ARI – Widder

Ein weiteres Tierkreiszeichen ist der Widder (Aries-ARI). Zumindest den hellen Stern Hamal und etwas schwächer Sheratan findet man sehr leicht, da recht hell. Darüber ist gleich das Sternbild Dreieck (Tri).

Finden kann man diese Sterne  im mittleren Drittel zwischen Plejaden  (Siebengestirn) im Sternbild Stier und Andromeda (rechts unter der Cassiopeia). Das Sternbild Fische rechts davon ist ja fast gar nicht zu sehen.

151230 TRI & ARI - Dreieck und Widder

151230 TRI & ARI - Dreieck und Widder

ORI – Orion

Der Himmelsjäger Orion ist wohl das am leichtesten zu erkennende Sternbild des Wintersternenhimmels

151230 Orion - ORI

151230 ORI - Beschreibung

(in 50%Originalgröße auf Astrobin)

B=der rote Riesenstern Beteigeuze, R=Blauer Riesenstern Rigel; M42=Orion Nebel A=Alnitak

Der Große Orionnebel (M42) ist selbst mit freiem Auge zu erkennen, mit dem Fernglas eine nebeliges Etwas, in dessen Zentrum die 4 Trapezsterne zu sehen sind. Darüber angehängt ist der kleine Orionnebel (M43) und darüber findet man eine weitere Struktur: den „Running Man“. Mit nur 1300 LJ ist er in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu finden. Er ist eine der aktivsten Sternentstehungsgebiete. Dies Sterne bringen den Nebel zu leuchten.

Interessant, aber sehr viel schwächer: Beim Gürtelstern Alnitak ist rechts der Flammennebel: NGC2024( und unter Alnitak der berühmte Pferdekopfnebel (IC434,B33), ein Dunkelwolke:
Einfach aus dem Original 1:1 herausgeschnitten, da sieht man was selbst auf so einem Bild noch erkennbar ist:

151230 ORI - crop 1:1 aus 30mm Bild

Ein Bild der Region um den Gürtel vom 12/2025 mit dem 135mm Objektiv:

251226 Orion Gürtel

Höhere Auflösung auf AstroBin

 

Mit dem Teleskop (Brennweite 800mm, 14x4min ISO800 F/4)

190208 Pferdekopfnebel

Das markante Sternbild enthält ja viel helle Sterne und diese haben allesamt Namen, hier nur 3 der wichtigsten:

Beim roten (=kalten)  Beteigeuze (α Orionis) hat man einen riesigen Stern vor sich, den man bei heutigen Stand der Technik bereits als Scheibchen abbilden kann (o,o5 arcs). Gegenüber unten rechts im Orion ist der blaue (=heiß) Riese Rigel (β Orionis), der sich auch in einen roten Riesenstern verwandeln wird. Er beleuchtet tauch links eine Dunkelwolke, die sich sehr schwach vom Hintergrund abzeichnet und als Hexenkopfnebel bekannt ist.

Mitte November bis Dezember 2019 sank die Helligkeit von Beteigeuze schnell von mag +0,3 auf unter mag +1,5 ab. Damit ist nur mehr fast so hell wie der rechte Schulterstern Bellatrix (mag +1,7) und auch wesentlich dunkler als der oberhalb rechts stehende orange Riese Aldebaran im Sternbild Stier.
War er bisher so der 10. hellste Stern am Himmel ist er derzeit nur noch unter den 25. Hellsten am Himmel zu finden.

An sich ist es relativ einfach, Orion zu fotografieren: Große und relativ hell und daher kommt man recht schnell zu netten Bildern, im Detail ist aber gerade der Orionnebel sehr schwierig stimmig abzubilden. Er hat extreme Helligkeitsunterschied sodass man viele verschieden lang belichtete Bilder zu einem HDR Bild verarbeiten muss.

Hier ein erster Versuch 9x4min ISO400 und 6x4min ISO200 – HDR

160129 M42 - Orion Nebel (HDR)

Ende 2019 ein neuer Versuch bei etwas besseren Bildbearbeitungskentnissen.
Derzeit nur 1 Belichtungsserie, viel kürzere aber auch viel längere Belichtungen fehlen noch und bedürfen einer dunklen klaren Winternacht:

191230 Orion / M42

(höhere Auflösung bei AstroBin)

Hier trifft der Spruch „Astrofotografie ist zwar einfach, aber beliebig vertiefbar“ vollkommen zu!

Hier ein Blick aufs Zentrum des M42, das Trapezoid

160206 M42 Zentrum - Trapezium

Die Trapez Sterne sind vor 1-2,5Mio Jahren aufgeflammt und blasen das Gas aus dem Zentrum heraus. Links sieht man die Schockfront. Durch die Destabilisierung bilden sich nun weitere protoplanetare Scheiben. Löcher im Nebel wo sich das Gas zusammenballt und dann neue Sterne und Planetensystemen entstehen.

Die Trapez Sterne stehen mit 1,5 LJ sehr eng zueinander und sind ihrerseits Mehrfachsternsysteme. Man sieht die kleine Ausbuchtung bei den zwei Sternen am Bild.

Noch ein Bild mit dem kleinen Lacerta 72/432 APO – schön zu sehen, der „Running Man“

190103 M42 -Orion Nebel

Noch ein Übersichtsbild, wie es ein mFT 75mm (150mm KB Brennweite) zeigt – genau der untere Teil:

190103 Orion

Ein tiefer belichtetes  Übersichtsbild, wie es ein mFT 45mm (75mm KB Brennweite) :

250103 Orion

auf Astrobin in 66% Originalgröße

rechts oberhalb des hellen Rigel zeichnet sich der Hexenkopfnebel ab:

250129 (240104+10) Hexenkopfnebel NGC1909/IC2118

auf Astrobin in 66% Originalgröße

 

Ein kompletter Orion vom mit 25mm Objektiv.

190103 Orion

In Größer auf AstroBin

Filter – IRUV

Ich hab mir jetzt eine Olympus E-PL6 durch IRreCam modifizieren lassen. In Ermangelung von Astrofiltern zum FT Sensor wurde dabei das Kamerasperrfilter gegen ein Glasfilter das ab 280nm alles durchlässt, ersetzt. Damit hat die Kamera jetzt auch volle Sensibilität für H-alpha und S-II (650-700nm) leider aber auch darüber hinaus. Die IR Wellenlängen habe ja einen anderen Fokuspunkt, es würde also unscharfes IR Licht die Bilder verfälschen. Daher habe ich mir auch einen UV/IR block Filter besorgt, der das IR über 700nm zuverlässig blockiert:

IRUVcut

sehr schön sieht man dass er unterhalb 400nm (UV) und ober 700nm (IR) sperrt. Damit habe ich also dann eine „Astromodifizierte“ Kamera.

Natürlich kann man diese Kamera dann mit entsprechenden IR-Filtern für die „normale“ IR Fotografie einsetzen.

Für Fotooptiken bin ich in Sachen UVIRCut Filter beim Haida inform der
„Haida Pro II MC Digital Slim UV/IR390/750“ Filter fündig geworden.
Sie funktionieren sehr zufriedenstellend und sind relativ günstig.
Hier die Durchlässigkeitskurve (inkl. die der IR760 und IR850 Filter)

Haida UVIRcut und IR Filter

CAS – Cassiopeia

151227 Casseopeia CAS

->in größer auf Astrometry.net

Das Sternbild der Kassiopeia ist ein sehr auffälliges, zirkumpolares (=es ist bei und zu jeder Jahreszeit sichtbar) Sternbild. Auch als Himmels W ist es bekannt. Vom großen Wagen/Bären aus gesehen, befindet es sich gegenüber, die innere Spitze des W zeigt in etwa zum Polarstern.

In ihr findet man die stärkste Radioquelle (CAS-A), den ein Supernovaüberrest ausstrahlt. Die Region der CAS ist sehr Sternreich, denn die Milchstraße geht hier durch.

Im Sternbild finden sich viele Objekte.

Der Blasennebel und M52:

160828 Blasennebel NGC7635 & M52

In Groß auf AstroBin

γ-CAS  / IC 59 and IC 63  y-Cassiopeia Nebel

161004 γ-CAS Nebel /IC63 IC59

größer auf AstroBin

IC59 (links) und IC63 stehen ca. 550 LJ weit weg. γ-Cassiopeiae (Tsih ) ist ca. 4 Lichtjahre von diesen Gasnebel entfernt und bringt das Wasserstoffgas zum Leuchten. Bei IC59 gibt es auch mehr reflexions Anteile daher mehr blaues Licht.

Gleich rechts unterhalb des „W“ ist der Pacman Nebel – NGC281 zu finden

160922 & 180817 Pacman Nebel NGC281 IC1590P i/CAS

größer auf AstroBin

Noch im weiten Feld mit dem 135mm Objektiv

251018 Navi-Schedar - y-CAS & Pacman Nebel

größer auf AstroBin

Das Sternbild noch tiefer belichtet:

191025 Sternbild Kassiopeia / CAS

größer auf AstroBin

Links des Doppelsternhaufen befinden sich die zwei H-II Regionnen des Herz-und Seelen Nebel.
Ein Bild mit 75mm Brennweite:

251123 Herz&Seelen Nebel & Doppelsternhaufen

größer auf AstroBin

 

Solar Inselanlage

Nach intensiven Studium diverser Internetquellen, hab ich mich für ein zusammengestelltes Paket von OffgridTec entschieden. Bald habe ich noch 2 weitere 100Wp Panele dazugekauft. Der an sich sehr gute Steca PR2020 hat allerdings diesen Sommer nach etwas mehr als einem Jahr den Geist aufgeben, die fast erreichten 20A sind wohl doch auf Dauer zu viel gewesen.
Mit den 600W Sinus Spannungswandler betreibe ich günstige Pumpen mit 300 und 400 W Leistung um Regenwasser aus den Zisternen zu verteilen. Ein 600W Hauswasserwerk für den selben Zweck hat aber nicht funktioniert.

Eine Zeitlang habe ich 12V Wasserpumpen betrieben. Das ist zwar recht spaßig, allerdings: Es dauert, und maximale Betriebszeit ist bei 30 Minuten, dann müssen sie wieder 30 Minuten abkühlen. In dieser Zeit pumpten sie ca 200-300l Wasser, was mir reichte, allerdings halten da die besten auch kaum mehr als ein Jahr. In einer Abverkaufsaktion habe ich dann im Baumarkt 300 und 400 W Pumpen für 15-20 Euro gekauft. Das Pumpenprofil wird zwar bei großen Förderhöhen kaum erreicht, aber für meine normalen Höhen reicht es aus, und der Wechselrichter wird nicht überfordert.

Eines sollte man sich schon im Klaren sein: Sobald Batterien zum Speichern im Spiel sind, hat man teureren Strom, als man aus den normalen Hausnetz beziehen kann. Selbst wenn alles passt wie richtiger Ladestrom zur Temperatur und Batterietype, nicht mehr als 60% Entladung und danach möglichst schnelle Wiederaufladung, wird die Batterie nicht ewig halten. Und eine Solarbatterie (AGM, 12V/100Ah) kostet im günstigsten Falle 200 Euro herum. Da kann man dann pro Zyklus dann so maximal um die 0,4-0,6 kWh entnehmen, was aus der Steckdose alles in allem Strom um 7-10ct bedeutet. Man sieht: die Batterie muss schon sehr lange halten, bis sich die 200 Euro amortisieren!

Leider aus preislichen Gründen nicht spruchreif die LiFePO4 Batterien. Sie könnten wie normale Bleiakkus behandelt werden, sind leicht, aber haben nicht die Gefährlichkeit der anderen Lithiumakku Typen. Aber derzeit kosten sie mindestens 8-10x mehr als günstige AGM Blei Batterien (siehe Update unten). Sie wären aber mit mehr als 5000 Cyclen extrem haltbar, falls die angegebene Werte stimmen. Da muss man abwarten.

Bei einer solchen „Inselanlage“ kommt man aber ohne Batterie wohl kaum aus!

Am günstigsten käme es, den gerade gelieferten Strom gleich zu verwerten. Also entweder eine Wasserpumpe oder um etwas aufheizen. Ansonsten gibt es nur einen Weg: Mit einem Einspeise Wechselrichter direkt in einen vorhandenen Stromkreis zu speisen. Da gibt es aber dann bald ein Problem. Wird mehr eingespeist, als man selbst verbraucht, läuft der Stromzähler rückwärts und das sieht der Stromlieferant gar nicht gerne.

Jedenfalls hab ich mit meiner Anlage normalerweise genügend Strom, um all meine Batterien zu laden, mein gesammeltes Regenwasser zu verteilen und im Winter meinen „Katzengrill“ zu betreiben 🙂

Update:

Mittlerweile lade ich damit direkt meine Eremit LiFePO4 Akkus. An schönen Tagen bekomme ich damit meine  50Ah und 100 Ah Batterie voll. Die hänge ich dann nachts an meine ECOFlow River MAX und versorge damit meinen PC quasi im Notstrombetrieb.
Die ECOFlow River Max kann maximal gehen 500Wh abgeben. Mit den angeschlossenen LiFePO4 Akkus erweitert sich das dann gleich mal auf zusätzlich 1,7 KWh. Seit mehr als einem Jahr funktioniert das jetzt wunderbar.

Im Falle eines Blackouts, habe ich dann auch genügend Strom um die Umwälzpumpe des Holzofens für die Zentralheizung zu betreiben.

Die Eremit LiFePO4 Akkus haben ein BMS, das zuverlässig die Batterie vor über und Unterspannung schützt. Das geht bis 30V Eingangsspannng, weshalb ich da direkt die 3×100 W 12V Panele anschließen kann. Die maximale Spannung geht da ja nur auf 23 V.  Wahlweise kann ich auch direkt die ECOFlow am Solareingang laden.

M2 / NGC 7089

151105 M2 - NGC 7089 (Aqr)

2×4 min ISO400

Im Sternbild Wassermann (Aquarius / Aqr) findet man diese Kugelsternhaufen. Er ist an der Grenze der Sichtbarkeit mit dem freien Auge. Entdeckt wurde er 1746, William Herschel ist es 1794 erstmals gelungen das „nebelige etwas“ in einzelne Sterne aufzulösen.

Die scheinbare Helligkeit ist bei mag 6,5, die hellsten Einzelsterne sind bei mag 13.

Momentan ist er im inneren Halo der Milchstraße zu finden und ca 36.000 LJ weit weg, also weiter als unser galaktische Zentrum. Er hat aber die höchste Geschwindigkeit aller Kugelsternhaufen der Milchstraße und die Bahn führt ihn in weiteren Mrd Jahren bis zu 150.000 LJ hinaus ins äußere Halo der Galaxie.

Er ist wie praktisch alle Kugelsternhaufen mit 12 Mrd. Jahren sehr alt, und enthält auch kaum Metalle. Der Durchmesser ist rund 150 LJ.  Mit 100.000 Sternen ist er auch einer der sternreichsten Vertreter seiner Klasse.

 

Sonnenenergie

Seit zwei Jahren habe ich mich jetzt mit einer Solarstromanlage gespielt:

300Wp

3×100 Wp Monokristalline Solarpanels am Schuppendach Richtung Südsüdwest. Sie sind parallel geschaltet, die Leerlaufspannung beträgt maximal 22V, damit kann einem mal selbst nichts passieren, sollte man in den Stromkreis kommen. Allerdings, bei geringer Spannung braucht man schon dicke Leitungskabel, um den Maximalen Strom von ca. 260W auch zu transportieren. Das können schon mal 20A sein!.  Beim „Leistungsschalter“, womit ich im Bedarfsfall den Strom unterbrechen kann, bin ich bei den Auto HiFi Anlagen Zubehör fündig geworden.

Zur schnellen Kontrolle, wie viel Leistung von den Solarzellen fließen, habe ich mir beim „großen Fluss“ zwei günstige analoge Volt- und Amperemeter besorgt: V*A=Leistung in Watt 🙂

Hier meine Stromproduktion am 24.12.2015 um 14:20 bei Sonnenschein und tief stehender Wintersonne:

Apermeter - Voltmeter

Also ca. 90 W Produktion.Bei Sonnenschein am 25.12. wurden zwischen 11:00 und  13:30 120W geliefert.  Das sind immerhin 0,3 kWh Ertrag. Leider ist aber gerade im Winter oft bewölkt oder falls es schön wäre Hochnebel.

Was oft eine Rolle spielt ist leichter Dunst, der senkt den Ertrag vor allem im Sommer merkbar ab. Aber auch die Temperatur. Kalte Solarzellen liefern eine bessere Ausbeute.

Wer das Maximum herausholen will, sollte die Solarpanele möglichst sauber halten und im Winter vom Schnee befreien.

Solarstrom im Winter

Egal, man freut sich!!

Ein paar Messwerte: Zeit: Watt (MPPT -Regler: V/A)

7.1.
11:30 152W (16Vx9,5A)

20.1.  Morgens: -12 Grad Mittag: -3 leicht dunstig
10:30 112W (16Vx7A) 11:00  128W (16V*8A)  12:00 148W (16,5V/9A)
13:00 144W 14:00 136W 15:00 80W

30.1. Etwas nebelig:
9:30 82W (15×5,5 ) 10:00 105W 11:00 142W(15×9,5) 12:00 150W

6.2.
9:30 77W 10:30 95W 11:30 105W 12:00 176W 14:30 120W

13.2.
9:00 105W 10:00 128W 11:00 160W 14:00 186W 15:00 110W

13.2.
8:30 60W 9:00 93W 9:30 116W 11:00 187W 11:30 195W

18.3.
10:00 160W (16/10) 10:30 176 (16/11) 12:30 200W (16/12) 13:30 192 (16/12)  15:00 160W (16/10)

27.3.
11:00-14:00  204W (17/12)

10.9.
9:00 75W  10:00 140W 11:00-14:30 176W (16V/11A) 15:00 168W 16:00 144W 17:30 128W

16.11.
9:00 36W 9:30 120W

25.12.
9:30 80W (17/5) 10:00 100W  (17/6)

26.12.
10:30 102W (17/6) 12:00: 138W (17/8) 12:30  130W (17/7,7) 13:00 127W (17/7.5) 13:30 120W (17/7)

30.12.
10:30 128W 12:00  144W 14:00 112W 14:30 8W

Winter 2015/16

Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet beendete zum Winterbeginn die trübe Hochnebelwetterlage. Sie steuerte großräumig milde Luft aus Afrika über Spanien nach Österreich. Tageshöchstwerte von 14,5 Grad wurden so erreicht.

Weihnachten 2015 war bei Sonnenschein und 12 Grad, nachmittags ein stärkerer Wind aus Nordwest bis ca 3 bft (21km/h) lies die Temperaturen bis Nachmittag kaum sinken. Er flaute allerdings dann ab, und abends übernahm der normale tageszeitliche leichte Wind aus Südost (die Sonne die nach Westen wandert, erzeugt ja durch Thermik einen leichten Ostwind abends durch Nachsaugen, umgekehrt vor Sonnenaufgang einen Wind in Richtung Morgensonne, falls es keine sonstigen Störungen gibt) und die feuchteren Luftmassen ergaben schnell Nebel, die den recht seltenen Weihnachtsvollmond zudeckten. Der Himmel blieb aber trotzdem recht hell obwohl Mond nicht mehr lokalisiert werden konnte.

So ging es auch am Christtag (25.12.) weiter. Mild und Sonnenschein. Der löste den dichten Boden- und Hochnebel (Sichtweiten um 200m ) gegen 11:00 auf. Auch der Stefanitag (26.12.) war wieder ausgesprochen sonnig und Tageshöchstwerte gingen gegen 13 Grad. Meine 300Wp Solarstromzellen lieferten Mittags bis 130W Strom.

Die Nächte verliefen dann bis auf etwas Nebel recht klar, was die Temperaturen auf unter 0 Grad sinken lies. Durch die Sonne schmolz dann der Morgenfrost aber bei direkter Einstrahlung rasch. So wurden wieder 10 Grad Tageshöchstwert erreicht. Im Osten und Nordosten Niederösterreichs bleib aber der Nebel bis in den Vormittag, mancherorts verging er gar nicht. Dann blieb es unter der Nebelschicht kalt.

In der Nacht von 30. auf den 31.12. lies stärkerer Wind aus Südost mit 7-17 km/h die Temperatur gegen -5 Grad sinken. Durch starke Turbulenzen in der oberen Atmosphäre war aber die fotografische Sicht auf die Sterne etwas getrübt hochliegende leichte Wolken taten ihr übriges. Visuell war es eine Sternklare Nacht mit fallweise bis 4mag Grenzhelligkeit, bis der Mond kam. Die Luftfeuchte ging bis auf 60% morgens zurück, also extrem trocken. So blieb der Himmel bis auf leichte Wolken klar. Meine wilde Katze hat auch dankbar den Tags zuvor durch Sonnenenergie aufgeheizten Platz im Schuppen dankbar angenommen.

Die Statistiken der ZAMG für den Dezember 2015 weisen wieder ein Anzahl von Rekorden auf: Der Sonnigste Dezember, die höchsten Bergtemperaturen, dabei teilweise wärmer als in den Tälern. Niederschlagsmäßig gab es In Wald und Weinviertel nur 25-50% weniger Niederschlag, im restlichen Österreich aber so gut wie gar keinen Regen! Insgesamt war 2015 nach 2014 das zweit wärmste Jahr seit Aufzeichnungen. In Nord und Ostösterreich mit bis zu -40% weniger Niederschlag auch sehr trocken, in Niederösterreich waren es -22% weniger Niederschlag.

Anfang 2016 war dann wieder trübes kaltes Wetter bei Temperaturen zwischen -2 und -7 Grad angesagt. Am 4.1 sorgte eine Nord Westfront für 3-4 mm Schnee. Der früh morgendliche Tiefstwert wurde mit -9 gemessen. Danach gingen die Temperaturen leicht hinauf, aber immer noch deutlich unter 0 Grad, weil es weiterhin nebelig trüb blieb. Auch in der zweiten Woche blieb es trüb und  kalt mit um die -3 Grad. Ein leichte Nordwestfront überquerte in der Nacht von 7 auf 8.1. das Gebiet  und sorgte für leichten Schneefall. Das Rückseitenwetter lies aber wieder einiges an Sonne durch. Rasch stiegen die Temperaturen über 0 Grad. Mit starkem Wind aus Nordwest ginge es weiter, dabei waren auch zwei sehr sonnige Tage dabei, die Temperaturen erreichten tagsüber bei Sonnenschein bis 10 Grad, ansonsten pendelten sie um 5 Grad. Das Tiefdruckgebiet im Norden steuerte dann Mitte Jänner weitere Fronten herein, was zu stärkeren Schneefällen im Westen Österreichs führte. Hier im Osten gingen ein paar leichte Regenschauer nieder, die zogen aber wie meist bei Krems über die Donau hinein ins Tullner Feld. So blieb es hier trocken. Am Morgen des 17.1. brachte eine schmale Wolkenfront, die genau über Engabrunn führte auch etwa 2 cm Schnee. Auch die Sonne kam etwas heraus. die Temperatur stieg von – 3 auf -0,5 Grad. Das lies den Schnee fast wieder verdunsten. Kalte Luftmassen aus Nordosten ließen dann die Temperaturen rasch wieder sinken. Dabei wurden in der Nacht von 19 auf 21.1. eine Tiefstwert von -13,5 Grad erreicht. Kältepol in Österreich war diesmal im Alpenvorland Lilienfeld mit -25 Grad! Tagsüber war es recht sonnig. Auch am Morgen des 22.1. wurden -12,5 Grad Minimum erreicht. Sonnenschein lies die Temperatur dann bis auf -1 Grad am Nachmittag ansteigen. Eine nahende Nordwestfront lies die Nachttemperaturen nicht unter –11 Grad sinken. Samstag  gegen 10:15 begann es zu leicht zu schneien was bis zum Abend ca 10-15cm Schnee brachte. Das entsprach einer gesamt Regenmenge von 3,8 mm. Dabei stieg die Temperatur langsam von -7 auf -4 Grad an. In der Nacht dann mit durchbrechen der Front stieg die Temperatur von -4 Grad innerhalb weniger Stunden bis +5 Grad. Eine weitere Front aus dem Nordwesten ließ die Temperaturen wieder über 0 Grad steigen und es regnete mit 8mm recht kräftig. Die letzte Jännerwoche war dann recht sonnig, die Temperaturen stiegen bis auf 17 Grad.

Der Anfang der ersten Februarwoche wurde dann durch zwei Tiefdrucksysteme, eines im Norden und eines im Süden bestimmt, die immer wieder für etwas Regen sorgte, aber die Temperaturen schwankten nach wie vor bei milden 5-15 Grad. Gegen Wochenende sanken die Temperaturen auf 5 Grad ab.
Die zweite Februarwoche war wechselnd bewölkt bei Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad. Mitte der Woche klarte es einmal komplett auf und so sanke die Minimaltemperaturen bis auf -4,5 Grad ab. Tags darauf verhinderte dichter Nebel weiteres Absinken unter 0 Grad.
Mitte Februar ging es in den Spätwinter. 3 Tiefdruckgebiete um Österreich sorgen für etwas Regen, südlich der Alpen für Schnee. Insgesamt blieben aber bei uns die Temperaturen um 5 Grad.  Am 19.2. regnete dann eine dünne Regenfront die sich von Südost nach Nordost zog aus. Es brachte 18 mm Regen. Danach lies eine Warmfront die Temperaturen bis auf 15 Grad steigen. Der 22.2.2016 brachte dann Temperaturen über 20 Grad!  Nachdem Durchzug der Front gab es dann relativ klare kalte Nächte, wo die Temperaturen bis auf -3 Grad absanken. Unter Tags stiegen die Temperaturen wieder an. Es stellte sich erneut ein Südfön ein, der dann letztendlich Ende Februar, zugleich das Ende des meteorologischen Winters, für reichlich Regen sorgte.
In Summe war es der zweitwärmste Winter seit Aufzeichnungen, und auch einer der feuchtesten. In unserem Raum waren es um 4,5 Grad zu warm und um ca. 180% feuchter.

Die Sonneneinstrahlung ist Anfang März schon kräftig. Meine 300Wp Anlage liefert bei Sonnenschein bereits 200W. Nach wie vor sind aber im Winter die  Sonnenstunden nicht oft und lang genug, von ein paar Ausnahmen abgesehn. Die erste Märzwoche war dann mit maximal 10 Grad wieder relativ kühl. Nordwestwind brachte immer wieder Wolken herein, mit etwas Regen.
Die zweite Märzwoche wurde einmal mehr von zwei Tiefdrucksystemen bestimmt: Ein Tief über  Italien führte Feuchte gegen die Südlichen Bundesländer wo es stark schneite. Das Tiefdrucksystem im Norden steuerte kühle Luft aus Norden bei, was zu etwas Regen führte. Mitte der Woche brachte das abziehende Tief dann zwei relativ klare Tag, die aber in einer Nacht die Temperaturen bis auf fast -5  Grad absinken lies. Dann gab es wieder trübe Tage durch eine Westwetterlage.  Weiterer kräftiger Nordwind sorgte weiterhin dafür, dass die Temperaturen um 5 Grad blieben.

Psc -Sternbild Fische / Pisces

An diesem Sternbild sieht man sehr deutlich: Viele Sternbilder im Tierkreiszeichen sind schlecht zu erkennen. Hier ein Weitwinkelbild (28mm KB) des an sich großen Sternbildes der Fische

151105 Sternbild Fische / Pisces - Psc

Hier die Auflösung inform der Astrometrierten Version:

151105 Sternbild Fische / Pisces - Psc

In Groß auf Astrometry.net

Rechts das Sternbild Wassermann (Aquarius/Aqr) links der Widder (Aries/Ari). Im Jahreszeitlichen Ablauf steht die Sonne im Februar im Wassermann, im März in den Fischen und dann folgen die im Sternbild Widder geborenen.
Beim Widder kann man wenigstens zwei helle Sterne leicht erkennen unter der Andromeda….

Zu den Sternen: Die hellsten Sterne beginnen bei mag 3,6 – also in der Stadt so gut wie nicht zu sehen. Der Rest hat mag 4,5 bis über mag 5, also an der Grenze der Sichtbarkeit bei gutem Seeing.

Neben einigen Doppelsternen und Veränderlichen gibt es nur ein Objekt aus dem Messierkatalog: M74 eine schöne, wenn auch schwache Spiralgalxie in ca 23 Mio Lj Entfernung.

 

UMa Großer Wagen / Bär

Der große Bär, eigentlich die große Bärin ist ein sehr großes Sternbild

190307 Großer Wagen / große Bärin - UMa

Wer sich nur ein wenig auskennt am Sternhimmel, der kennt aber den auffälligsten Teil des Sternbilds, denr große Wagen:

190307 Großer Wagen / große Bärin - UMa

(in Groß auf AstroBin)

Noch ein tiefer belichtetes Bild:

250419 Sternbild Große Bärin / Wagen - UMa/Ursa Major

(in Groß auf AstroBin)

Auf unseren Breiten und natürlich höher im Norden ist das Sternbild zirkumpolar, es ist also das ganze Jahr hindurch zu sehen, wie es um den Nordpol wandert.

Der 2 Stern in der Deichsel des großen Wagens ist ein visueller Dopplestern Mizar und Alcor (das Reiterchen). Wer gute Augen hat, kann dieses Pärchen trennen, weshalb es schon im Arabischen Raum für Augentests bekannt war. In Wirklichkeit dürften es nur zufällig eng stehende Sterne sein. Mizar allerdings ist ein echter Doppelstern, den man mit einem kleinen Teleskop trennen kann:

Mizar und Alcor

M101 – Feuerradgalaxie

190406 Feuerrad Galaxie - M101

Von uns aus gesehen die 3. größte Galaxie, nach Andromeda (M31) und Dreiecksgalaxie (M33). Eine der wenigen wo man auch schön von oben auf die Spiralarme drauf sieht. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag kann man sie im Fernglas sehen. Sie ist von uns 22 Millionen Lichtjahre weit weg und übertrifft sie mit einem Durchmesser von  170.000 Lj. die Andromeda Galaxie bei weitem.

Wenn man den Hinteren Teil des Wagenkastens Richtung Polarstern geht, der ja 5x dem Abstand der hinteren Sterne entspricht, kommt man am halben Weg zu Bodes Galaxien – M81 und M82. Sie sind zu unserem lokalen Haufen (wo unsere Michstraße, Andromeda und Dreiecksgalaxie gehören) die nächsten Galaxien und 11,5 und 11,8 Mio LJ weit weg.

190322 M81 & M82 Bodes Galxien

im weiten Feld mit IFN :

260407 Bodes Galaxie M81 / M82 IFN

in größer auf AstroBin

Eine der selteneren Polarring Galaxien, NGC3718 kann man auch im Sternbild finden:

190406 NGC3718 (r) NGC3729 (l) Hickson 56