Asteroid 2004 BL86

In der Nacht vom 26.1.-27.1. flog der Asteroid 2004 BL86 in 3 fachem Abstand Erde-Mond (ca 1,1 Mio Km) an der Erde vorbei. Die Größe wurde mit 500m angegeben. Knapp vorbei ist auch daneben 😉

Eine Wolkenlücke wturde zwischen 19 und 23 Uhr vorhergesagt, so probierte ich, dieses große Ding zu erwischen. Die Helligkeit wurde mit 9 mag vorhergesagt. Die Wetterstation zeigte -2 Grad und 93% Feuchte.

Bevor sämtliche optische Elemente endgültig mit einer Eisschicht überzogen wurden, konnte ich 3 Bilder der Region machen. Auf allen 3 ist das Objekt, wenn auch eher am Rand zu sehen.

Belichtungsdaten: Lacerta „Newton ohne Namen“ 800/200, Olympus OM-D, ISO 1600 30 sec. Hier mal vorab die 3 Ausschnitte aus dem Originalbildern:

22:16:00 – 30 Sec.

22:16:09 30sec
22:17:25 30sec

22:17:25 30sec
22:19:00 30sec

22:19:00 30sec

Nach eingehender Analyse , wo ich sowohl die genau Position der Bilder anhand der Sterne, deren Helligkeit und Flugrichtung nachvollziehen konnte, bin ich mir recht sicher, dass es das besagte Objekt ist.

Alle 3 Bilder vereinigt:
22:16:09 30sec

 

Weitere Infos zum Objekt

Es war der bislang größte uns bekannte Asteroid, der der Erde gefährlich nahe kam. Der nächste uns derzeit bekannte große ist dann Asteroid 1999 AN10 im Jahre 2027. Mit dem großen Verbund an Radarantennen (70m / Auflösung 4m) in Goldstone/Kalifornien wurde er genau vermessen. Die Größe ist 325m und der ihn umkreisende Mond von 70m wurde bestätigt. 16% aller Asteroiden größer 200m haben einen oder mehr Monde!

Anhand Spektroskopische Untersuchungen wurde eine große Ähnlichkeit mit Ceres, im großen Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, festgestellt. Die NASA Dawn mission hatte ihn kürzlich besucht, so daß man recht gute Vorstellungen dieser Objekte hat.

SoFi 11.8.1999

Meine erste Sonnenfinsternis

Eine totale Sonnenfinsternis ist wohl das eindrucksvollste astronomische Erlebnis, dass man machen kann und vor allem: Man sieht es selbst so, wie es immer Abgebildet wird: Sie Bei der absoluten Bedeckung flammt der Rand der Sonne auf und leuchtet. Ein unheimlich schönes Erlebnis!

Bequemer weise fand sie unweit meiner Heimatgemeinde statt. Ich erlebte sie auf einer Bergstrasse am Rohrer Sattel in Niederösterreich. Neben uns waren auch noch ein Holländisches Paar am Parkplatz. Pünktlich zur Finsternis riss auch die Bewölkung auf, Glück muss man auch haben.

Ich hatte mein Olympus OM-4Ti mit dem OM Zuiko 300mm am Stativ und machte auf einen 100 ISO Farbdiafilm eine Serie:

   
bbblbbbr
C by Siggi's Blog
<
 

Nur 7 Jahre später war die nächste die ich mir gönnte: Am 29.3.2006 in Side, östlich von Antalya, an einem Hotelstrand.

Sonnenfleck AR 2192

Um den 20.10.2014 begann sich die Aktive Region 2192 zum größten Sonnenfleck der letzten 10 Jahre zu entwickeln. Bis zum 28.10. kann es dabei zu Masseauswürfen kommen, die auf die Erde treffen. AM 26.10. ereigneten sich gleich fünf X-Class Flares. Die extrem starke Röntgenstrahlung verursacht dann Störungen im Funkverkehr und GPS System auf der Erde. Erstaunlicher weise kam es aber zu keinem Massenauswurf, die unheimlich starken Magnetwirbel verhinderten das offenbar. Ein solche Massenauswurf bei dieser Stärke in Richtung Erde kann Polarlichter bis Deutschland hervorrufen.

Der Fleck ist in etwa 120.000km groß und damit fast so groß wie Jupiter, der größter Planet in unserem Sonnensystem. Die Erde im Vergleich ist nur in etwas so groß wie der Sonnenfleck 2194 weiter links zu sehen.

Leider behinderte hartnäckiger Hochnebel meine Beobachtung, aber am 25. ergab sich mal eine etwas dünnerer Wolkenschicht, wo ich dann doch noch eine Sicht darauf hatte.
AR2192

Das Übersichtsbild in hoher Auflösung gibt es auf Astrobin

AR2192

Zwischen Himmel und Erde – Heavens above!

Zwischen Erde und Mond, im erdnahen Raum, hat der Mensch in 60 Jahren Raumfahrt eine riesige Müllhalde aus kleineren und größeren Objekten geschaffen, kurz Weltraummüll benannt. Alte, defekte Satelliten, ausgebrannte Raktenstufen bis hin zu verlorenem Werkzeug bei „Spaziergängen“ im Weltraum ist alles vertreten. Die Objekte umkreisen die Erde in ihren Orbits, solange bis sie doch einmal in der Erdatmosphäre eintreten., wo sie verglühen. Bei Geschwindigkeiten von einigen zigTausend km/h sind auch winzige Teilchen eine erhebliche Gefahr.

Schaut man nachts in den Sternenhimmel, kann man einiges herum fliegen sehen. Wenn man ein Blinklicht erkennen kann, wird es sich natürlich um ein Flugzeug in unserer Atmosphäre handeln. Bei sehr hoch fliegenden wird man das Blinken kaum mehr erkennen, aber es gibt bei wolkenlosem Himmel einen Umstand, der es einem leichter macht zu unterscheiden ob Flugzeug oder Satellit: Der Erdschatten.

Flugzeuge leuchten ja selbst, weshalb man den schnell bewegten Leuchtpunk die gesamte Flugbahn verfolgen kann. Satelliten sieht man deshalb, weil sie von der Sonne beleuchtet werden. Je nach Winkel zur Sonne, Oberfläche und Größe ändert sich die Sichtbarkeit. Sobald aber ein solches Teil im erdnahem Orbit in den Erdschatten tritt wird es schlagartig unsichtbar sein.

Es gibt eine tolle Website: Heavens-above wo man Infos über die Sichtbarkeit einiger bekannten Satelliten herausfinden kann. Wichtig natürlich: Zuerst seinen Beobachtungsstandort auswählen (rechts oben). Noch mehr Daten bietet CalSky.

Was man wirklich immer wieder sehen kann, mitunter so extrem hell, dass es auch Tagsüber sichtbar wird, sind die Iridium flares. Das sind die Satelliten des Satellitentelefonsystems. Wenn man recht nahe einer Überflugzone ist, so gibt es einen Punkt in der Bahn, wo das Sonnenlicht auf einer der drei 1,88m hohen verspiegelten Hauptantennen trifft und dabei sehr gebündelt reflektiert wird. Eine mehr oder weniger helles Aufleuchten ist die Folge. Manchmal bis -8 mag! Das ist 1000x heller als der hellste Stern Sirius, 50x heller als Venus und die kann man auch tagsüber finden.

Iridiumflare am Orion
Da ich bislang kein Bild aus dem Teleskop gefunden habe, habe ich es versucht: 9 Bilder in der Sekunde!

Iridium Flare im Teleskop

Die ISS – Internationale Raumstation ist derzeit das größte menschengeschaffene Gebilde im Weltall. Ab und an gibt es Zeiten, wo sie auch für uns sichtbar über unseren Sternenhimmel zieht. Eine Helligkeit der hellsten Sterne wird dabei leicht erreicht, sie kommt bis auf Helligkeit der Venus (mag -4), nach Sonne und Mond der hellste Himmelskörper. Sie bewegt sich recht rasch, besonders Hoch am Himmel, wo man sie dann aus nur rund 400km Entfernung beobachten könnte! Nahe am Horizont, wenn sie sich auf uns zu bewegt, ist die Relativgeschwindigkeit relativ gering aber sie ist dann auch noch 2000 km weit weg. Leider erscheint sie uns da noch recht klein, kleiner als ein Flugzeug in Reiseflughöhe. Wer mehr als einen hellen Lichtpunkt sehen will, kann sich an einem Flugzeug versuchen: Am Nachthimmel mit einem starken Fernglas.

Ich habe es jetzt erstmals probiert mit meinem Newton (800/200) und angeschlossener Digitalkamera. Mein Stativ habe ich in den azimutalen Modus versetzt (wie ein normale Fotostativ) und alles möglichst gut aus tariert. Dann habe ich meine OM-D auf einen hellen Stern mithilfe einer Bahtinov Maske scharf gestellt. Die Kamera habe ich auf Serienbild (9 Bilder/sec) geschaltet. ISO 1600 bei 1/1600 sec im Manuellen Modus. Mit einem Fernauslöser in der Hand, habe ich dann versucht mit dem Sucherfernrohr der ISS zu folgen. Immer wenn ich es schaffte sie im Fadenkreuz zu haben wurde der Auslöser gedrückt. Und siehe da: In ca. 75% aller Bilder hatte ich den „Leuchtpunkt“ am Bild. In weiter Entfernung kann man nicht all zu viel sehen, weil zu weit weg und die dicke Luftschicht da auch noch allzu viel vereitelt. Am höchsten Punkt wurde es dann wirklich schwierig aufgrund der hohen Überfluggeschwindigkeit sie zu erwischen. Unterstehendes Bild ist einfach ein Ausschnitt des Fotos und zeigt die ISS ca 500km weit weg. Man sieht also die Bilder in 100% und praktisch jedes Pixel der Kamera.

ISS 1. Versuch

Ein paar Tage später mit einer Barlow 2,25x Linse
ISS 2. Versuch

Manchmal „stört“ sie auch wenn sie gerade durchs Bild fliegt:

150721 ISS / M31

Hier ein Überflug vom 31.7.2015 um 22:56

150731 ISS 22:56:08

Mitte unten sieht man die Sojus TMA-17M Kapsel, die eine Woche zuvor  bei der ISS Mission 44 drei Astronauten zur Station gebracht hat. Sie wird Ende des Jahre wieder zur Erde zurückkehren.

Einer der besten ISS-Fotografen ist wohl Thierry Legault. Er reist an Orte wo gerade die ISS vor Mond oder Sonne vorbeizieht und hat eine seine Montierung so modifiziert, dass er der ISS folgen kann und so mittels CCD-CAM genügend Bilder fürs stacken bekommt. Als er mal seine Bilder veröffentlichte dauerte es nicht lange, bis der Geheimdienst bei im anklopfte und fragte: „How far can you go?“ 🙂

Weitere meiner Versuche an der ISS gibt es hier

Seit Ende 2019 gibt es leider bezüglich Satelliten eine neue Entwicklung: 3 Firmen wollen jetzt Internet via Satellit weltweit anbieten. Dazu sind zig tausende niedrig fliegende Satelliten erforderlich. SpaceX bringt jetzt laufen jeweils 60 ihrer StarLink Satelliten in Stellung. Einige tausend sind für einen ersten Betrieb erforderlich. Ende 2019 / Anfang 2020 kann man sie am frühen Abend mit einer Helligkeit von bis zu mag +2,5 bei uns sehen, wie sie bündelweise hinter und nebeneinander über den Himmel ziehen.

Hier ein einzelnes Bild mit starkem Weitwinkel bei fast Vollmond, 60 Sekunden belichtet:

200106 StarLink 2

Unsere Sonne

Sun Spots
Sonne mit Sonnenflecken

Das ist unser nächster Stern, die Sonne. Diese Bild entstand am 24.8.2014 und zeigt einige Sonnenflecken. Die Erde im Vergleich ist in etwa so groß wie ein größerer hier sichtbarer Fleck. Je aktiver die Sonne, desto mehr Flecken sind zu sehen. Temperatur mäßig hat die hier sichtbare „Oberfläche“ 6000 Grad, die Flecken habe im Inneren nur 4000 Grad Celsius. Derzeit sollte die Sonne wesentlich aktiver sein, aber offenbar schläft sie derzeit. Das bewirkt an sich eine Abkühlung der Erde. Gerade gutes Timing, denn der Mensch heizt derzeit unserem Planeten ein wie nie zuvor!

Die Sonne selbst wird mittlerweile intensiv überwacht: Sonnensturm.infoSonne-aktuellSOHO – aktuelle Bilder

Unser Mond

Supermond 10.8.2014
Mond

Unser nächster Begleiter, der Mond. Galileo Galilei entdeckte am 7. Jänner 1610 beim Beobachten mit seinem erstem Fernrohr die ersten weiteren Monde an unserem größtem Planeten im Sonnensystem, dem Jupiter, die Galileische Monde. Die Planeten im Sonnensystem sind voll von Monden, oft ist es nicht mehr leicht zu entscheiden: Ist es schon ein Mond, oder nur ein größerer Steinbrocken.

Unser Mond ist relativ nahe, so nahe dass wir ihn Ende der 60er Jahre sogar besuchen konnten. Mit Apollo 11 landet der erste Mensch auf der Mondoberfläche. Die Umlaufbahn des Mondes ist elliptisch und so schwankt der Abstand zwischen dem Perigäum mit 363.300 km und dem Apogäum mit 405.500 km. Wenn der erd-nächste Punkt dann auch noch auf den Tag des Vollmondes fällt, spricht man vom Supermond. Er erscheint uns dann besonders hell, obwohl er nur um 10% größer ist als sonst.

Von der Erde aus betrachtet schneidet die Bahn des Mondes zwei mal im Jahr die Bahn der Sonne. Ist das zufällig bei Vollmond, fällt der Schatten der Erde auf den Mond und wir sprechen von einer Mondfinsternis. Ist das bei Neumond, so verdeckt die Mondscheibe die Sonne. Ein selteneres Ereignis, so eine Sonnenfinsternis. Es ist das wohl beeindruckenste astronomische Ereignis, dass man ohne Hilfsmittel so sehen kann, wie man es von den Bildern her kennt!

Historisch gesehen, wurde die Umlaufbahn der Gestirne schon über tausende Jahre genau vermessen, denn wer die Zusammenhänge kannte, konnte das für sich nutzen: Wissen ist Macht!

Venus und Merkur

Venus ist der hellste „Stern“ am Himmel. Unser nächster Planet Richtung Sonne. Je nach dem, wo Venus in der Umlaufbahn zur Sonne steht, ist er dann als Abend oder Morgenstern zu sehen. Merkur ist noch näher bei der Sonne und daher nicht oft zu sehen. Am 15.1.2015 erreicht er seine östlichste Elongation (scheinbare Entfernung zur Sonne) mit 19 Grad, von uns aus gesehen.

Derzeit findet man ihn also recht leicht, nach Sonnenuntergang unterhalb der Venus als nächster Leuchtpunkt „Stern“ der aus der Dämmerung sichtbar wird.
Venus und Merkus
Links unten Stift Göttweig – Rechts oben Venus und darunter Merkus.

OM-D E-M5: 150mm (KB: 300mm) ISO200 2sec f/6.3

 

Anfang Februar 2020 ergab sich wieder ein gute Sichtbarkeit des Merkur

200208 Venus und Merkur

Jupiter

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Am Sternenhimmel ist er nach der Venus das hellste Objekt, wenn man Sonne und Mond nicht mitrechnet. Venus ist aber immer nur kurz vor bezw. nach Sonnenaufgang sichtbar. Von daher ist er leicht am Nachthimmel zu finden.

Schon mit einem einfach Fernglas kann man 4 seiner größten Monde sehen: Die Galileische Monde.

Jupiter
Galileo Galilei hatte sie am 7.1.1610 durch sein selbst gebasteltes Fernrohr gesehen und damit den ersten Himmelskörper der offenbar nicht um die Erde kreist und auch von anderen Monden umkreist wird. Das Fernrohr kann man übrigens in Florenz im Astronomische Museum sehen. Von der Abbildungsleistung her sind selbst die günstigsten Fernrohre heute weit überlegen!

Die Monde umrunden Jupiter recht schnell, immer wieder ziehen sie dabei auch vor dem Planeten vorbei und man kann bei stärkerer Vergrößerung den Schatten auf der Gashülle der Planeten sehen. Hier auf dem Bild stehen die Monde (von Links unten nach Rechts oben gesehen): Ganymed, Io, Callisto und rechts oben Europa. Jupiters Atmosphäre ist sehr turbulent, man sieht Wolkenbänder und den bekannte „Großen Roten Fleck“ ein großer Sturm in der Atmosphäre. Auch Jupiter rotiert sehr schnell mit fast 10 Stunden einmal um seine Achse.

Jupiter wurde schon bald zum Ziel so mancher Raumsonden, so haben wir recht Detailtiere Vorstellung der Monde. Eine der bekannteste waren die Voyager Sonden, da sie Ende 1979 die ersten hochauflösenden Bilder lieferten. Spektakulär auch die starken vulkanischen Aktivitäten des Mondes Io. 2016 wird die Raumsonde Juno Jupiter selbst genauer erforschen.

Im März 2016 ist es mit gelungen den Großen Roten Fleck mit den Monden einzufangen:

160318 Jupiter mit Großem Roten Fleck

Der Große Rote Fleck ist ein  Wirbelsturm in der Jupiteratmosphäre von einer Größe von 2 Erddurchmessern.

Im Mai 2016 aus 4 Bildern gemittelt:

160515 Jupiter

April 2017

So schnell bewegt sich der Jupiter – 2 Bilder als Animation – dazwischen sind 10 Minuten Zeitunterschied!

200809 Jupiter Animation 2 Bilder 10 Minuten Unterschied

Mit dem 400mm Teleobjektiv:

250110 Jupiter und Monde

SoFi 29.3.2006

Eine totale Sonnenfinsternis ist wohl das eindrucksvollste astronomische Erlebnis, dass man machen kann. Ich durfte bisher zwei miterleben. Meine erste Totale am 11. August 1999 in meiner Heimatgemeinde und am 29.3.2006 in Side, östlich von Antalya, an einem Hotelstrand.

Zunächst wird es düster, Tiere in der Umgebung verhalten sich wie gegen Abend und suchen Schlafplätze auf. Dann geht alles sehr schnell: Eine Dunkelheit die mit zweifacher Schallgeschwindigkeit auf einen zu rast. Venus und Merkur werden sichtbar. Dann die Minuten der absoluten Verdunklung der Sonne durch den Mond. Es wird fahl dunkel, die Sonnenkorona leuchtet auf. Eine unbeschreibliche Stille breitet sich aus, die Welt scheint den Atem anzuhalten! Mir kommt unweigerlich der unheimliche dunkle Ton des Filmes „Die Unheimlichen Begegnung der 3.Art“ in den Sinn. In welche Ängste musste dieses surreale Geschehen die Unwissenden vor tausenden Jahren wohl gestürzt haben?

Zum dokumentarischem Teil:

1999 hatte ich noch eine analoge Olympus OM4Ti mit Olympus Zuiko 300mm f4.5 Teleobjektiv. Gerade mal 2 Wochen vor der Sonnenfinsternis 2006 waren die ersten Olympus E-330 Digitalkameras erhältlich und ich bekam das letzte lagernde Stück. Sie war deshalb so schnell vergriffen, weil sie die erste Spiegelreflex war, die Live view bot: Unumgänglich zum präzisen Scharf stellen. Als Objektiv diente das auch heute immer noch kaum zu topende Pro Konsumer Tele: ED50200 mit EC14, einem 1,4x Telekonverter. Umgelegt auf Kleinbild Brennweite sind das 560mm Brennweite! Die 3 Minuten waren viel zu schnell um!

   
bbblbbbr
C by Siggi's Blog
<
 

SoFi 20.3.2015

Bei schönstem Wetter fand am 1. Frühlingstag eine partielle Sonnenfinsternis statt. Bei uns war das Maximum der Bedeckung 63%.

Hier mein übliches Setup für die Sonnenfotografie mit Sonneschutzfilter vor dem Telsekop: Setup SoFi 2015

Der einzig größere Sonnenfleck (Nr:2303) wurde auch vom Mond abgedeckt: SoFi 2015 - Sonnenfleck 2303

Bei der Maximalen Bedeckung um 10:45 Maximum der Bedeckung SoFi 2015

Am Unteren Rand befinden sich am Mond größere Berge, welche man bei genaueren Hinsehen am Rand erahnen kann: SoFi 2015 - Mondberge

Auch an der Sonneneinstrahlungssensor an meiner Wetterstation sah man deutlich eine Verringerung: Beim Maxium wurden anstatt ca. 550 W/m2 nur noch 200 W/m2 gemessen:

 
Wetterwerte 20.3.2015