrag dieses Objekt war:  M1 war (Messier Katalog Nr.1) Heute umfasst der Katalog 110 Objekte.

Wintersternhimmel: ORI-TAU-AUR-GEM-CMi

Der Wintersternenhimmel ist relativ leicht zu erfassen, denn  mit dem Orion hat man einen guten Ausgangsbasis:

160212 Wintersternbilder

160212 Wintersternbilder

Der Himmelsjäger Orion (ORI), mit hoch erhoben linken Arm mit Schwert und rechts das Schild gegen den Stier (Taurus, TAU). Durch die Gürtelsterne geht der Himmelsäquator. Unterhalb des Gürtels, das Schwertgehänge, wo man den Orionnebel (M42) findet. Sehr auffallend links oben der Rote Überriese Beteigeuze und gegenüber unten ein blauer heller Riegel.

Links unten des Orion steht der hellste bei uns sichtbare Stern:  Sirius im Großen Hund (Canis Maior, CMa). Weiter links aber oberhalb, der helle Prokyon im kleinen Hund (Canis minor, CMi). Darüber sieht man zwei helle Sterne: Die markanten Sterne des Sternbild Zwillinge (Gemini, GEM): Pollux und Castor.

Hoch im Zenit glänzt Capella, einer der hellsten bei uns sichtbaren Sterne, im Sternbild Fuhrmann (Auriga, AUR). Capella sieht man bei uns praktisch immer, im Sommer tief am Nordhorizont.

Das Sternbild Stier ist auch recht leicht zu sehen: Der Wuchtige Körper, dessen eine Grenze das Siebengestirn, die Plejaden (M45) bilden. Beim orangen hellen Aldebaran ist der Kopf, den die Hyaden, eine lose Sternhäufung bilden. Links die beiden Sterne sind die zwei Hörner. Hier steht einer der berühmtesten Himmelsobjekte, wenn auch mit mag 9 sehr dunkel: Der Krebsnebel (M1) der Überrest einer Supernovae vor 1000 Jahren.

Die schwache Wintermilchstraße durchzieht links des Orion das eher unscheinbare Sternbild des Einhorn (Monoceros. MON). Das größte Objekt mit vielen scheinbaren Monddurchmessern ist der Rosettanebel (NGC2244), als RO eingezeichnet. Daneben gibt es da noch passend zur Jahreszeit den Weihnachtsbaum und vieles mehr.

Der Rosetta Nebel (135mm Objektiv)

170302 Rosetta Nebel - MGC2244

Weihnachtsbaum Haufen

161229NGC2264_12LI8007D_sDSe_ACDNR_HT_clone

 

 

 

Beobachtungsnacht 12.2.2016

Wieder war der schon etwas höher stehende Mond mit gerade mal 3 Tagen Alter ein Ziel. Ein Crop aus dem Original ohne viel Bearbeitung der das Mare Crisium (Meer der Gefahren) zeigt, lässt schon leicht Krater von 12km Durchmesser erkennen:

160212_Mond Mare Crisium (crop)

Ich probierte auch erstmals meine zwei IR Filter aus. Allerdings habe ich die nur für das ED75/1.8. Man kann jedenfalls damit schon Bilder machen. Auch  helle Sterne kann ich am Liveview erkennen. Das ist ja schonmal was! Das natürlich nur bei meiner Modifizierten E-PL6, die ja auch im IR empfindlich ist.

Bis es dann wirklich etwas dunkler war, habe ich das Teleskop auf NGC2244 den Sternhaufen im Helixnebel gerichtet.

160212 NGC2244 Rosetta Nebel

Da großflächig  immer wieder Wolkenschichten durchzogen versuchte in mit dem ED1260 widefield bei 12mm (KB:24mm, Bildwinkel:84 Grad) Bilder der Wintersterne zu machen.

Ich wollte dann schon abbrechen, aber es klarte dann auf und so machte ich noch mit der normalen unmodifizierten Kamera ein Detailbild der Plejaden (M45), das  bekannte Siebengestirn im Sternbild Stier. Leider war dann bei 8×4 Minuten Schluß:

160212 Plejaden - M45

 

 

Beobachtungsnacht 11.2.2016

Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig das Mondkipferl zu fotografieren:

160211 Mond

Da war der Mond gerade mal 2 Tage alt. Zusätzlich noch im Minimalabstand zur Erde.  Im Sommer geht das kaum, weil es um diese Zeit noch hell ist. Da verliert man dann schon viel Kontrast.

In der Hoffnung doch noch etwas mehr an Belichtungszeit an den Wintersternbildern zusammenzubringen, bevor das Mondlicht zu stark stört, versuchte ich den Pferdekopfnebel:

160211 Pferdekopfnebel -  LDN 1630

Natürlich lief auch ein zweiter Fotoapparat mit: Mit dem 75/1.8  links der Gürtelsterne des Orion. Da ist schon das Sternbild Einhorn (Monoceros, Mon), durch das sich die im Winter schwache Milchstraße zieht. Hier findet sich der sehr große, aber schwächere Helixnebel. In diesem ist NGC2244 ein schöner Sternhaufen eingebettet.

160211_Monoc75mm_RGB_7x4I800

All zu lang war aber auch nicht möglich, immer wieder zogen leichte flächige Wolken durchs Bildfeld, bis es dann sowieso unmöglich war.

Astrogarten Engabrunn

Meine Astronomischen Beobachtungen mach ich in Engabrunn. Ca. 2 km nördlich des Schloss Grafenegg.

Dazu habe ich mal eine öffentliche Gruppe auf Facebook eröffnet:
Astrogarten Engabrunn

Da ich ja immer schon Olympus Kameras benutze habe ich speziell für die Astrofotografie mit Olympus Kameras eine öffentliche Facebook Gruppe eröffnet:
Oly-Astrofotografie

Ich freue mich auf einen Besuch !

 

Beobachtungsnacht 29.1.2016

Wie immer im Winter, die Zahl der Beobachtungsstunden unter guten Bedingungen sind dünn gesät. Bei Vollmond geht nicht viel, es war auch mit -12 Grad bitter kalt, und wenn es wärmer ist, verhindert meist ein zäher Bodennebel die Sicht.

Am 29.1.2016 waren es aber bis ca 22:00 klar, bis dann wieder Wolken und Luftfeuchte weiteres verhinderte. Der Mondaufgang war kurz nach 22:30 angesagt, was sowieso weitere Deep Sky Beobachtungen verhindert hätte.

Vieles musste erstmalig probiert werden – so mein erstes Setup:

160129 Setup1

Das Sternbild des Stier (Taurus/TAU) stand auf meiner Wunschliste. Daher war die E-PL7 mit dem Sigma 30/2,8 (Bildwinkel: 40 Grad) der Artserie auf das Sternbild gerichtet. 15×4 Minuten brachte ich da an Belichtungszeit zusammen. Man sieht schon etwas die Molekülwolken die das Sternbild durchziehen.

160129 Stier / TAU 30mm

(in groß inkl. Beschreibung auf Astrometry)

Die modifizierte E-PL6 war am Teleskop und gegen den Krebsnebel (M1) gerichtet, ebenfalls im TAU zu finden. Der M1 hat höhere Anteile an H-alpha Licht, und einen Versuch ohne modifizierte Kamera habe ich mit mäßigem Erfolg ja schon vor ein paar Monaten probiert.
Der Krebs Nebel mit der modifizierten Kamera – 16×4 Minuten bei ISO400:

160129 M1 - Krebs Nebel

(in groß auf auf AstroBin)

Danach ging es zum Orion, der größte bei uns sichtbare Nebel, mit viel H-alpha Licht und einer der aktivsten Sternentstehungsgebiete. Da der Helligkeitsunterschied sehr hoch ist, habe ich 2 Serien gemacht. 9×4 Minuten bei ISO400 und 6×4 Minuten mit ISO200, dann hat es zugezogen….

160129 M42 - Orion Nebel (HDR)

Parallel dazu war die Kamera mit dem mFT 75/1.8 auf den unteren Teil des Orion gerichtet. Mit den umgerechnet 150mm KB Brennweite (Bildwinkel: 20 Grad) geht sich der Bereich unterhalb der Gürtelsterne bis hinunter zum Rigel (rechter unterer heller Stern) und dem linken unteren hellen Stern (Saiph) des Orion gerade noch aus:

160129 Orion

Hier das Setup:

160129_Setup2

Am Comakorrektor/Flattener des Teleskops war ein 2″ Filter (Optolong UV/IR Cut 400-700nm) geschraubt, sodass störendes langwelligeres Infrarot (>700nm) nicht den Sensor der offenen modifizierten E-PL6 erreichen konnte. Belichtet wurde jeweils 4 Minuten lang. Einen eventuellen Nachführungsfehler korrigierte der MGen.