Frühling 2014

Der Frühling 2014 begann am 20.3. um 17:57

Zum Wochenausklang gab es Westwetterlage, die Natur war bei diesem extrem milden Winter 3-4 Wochen voraus. Der Marillenbaum ist bereits voll erblüht. Die Bodentemperatur in 10cm war auch bereits um die 8 Grad.

Die letzte Märzwoche begann mit dem Durchzug einer Kaltfront, wo es auch einige wenige mm Regen gab. Die 6mm kamen wieder durch warme Luftströmungen, die sich mit der kühlen N-W Strömung mischte. Danach war es durchwegs sonnig und die Tiefstwerte lagen über dem Gefrierpunk, wichtig für die Marillenblüte. Für die ZAMG war es einer der wärmsten März-Monate der Messgeschichte, und die reicht weit zurück. In der ersten Aprilwoche war es trocken und durch Saharastaub, der in einer Schleife von Norden nach Österreich zurück strömte, war der Sonnenschein oft stark gedämpft. In der zweiten Aprilwoche kam es zu einer Westwetterlage, leider war nicht allzu viel Regen dabei. Freitag, Samstag war ein schwaches Hochdruckgebiet, dass schnell von einer erneuten N/W Strömung abgelöst wurde und Sonntag wieder etwas Regen brachte. In der Osterfeiertagswoche (KW16) waren zwei Tiefdrucksysteme, zwischen den Österreich lag. Im Kremser Raum brachte das durch den Nordwind kühlere Tage und bei fast klarem Himmel am Gründonnerstag mit -2 Grad eine frostigere zweite Nachthälfte. Ab -3 Grad würden die gerade sprießenden ersten Weintriebe absterben. Durch eine Verlagerung des Tiefdruckgebietes nach Westen kamen wir in eine Südströmung, weswegen die Nächte dann durchwegs über 7 Grad blieben.
Ab Ostersonntag gibt es zunehmend labilere Luftschichten. Am 3 Mai gab es eine Kaltfront die die Tagestemperatur von 22 auf 8 Grad sinken lies, und bei uns leider außer ein paar Tropfen Regen keine Niederschläge brachten. Der April war der 10. wärmste seit Meteorologischer Aufzeichnungen in Österreich. Niederschlags mäßig hatten wir mit 14,4 mm einen der geringsten Werte in Österreich, was 59% unter den mehrjährigen Mittel von Krems lag! Am 3. Mai kam es zu einem Kaltlufteinbruch, der zwar zu keinem Regen führte, aber die Tagestemperatur auf 8 Grad sinken lies! Nach Durchzug der Front sank die Temperatur am 5.5. morgens bis auf 1,7 Grad. Es ging mit einer Westwetterlage weiter, die aber erst am 8.5. bei uns mit 4mm den ersten Regen brachte. So richtig Regen bei 12-13 Grad Tagestemperatur gab es aber erst am 11.5. Es war über den Tag verteilt fast 10mm. Die Woche der Eisheiligen brachte zwar keinen Einbruch der Temperaturen unter 0 Grad, dafür aber einigen Regen (34mm), doppelt soviel wie im gesamten April!. Ein Tiefdruckwirbel im Osten drückte große Wolkenmassen gegen das Voralpenland. Mit mehr als 300mm innerhalb 48 Stunden Niederschlag war Lilienfeld und das Pilachtal stark betroffen. Überschwemmungen waren die Folge! In Summe regnete es in der 20.Woche 65mm. Die 21. Woche war recht warm, am 23.5. hatten wir kurzzeitig 31 Grad. Die letzte Mai Woche war eher kühl und der Regen im Mai summierte sich auf 105 mm. Anfang Juni wurde es richtig heiß – mit 35,7 Grad am 11.6. eine Rekord zu dieser Jahreszeit. Danach kühlte es auf die üblichen Juni Durchschnittswerte ab. Die letzten Tage des Frühlings waren eher kühl, unter 22 Grad – Nachttemperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Eine Kaltfront brachte 2mm Regen. Wechselhaft ging der Meterologische Frühling mit Ende Mai zu Ende. Insgesamt war er der trübste und niederschlagsreichste der letzten 25 Jahre wie das ZAMG berichte.

 

Private Wetterstation

Wetter begleitet einem immer!

Das Wissen um das warum ist natürlich wichtig, wenn man Sportarten betreibt, die sehr davon abhängen. Für mich war es in den frühen 80er das Windsurfen und Hängegleiten. Beim Surfen mit Sinkern waren starke Winde gefragt ( >3bft). Beim Hängegleiten eher die schwachen, die man normalerweise nicht so beachtet. Natürlich war auch das Wissen um die Thermik, wo geht es rauf und wo runter, ein entscheidendes Wissen für ein längeres Flugerlebnis. Noch dazu muss man bei der Prüfung für den Sonderpilotenschein sein Wissen in Meteorologie nachweisen.
Ist alles lange her! egal, einiges an Wissen bleibt. Erweitern und verfeinern konnte ich dieses Wissen dann seit 2002 bei meinen unzähligen Flugstunden die ich vornehmlich in der B737 und so manchen kleinerem Fluggerät sammeln durfte. Noch heute schaue ich vor jedem Urlaubsflug in die Flugwetterkarten. Da kann man einiges ableiten. Zum Beispiel welche Flugroute wird gewählt werden und was kann ich dabei dann sehen.

Nachdem ich seit einiger Zeit einen „Landsitz“ mit Garten habe, und das noch dazu in einer relativ trockenen Gegend befasse ich mich jetzt wieder intensiver mit dem Wetter.
So kam es wie es musste: Nach langem hin und her habe ich mir eine Wetterstation zugelegt. Seit 1.2.2014 ist sie in Betrieb gegangen. Seit 14.2.2014 habe ich noch einen Solarsensor dazugekauft.

Sicher hat auch die langjährige Bekanntschaft zu Verena, einer Meteorologin, die Anfang 2014 mit meinWetter.tv einen eigenen Videoblog begann, um Praxis zu bekommen, den entscheidenden Kick gegeben, eine gute Wetterstation anzuschaffen.

Technische Details meiner Station: Davis Vantage2 Wireless, USB Weatherlink USB Logger und zusätzlichem Solarsensor

Ich habe mir die Teile beim „großen Fluß“ bestellt, die USB-Dataloggersoftware war bei Conrad.at am günstigsten. Leider habe ich zu spät gesehen, dass direkt beim „Davis Dealer“ nördlich von Stockerau (e-agarar.eu), die Sets noch etwas günstiger sind. Viel Spaß beim Stöbern, es gibt für alles eine Lösung und man wird natürlich bestens beraten. Nachträglich zum Basisset hab ich mir den Sonnen Sensor gekauft. Damit kann der „Evaporationsindex“ errechnet werden. D.h. der Wasserverlust durch Verdunstung in l/m2.

Datenübertagung:

Wie alles bei den Wetterstationen im professionelleren Segment ist auch das nicht besonders günstig. Wer mehr als die aktuellen Werte, die die Konsole anzeigt braucht, kommt um den WeatherLink USB Datenlogger nicht herum. Will man seine Wetterdaten auf noch auf den Davis Server automatisch hochladen gibt es das WeatherLink IP Paket. Was einfach einen Speicherplatz bei Davis und e-agrar.at zur Verfügung stellt. Die Kosten des Webhostings varieren. Man kann aber auch seine Daten direkt vom PC auf WeatherUnderground hochladen lassen, was nichts kostet. Wer keinen sparsamen PC hat (er sollte ja permanent laufen und eine Internetanbindung haben) kann bei AWEKAS einen speziell modifizierten ASUS Router kaufen, die „AWEKAS Bridge“ die das mit nur ganz geringem Stromverbrauch macht. Wer zusätzlich einen eigenen Datenserver speziell für Wetterdaten und eigener Homepage will, dennoch aber weniger als 10Watt Verbrauch will, wird wohl bei der „AWEKAS Box“ fündig. Daher findet man viele PWS (Private Wetterstationen) beim AWEKAS Netzwerk.

Daten meiner Wetterstation auf: WeatherUndergroundwetter.comHistorische Werte

Die Sensoreinheit
2m über grünem Buschwerk
357 Ansichte
Konsole / Basisstation
Sie empfängt alle 2 Sekunden die Messwerte und bereitet sie auf. Da drinnen steckt der Logger mit USB Anbindung.
409 Ansichte
Regenwippe
Auflösung: 0,2 mm
561 Ansichte

Wetterlinks

ZAMG – Wetterstationen mit ihren Werten / ZAMG am Facebook – immer wieder interessante Hintergrundinfos zum aktuellen Wettergeschehen

Liste der Privaten Wetterstationen in Österreich

AWEKAS – Wetternetzwerk – die schnelle Übersicht über die Wetterwerte an den PWS (Temperatur/Regen etc)

Wetterstationen von e-wetter.atDavis Weatherlink Karte (einfach in die Karte zoomen)

Weather Underground – Wundermap

Wetterwarnungen ZAMG für Österreich – Wetterwarungen in Europa

NUMBIS – Niederösterreichisches Umwelt Beobachtungs und Informationssystem

Vitimeteo Messtationen Prognosedienst und Wetterdaten für den Weinbau der Weinbauschule Krems

ZAMAG: Phänologisches Beobachtungs und Meldesystem

Die letzten 6 Stunden (15min Auflösung) der Wetterwerte zeigt das: ZAMAG INCA: – AWEKAS Netzwerk: Regenmengen – Vorhersage Regen/Schneemengen in Österreich (Bergfex) – Wetterradar Österreich

Gewitter:
Aktuelle Blitzaktivitäten und Einschläge
Blitzortung.org
ZAMG – Aktuelle Gewitter  –  ALDIS (Blitzinformationssystem Österreich)

 

MetoBlue: Astronomische Seeing in Engabrunn