SoFi 11.8.1999

Meine erste Sonnenfinsternis

Eine totale Sonnenfinsternis ist wohl das eindrucksvollste astronomische Erlebnis, dass man machen kann und vor allem: Man sieht es selbst so, wie es immer Abgebildet wird: Sie Bei der absoluten Bedeckung flammt der Rand der Sonne auf und leuchtet. Ein unheimlich schönes Erlebnis!

Bequemer weise fand sie unweit meiner Heimatgemeinde statt. Ich erlebte sie auf einer Bergstrasse am Rohrer Sattel in Niederösterreich. Neben uns waren auch noch ein Holländisches Paar am Parkplatz. Pünktlich zur Finsternis riss auch die Bewölkung auf, Glück muss man auch haben.

Ich hatte mein Olympus OM-4Ti mit dem OM Zuiko 300mm am Stativ und machte auf einen 100 ISO Farbdiafilm eine Serie:

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Nur 7 Jahre später war die nächste die ich mir gönnte: Am 29.3.2006 in Side, östlich von Antalya, an einem Hotelstrand.

Unsere Sonne

Sun Spots
Sonne mit Sonnenflecken

Das ist unser nächster Stern, die Sonne. Diese Bild entstand am 24.8.2014 und zeigt einige Sonnenflecken. Die Erde im Vergleich ist in etwa so groß wie ein größerer hier sichtbarer Fleck. Je aktiver die Sonne, desto mehr Flecken sind zu sehen. Temperatur mäßig hat die hier sichtbare „Oberfläche“ 6000 Grad, die Flecken habe im Inneren nur 4000 Grad Celsius. Derzeit sollte die Sonne wesentlich aktiver sein, aber offenbar schläft sie derzeit. Das bewirkt an sich eine Abkühlung der Erde. Gerade gutes Timing, denn der Mensch heizt derzeit unserem Planeten ein wie nie zuvor!

Die Sonne selbst wird mittlerweile intensiv überwacht: Sonnensturm.infoSonne-aktuellSOHO – aktuelle BilderSonne aktuell

SoFi 29.3.2006

Eine totale Sonnenfinsternis ist wohl das eindrucksvollste astronomische Erlebnis, dass man machen kann. Ich durfte bisher zwei miterleben. Meine erste Totale am 11. August 1999 in meiner Heimatgemeinde und am 29.3.2006 in Side, östlich von Antalya, an einem Hotelstrand.

Zunächst wird es düster, Tiere in der Umgebung verhalten sich wie gegen Abend und suchen Schlafplätze auf. Dann geht alles sehr schnell: Eine Dunkelheit die mit zweifacher Schallgeschwindigkeit auf einen zu rast. Venus und Merkur werden sichtbar. Dann die Minuten der absoluten Verdunklung der Sonne durch den Mond. Es wird fahl dunkel, die Sonnenkorona leuchtet auf. Eine unbeschreibliche Stille breitet sich aus, die Welt scheint den Atem anzuhalten! Mir kommt unweigerlich der unheimliche dunkle Ton des Filmes „Die Unheimlichen Begegnung der 3.Art“ in den Sinn. In welche Ängste musste dieses surreale Geschehen die Unwissenden vor tausenden Jahren wohl gestürzt haben?

Zum dokumentarischem Teil:

1999 hatte ich noch eine analoge Olympus OM4Ti mit Olympus Zuiko 300mm f4.5 Teleobjektiv. Gerade mal 2 Wochen vor der Sonnenfinsternis 2006 waren die ersten Olympus E-330 Digitalkameras erhältlich und ich bekam das letzte lagernde Stück. Sie war deshalb so schnell vergriffen, weil sie die erste Spiegelreflex war, die Live view bot: Unumgänglich zum präzisen Scharf stellen. Als Objektiv diente das auch heute immer noch kaum zu topende Pro Konsumer Tele: ED50200 mit EC14, einem 1,4x Telekonverter. Umgelegt auf Kleinbild Brennweite sind das 560mm Brennweite! Die 3 Minuten waren viel zu schnell um!

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SoFi 20.3.2015

Bei schönstem Wetter fand am 1. Frühlingstag eine partielle Sonnenfinsternis statt. Bei uns war das Maximum der Bedeckung 63%.

Hier mein übliches Setup für die Sonnenfotografie mit Sonneschutzfilter vor dem Telsekop: Setup SoFi 2015

Der einzig größere Sonnenfleck (Nr:2303) wurde auch vom Mond abgedeckt: SoFi 2015 - Sonnenfleck 2303

Bei der Maximalen Bedeckung um 10:45 Maximum der Bedeckung SoFi 2015

Am Unteren Rand befinden sich am Mond größere Berge, welche man bei genaueren Hinsehen am Rand erahnen kann: SoFi 2015 - Mondberge

Auch an der Sonneneinstrahlungssensor an meiner Wetterstation sah man deutlich eine Verringerung: Beim Maxium wurden anstatt ca. 550 W/m2 nur noch 200 W/m2 gemessen:

 
Wetterwerte 20.3.2015