Sommersternhimmel: Perseus – Kassiopeia

Ein Blick auf den Sternenhimmel am 1. August, mit Blick Richtung Nord/Nordost. 1 Bild mit 7mm Optik  (14mm KB) und 1/15sec vom Fotostativ:

160801 Sternhimmel August N/No PER-CAS-UMI

Etwas rechts der Bildmitte erkennt ihr das charakteristishe W der Kassiopeia (CAS). Bildmitte hinunter ist der Perseus (PER)

Wer zumindest den großen Wagen/Bäeren kennt: Die Kassiopeia findet man ca gegenüber großen Wagen, der im Sommer schon im Nordwesten steht.
Hier die Himmelsregion im Norden in einer große Übersicht

Ende Juli mit dem Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August findet man hier zwischen diesen zwei Sternbildern den bekanntesten Meteoritenstrom: Die Perseiden.
Hervorgerufen wird das dadurch, dass die Erdebahn zu dieser Zeit durch die Staubspur des Komet Swift-Tuttle durchfliegt. Diese kleinen Partikel treten in die Erdatmosphäre und verglühen.

Was sieht man sonst noch am Bild

160801 Sternhimmel August N/No PER-CAS-UMI anno
Die Sternbilder:
CAS=Kassiopeia(Cassiopeia)
PER=Perseus
CEP – Kepheus
LAC=Eidechse (Lacerta)

M31=Andromeda Galaxie. Unsere Nachbargalaxie – ca 2,3 Mio Lichtjahre weit weg.
Findet man leicht am Sternhimmel: hintere Achse des W nach unten kommt ein heller Stern – da findet man in einer Reihe 3 weiter helle Sterne (am Bild sind 2 davon) nach rechts. Beim mittleren Stern findet man bei dunkler Nacht (in der Stadt nur ab und zu) zwei kleinere Sterne. Beim zweiten steht das „nebelige Etwas“ gleich links davon – mit Fernglas zu finden.
P=Polaris – der Polarstern.
Damit kann man die Himmelsgüte messen. Polaris hat eine Helligkeit von +1m (mag) im Kasten des Wagens gegenüber hat man +2m dann sind im Kasten noch +3m Sterne und in der Deichsel +4m Sterne. Und rechts oben im Kasten das Sternchen hat +5m Das ist schon das Maximum was man mit freiem Auge sehen kann. Wenn man den kleinen Wagen/Bären erkennen kann, hat man schon die dunkelsten Himmel, den es so geben kann bei uns.
In der Stadt kommt man so auf 2-3m wenn’s gut ist. Oft nur auf +1.
G=Granatstern ( μ Cephei) einer der rotesten Sterne, ein kühler roter Riesenstern. Bis vor kurzen der größte bekannte Stern – mit dem 1450 fachem Durchmesser der Sonne. Lange Zeit galt dann VV-Cep der ziemlich genau im Zentrum des CEP-Kastens liegt, als größter bekannter Stern. Abgelöst wurde er jetzt vom orangen Hyperriese RW Cephei.
A=Algol
Einer der ersten Sterne, wo man merkte, dass er in seiner Helligkeit schwankt. Alle 2,87 Tage schwankt sie zwischen +2,3m und +3,5m Helligkeit, was man also durchaus mit eigene Augen ohne Hilfsmittel erkennen kann.Heute weiß man, dass es ein 3 Fachsystem ist, wo die Begleiter immer wieder mal vor dem helleren Algol vorbeiziehen und ihn so etwas abdunkeln.

C – Capella mit +0m einer der hellsten Sterne auf unserem Himmel. Hauptstern des Sternbild Fuhrmann – da drunter sind die Wintersternbilder Orion ect.) zu finden – wir sehen dass dann im Winter

LYR – Leier

160515 Leier - LYR anno.
160515 Leier - LYR

Das Sternbild der Leier (Lyra -LYR)  ist zwar nicht sehr groß, aber durch den Hauptstern Wega, leicht am Himmel zu finden. Wega ist nach Arktur der zweit hellste Stern am nördlichen Sommersternhimmel. Im Mai findet man die Wega im Osten aufsteigend, darunter die Milchstraße, die im Sommer dann schon hochsteigt. Im Sommer ist sie bereits nahe dem Zenit. Bei mäßig Licht verschmutztem Himmel findet man das charakteristische Parallelogramm, das vier Sterne (die die Seiten der Leier symbolisieren) bilden.

Wega (α Lyrae) ist  der hellste Stern im Sommerdreieck:

150806 Sternbild Schwan - Adler

 

Die bemerkenswertesten Objekte in der Leier

Wega selbst: Sie ist relativ jung, und wurde mit mag 0 an Helligkeit als Referenzstern verwendet. Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse wandert der Himmelsnordpol alle 14.000 Jahre zwischen Polaris und Wega hin und her.

Der berühmte Ringnebel in der Leier (M 57)

160610 M57 - Ringenebel in der Leier

 

Ein sehr schwierig zu trennendes 4 fach System stellt ε-Lyrae dar:

Wer sehr scharfe Augen hat, kann ε1 und ε2 mit freiem Auge trennen, der einen Daumen breit (2 Grad) neben der hellen Wega zu erkennen ist. Das vierfach Sternsystem  ε-Lyrae allerdings zu trennen erfordert schon recht hohes Auflösungsvermögen. Die zwei Komponenten der beiden Doppelsterne sind nur 2,3 bzw. 2,7 Winkelsekunden entfernt.

151026 ε Lyr - Der doppelte Doppelstern

 

 

LEO – Löwe

160317 Sternbild Löwe / LEO

160317 Sternbild Löwe / LEO

Anfang Frühling steht der Löwe im Süden hoch oben. Ein sehr großes Sternzeichen, relativ leicht zu erkennen, wenn man sich mal eingesehen hat. 2016 steht unterhalb gerade der Jupiter. Vor dem Löwen ist das eher unscheinbare Sternbild des Krebs, auf der anderen Seite kommt dann schon das Sternbild der Jungfrau.

Durch den Hauptstern Regulus ( α Leonis) führt die Ekliptik, also kommt es  immer wieder zu nahen Begegnungen mit den Planeten und dem Mond, wo auch  Bedeckungen relativ oft vorkommen.

Regulus ist mit 77,5 LJ recht nahe, daher ist er mit mag 1,36 recht hell.

Im Sternbild befinden sich einige markante Galaxien. Ein der schönsten Ansammlungen ist wohl das „Leo Triplet“

170226 Leo Triplet (M66, M65 und  NGC3628)

M65 (ro) M66 (ru) stehen in ca 30 Mio LJ Entfernung, NGC3628 (l) ist 38 Mio LJ weit weg. Sie ist eine Edge-On-Galaxie, man sieht also genau auf die Kante der Spiralarme. Der Durchmesser ist 165.000 Lj.

Wenn man links die „Hamburger Galaxie“ NGC3628 genauer durchsieht, kann man Quasare finden, die um die 10 Mrd LJ ! weit weg sind:

170226 Quasare hinter NGC3628 / Hamburger Galaxie

die Zahlen im Bild ist die Entfernung in Milliarden Lichtjahren.

Hier das Leo Triplet mit dem 135mm Samyang

170226 Leo Triplet (M66, M65 und  NGC3628)

(in größer auf AstroBin)

M96 und M95

170326 M96 und M95

(in größer auf AstroBin)

TAU – Stier

Das Sternbild Stier (Taurus, TAU), durch den orangen Stern Aldebaran rechts oberhalb des Orion ist auch leicht zu finden. Sehr markant ist auch die Ansammlung der Sterne der Plejaden

161202 TAU - Sternbild Stier (Taurus)

161202 TAU Sternbild Stier

161202 TAU Sternbild Stier

Sterne am Bild
A:Aldebaran, H1/H2: Hyadum I u. II, Al:Alnath Ai:Ain

Markante Objekte
M1: Krebsnebel  M45: Plejaden / Siebengestirn

Durch die Plejaden und Hyaden beim Kopf des Stiers geht die Ekliptik. Auf dieser Linie durchwandern unsere Sonne und Planeten sowie der Mond den Himmel. Seit 1990 steht hier die Sonne zur Sommersonnenwende. Umgekehrt: Genau zu Weihnachten stehen sie am höchsten am Wintersternhimmel. Es ist Frühling, wenn sie abends im Westen verschwinden. Daher kommt es auch öfter mal zu einer Aldebaranbedeckung durch unseren Mond.

Die Plejaden – M45:

161004 M45 -Plejaden

Sie leuchten durch den schwachen Merope Nebel. Er ist blau, weil es nur das Licht der Sterne reflektiert. Es ist kein heißer Stern in der Nähe, der das Gas ionisiert.
Mit 2 Grad füllen sie 4x die scheinbare Fläche des Mondes oder Sonne. Von uns sind sie ca 400 LJ weit weg, also sehr nahe.

Krebsnebel – M1

160129 M1 - Krebs Nebel

Am 11. April 1054 und später berichten verschiedene Kulturen über einen Stern neben der Sonne. An dieser Stelle steht heute der Krebsbebel. Er dehnt sich noch immer mit 1500 km/s aus. Er ist ca. 6300 LJ von uns weg. Zurückgeblieben im Inneren ist ein Neutronenstern, der durch die extremen Magnetfelder starke Synchrotronstrahlung aussenden.  Der Ursprungsstern dürfte 1-5 Sonnenmassen gehabt haben.

Charles Messier, ein Kometenjäger im 18 Jhd. hat immer wieder Objekte gesichtet die ähnlich aussehen, aber offenbar keine sind. Deshalb hat er dann einen Katalog angelegt, dessen erster Eintrag dieses Objekt war:  M1 war (Messier Katalog Nr.1) Heute umfasst der Katalog 110 Objekte.

Wintersternhimmel: ORI-TAU-AUR-GEM-CMi

Der Wintersternenhimmel ist relativ leicht zu erfassen, denn  mit dem Orion hat man einen guten Ausgangsbasis:

160212 Wintersternbilder

160212 Wintersternbilder

Der Himmelsjäger Orion (ORI), mit hoch erhoben linken Arm mit Schwert und rechts das Schild gegen den Stier (Taurus, TAU). Durch die Gürtelsterne geht der Himmelsäquator. Unterhalb des Gürtels, das Schwertgehänge, wo man den Orionnebel (M42) findet. Sehr auffallend links oben der Rote Überriese Beteigeuze und gegenüber unten ein blauer heller Riegel.

Links unten des Orion steht der hellste bei uns sichtbare Stern:  Sirius im Großen Hund (Canis Maior, CMa). Weiter links aber oberhalb, der helle Prokyon im kleinen Hund (Canis minor, CMi). Darüber sieht man zwei helle Sterne: Die markanten Sterne des Sternbild Zwillinge (Gemini, GEM): Pollux und Castor.

Hoch im Zenit glänzt Capella, einer der hellsten bei uns sichtbaren Sterne, im Sternbild Fuhrmann (Auriga, AUR). Capella sieht man bei uns praktisch immer, im Sommer tief am Nordhorizont.

Das Sternbild Stier ist auch recht leicht zu sehen: Der Wuchtige Körper, dessen eine Grenze das Siebengestirn, die Plejaden (M45) bilden. Beim orangen hellen Aldebaran ist der Kopf, den die Hyaden, eine lose Sternhäufung bilden. Links die beiden Sterne sind die zwei Hörner. Hier steht einer der berühmtesten Himmelsobjekte, wenn auch mit mag 9 sehr dunkel: Der Krebsnebel (M1) der Überrest einer Supernovae vor 1000 Jahren.

Die schwache Wintermilchstraße durchzieht links des Orion das eher unscheinbare Sternbild des Einhorn (Monoceros. MON). Das größte Objekt mit vielen scheinbaren Monddurchmessern ist der Rosettanebel (NGC2244), als RO eingezeichnet. Daneben gibt es da noch passend zur Jahreszeit den Weihnachtsbaum und vieles mehr.

Der Rosetta Nebel (135mm Objektiv)

170302 Rosetta Nebel - MGC2244

Weihnachtsbaum Haufen

161229NGC2264_12LI8007D_sDSe_ACDNR_HT_clone

 

 

 

Sommersternhimmel: Nordpolregion (UMa UMi CAS)

Ein Blick zum Nordpol des Himmels. Hier sieht man die zirkumpolaren Sternbilder. In unseren Breiten sind die Sternbilder Großer Wagen und Cassiopeia über das ganze Jahr zu sehn. Sie umrunden den Himmelsnordpol

140828 Region um Polarstern - UMI UMa 7mm Anno

Wegen der Helligkeit ist das Bild nur 60 Sekunden belichtet – dafür kann man die hellen Sterne deutlicher erkennen und so schneller die Sternbilder sehen:

140828 Region um Polarstern - UMI UMa 7mm

Sommersternhimmel: Cassiopeia – Schwan

Eine weitere extreme Weitwinkelaufname aus dem August, zeigt den Himmelbereich östlich des Sternbild des Schwan.

Neben dem Deneb  als Hautptstern einer der helle Sterne des Sommerdreiecks kommt im Osten schon das charakteristische und leicht zu erkennende Sternbild der Cassiopeia (CAS), das große W am Himmel.

140828 Cassiopeia - Schwan / CAS-CYG Anno

zum Selbersuchen, was nicht einfach ist, wenn man zu viele Sterne sieht 😉

140828 Cassiopeia - Schwan / CAS-CYG

Sommersternhimmel: Schwan – Adler

In den lauen Sommernächten zieht das Sternbild des Schwans von Osten kommend hoch über unser Köpfe hinweg, im Winter sieht man am frühen Abend gerade noch wie er Richtung Westhorizont verschwindet.
Die Milchstraße zieht sich als Band durch die Sternbilder Schwan (Cygnus -Cyg), dem Adler (Aquila -Aql) und weiter über das Sternbild Schild (Sct) in Richtung Südhorizont wo vor dem Zentrum der Milchstraße das Sternbild des Schützen steht.
Um sich zu orientieren nimmt man die drei hellsten Sterne, das sogenannte „Sommerdreieck„,  die jeweils hellsten Sterne der Sternbilder Schwan, Leier und Adler: Deneb, Wega und Altair.

150806 Sternbild Schwan - Adler

(in Groß auf Astrobin]

150806 Sternbild Schwan - Adler

An nicht ganz so Sternklaren Nächten tut man sich leichter, die Sternbilder zu finden, weil man da nicht ganz so viele Sterne sieht, eben nur die hellsten. Dann findet man auch ein paar kleinere Sternbilder wie Pfeil (Sagitta – Sge), Füchschen (Vulpecula – Vul) oder Delphin (Delphinus – Del).

Mit einem Fernglas kann man nach dem Kleiderbügel (Collinder 399) suchen. Mit etwas Übung findet man ihn. Ebenso auf einem Foto, dass man am Stativ ein paar Sekunden belichtet:

150831 Colinder 399 / Brocchi's Cluster - "Kleiderbügel"

Wie man auf den Übersichtsbildern sehen kann: Mit einer einfachen Nachführung für Fotoapparate (sie z.b. den Sky Adventurer) und etwas Telebrennweite geben die vielen Wolken und Dunkelwolkenregionen bei sehr langen Belichtungen viel her: Wie der NGC7000 der Nord Amerika Nebel links unter Deneb, die Regionen um Sadr und beim Stern Tarazed der E-Dunkelnebel.

Auch für ein Teleskop gibt dieser Himmel vieles her:

Einer der schönsten Dopplesterne: Albireo  der Kopfstern des Schwan

Albireo

Er kann selbst mit normalen Fotoapparat und möglichst viel Telebrennweite bei kurzer Belichtungszeit fotografiert werden, denn er steht 30 acrsec (Winkelsekunden) auseinander und besteht aus einem orangen und blauen Stern: Hier mit 280mm Kleinbild Brennweite,  ISO800  2,5sec F/4:

150831 Albireo (Cyg)

Ein sehr schwierig zu trennendes 4 fach System stellt ε-Lyrae dar:

Wer sehr scharfe Augen hat, kann ε1 und ε2 mit freiem Auge trennen, der einen Daumen breit (2 Grad) neben der hellen Wega zu erkennen ist. Das vierfach Sternsystem  ε-Lyrae allerdings zu trennen erfordert schon recht hohes Auflösungsvermögen. Die zwei Komponenten der beiden Doppelsterne sind nur 2,3 bzw. 2,7 Winkelsekunden entfernt.

151026 ε Lyr - Der doppelte Doppelstern

Einige der schönsten Supernovae Überresten findet man auch in diesem Bereichen:

M27 (NGC6853) der Hantelnebel im Sternbild Füchschen (Vulpecula – VUL):

150612 M27 / NGC6853  (Vul)

Der berühmte Ringnebel in der Leier

M57, NGC6720 - RIngnebel

und die Überreste einer wesentlich ältere Sternexplosion nahe dem Flügelstern Gienah: NGC6992 – Schleiernebel Nebel:

150721 NGC6992 - Cirrus Nebel  im Sternbild Schwan (Cyg)

IC5146 Cocoon Nebel

160807 IC5146 Cocoon

[Größer auf AstroBin]

NGC6888 (Mond) Sichelnebel – Crescent Nebel

160830  NGC6888 (Mond)Sichelnebel - Crescent Nebel

[Größer auf AstroBin]

 

CAP – Steinbock (Capricornus)

Das Sternbild des Steinbock steht zwischen dem Schützen (Sgr) und Wassermann (Aqr). Im Sommer kann man links der Milchstraße, die durch das Sternbild des Schützen geht mindestens zwei hellere Sterne sehen die die Hörner symbolisieren sollen: Algedi und Dabih und hinten den Deneb Algedi

150710 Sternbild Steinbock - Capricornus- CAP

hier zum selber suchen 😉
150710 Sternbild Steinbock - Capricornus- CAP

α-Capricorni (Algiedi) ist ein Doppelstern, was man schon leicht erkennen kann, es sind aber keine echten aneinander gebunden Sternsysteme, denn einer ist 120 und der andere 1500 LJ weit weg. Allerdings sind beide sichtbaren Komponenten α und α auch echte Doppelsterne. Zumindest den ersten α1 kann man relativ leicht im Teleskop trennen, weil er mit 45 arcsec (Winkelsekunden) Abstand und nicht zu großen Helligkeitsunterschied mag 4 und mag 9 noch nicht ganz überstrahlt wird. Bei α2 sieht es schon spannender aus: mag 3.6 zu schwachen mag 11 und nur 7″ weit weg sind schon schwierig.

Der Kugelsternhaufen M30 ist das einzige Objekt aus dem Messier Katalog, den das Sternbild zu bieten hat. Mit einer Helligkeit von unter mag 7 aber nur im Fernglas.

 

 

TRI – Dreieck

Vom Sternbild Dreieck (Triangulum – Tri) kann man unter dem Stern Almaach im Andromeda zumindest 2 Stern leicht erkennen, der dritte schwächere findet sich dann schon dazu 😉 Darunter der hellere Hamal im Widder ist auch leicht zu sehen.

151101 TRI - Dreieck
151101 TRI - Dreieck

 

Das bekanntest Objekt ist die Dreiecksgalaxie M33. Sie ist nach M31, der bekannten Andromedagalaxie, unsere nächste Galaxie in der lokalen Gruppe. Sie ist 3 Mio LJ nah. Da die Helligkeit auf eine recht große Fläche verteilt ist, sieht man sie nur mit dem Fernglas. Richtig gut aber erst bei sehr dunklem Himmel. Mit einem Durchmesser von 50.000-60.000 Lj ist M33 nur ca. halb so groß wie unsere Milchstraße.

Auffindekarte Dreiecksnebel:

151031 TRI  -  M31ww-anno1

Hier mein erstes Bild von Ende Oktober 2015

151031 M33 - Dreiecks Galaxie (Tri)

Ende August 2016 macht ich mehr Bilder. Zusätzlich zeigt der Einsatz einer modifizierten Kamera die Emissionsnebel  (H-Alpha). Diese roten Knoten darf man sich wie der Orionnebel in unsere Milchstraße vorstellen. Es sind Sternentstehungsgebiete.

160830 M33 - Dreiecks Galaxie