Der gefährlichste Fisch im Roten Meer

Grüner Drücker

Wirklich gefährlich werden oft nur Dinge, von denen man nichts weiß!

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen am Roten Meer will ich gleich eines Versichern: Generell ist das Gefahrenpotential das von Seiten der Meeresbewohner ausgeht sehr gering. Weitere Gute Nachricht: Es gibt am Roten Meer weder Seeschlangen, Blauringkraken oder Krokodile.

Wenn man nichts angreift oder wo hineingreift und auf Korallen und Sand herum trampelt, ist man auf der sicheren Seite. Mit einer Ausnahme: der Große grüne Drückerfisch während der Brutpflege.

Mal zu den Eckdaten: Der „Große Grüne Drücker“ („Titan / Giant Trigger“ in englisch) wird bis zu 75cm groß und kann mit seinem Zahnleisten ganz einfach Muscheln und Korallen knacken.

Außerhalb der Brutzeit ist er meist friedlich, die ist so im Frühjahr herum. Er bewacht das Gelege extrem aggressiv. Das bedeutet er greift alles innerhalb eines gedachten Zylinders im Umkreis von 10-15m hin an. Der Bereich reicht bis zur Wasseroberfläche. Wenn man erste Drohgebärden nicht ernst nimmt dann versucht er zu beißen, Wade oder Seite habe ich beobachtet, man hält also tunlichst die Flosse hin….. 😉 Wenn man ihn ansieht steigert sich die Aggression, aber wer lässt ihn schon aus den Augen 😉 Taucher begehen dabei oft den Fehler, einfach aufzusteigen, damit bleiben sie aber in seinem Überwachungsbereich. Zum Glück beißt er nicht immer gleich zu, sondern lässt es bei Scheinbissen bewenden.

Er kommt also von selbst auf den nichtsahnenden Schwimmer/Taucher zu.

Sollte man es nicht wissen:

Fische, so friedlich sie da einem Umgeben, können in einem Bruchteil einer Sekunde aus dem Blickfeld verschwinden und eben so schnell da sein.
Wenn ein Fisch also angreifen wollte ist er da, ohne dass man ihn bemerken würde, auch bei der oft extrem guten Sichtweite von 15m!

Von daher braucht man also generell keine Angst haben, solange man mit offenen Augen durchs Wasser schwimmt und eventuelle Zeichen von Aggressivität wahrnimmt und sich entsprechen verhält. Zu gewissen Zeiten ist es halt der Drückerfisch den man beobachten sollte, wie er drauf ist. Wobei sich Aufmerksamkeit seiner Umgebung sowieso immer empfiehlt.

Um die Aufzählung der Gefahren am Roten Meer noch komplett zu machen:

Rotfeuerfische im freien Wasser (wenn auch _sehr_ selten da anzutreffen) weichen nicht aus! Also auch da Augen auf,

Und Nachts mit Lampen ins Wasser zu leuchten: Hornhechte können ins Licht springen, dann bist Du möglicherweise Aufgespießt, solltest Du die Lampe vor dir halten.

Das war es dann auch schon!

Heut zu Tage wird alles in den Medien berichtet und wenn jeder nachdenkt, von wie vielen Unfällen man da hört, ist es also sicher, auch wenn so viele „Unwissende“ herum plantschen und die Infos meist übertrieben dargestellt werden. 🙂

…. und Haie?
Sie sind scheu und meiden den Trubel der Menschenmassen!
In der Nähe eines Riffs wirst Du kaum auf einen Hochseehai, der nach jedem möglichen Happen beißt, treffen. Er „kostet“ zwar zunächst, aber das reicht meist und man verblutet. Gefährlich sind die mittleren, weil sich noch nicht wissen, dass wir nicht die Beute sind, aber schon groß genug dass wir von der Größe als Beute in Frage kommen.

Die Chancen also, um wirklich Schaden zu nehmen, sind ähnlich gering wie einen Hauptgewinn im Lotto! An Bienenstichen und Grippe sterben bei uns wesentlich mehr! Obwohl letzteres durch Impfung zu Verhindern wäre.

Potentiell weiter Gefährliche Dinge

Kegelschnecken – Rochen ………

 

Beobachtungsnacht 12.11.2015

Eine relativ sternklare Nacht lies mich wieder probieren. Da im Süden Wolken waren und so ein Blick  versperrte versuchte ich mich zunächst am M34 – ein offener Sternhaufen zwischen Perseus und Andromeda. Zusätzlich montierte ich noch einen Fotoapparat mit dem „alten“ ED50200.

Die Montierung richte ich zunächst an der sehr hellen Auriga im Fuhrmann aus, was es mir ermöglichte, das Teleobjektiv scharf zu stellen. Am Teleskop selbst mit Bahtinov Maske gibt es ja da keine Probleme. Ein letztes Allignment dann am Almach und schon lies ich M34 anfahren. Es passte gleich recht gut.

Das Tele richtete ich gegen Andromeda. Im Liveview konnte ich da sogar Sterne sehen!. Nach einer kurzen Probebelichtung mit sehr hoher ISO rückte ich dann noch das Bild zurecht. Dann war alles bereit für Belichtungsserien von je 4 Minuten. Der MGen Autoguider sorgte für eine exakte Nachführung und das Dithering. So nennt man das Versetzen der Aufnahme am Chip, wodurch weiteres Sensorrauschen und Sensorfehler besser ausgeglichen werden können.

Mein DualsetupSetup

Nach einer Stunde war aber dann mal Schluss, denn am Teleobjektiv begann sich Tau abzusetzten. Das Sucherfernrohr für den Autoguider war bereits stark beschlagen, allerdings war der ausgewählte Stern noch so gut zu sehen, dass es zu keinem Sternverlust kam.

Dann machte ich mal Dunkelbilder für die Korrektur der Sensorfehlpixel, indem ich das Objektiv abdeckte. Nach einigen Dunkelbilder stellte ich die Kameras auf Automatik und die Belichtungskorrektur noch auf +1 Blende. Mit der LED Flatfieldbox machte ich dann die Flats. Mit der kürzesten Belichtungszeit im Dunkeln die Bias Bilder, auch wenn das Bias bereits im Dunkelbild enthalten ist, geht ja schnell.

Ich beschloss dann mal zu versuchen, dem Beschlagen mit einem Föhn beizukommen. Als weitere Versuchsobjekte dienten dann mit dem Tele M42, der Orionnebel und am Teleskop M1, der berühmte Krebsnebel. Beide stiegen schon im Südosten hoch, und die sehr störende Kirchenbeleuchtung wird ja erst Samstag und Sonntag eingeschaltet.

Hier das erste Bild, ein Foto mit dem „alten“ ED50200 bei 200mm (=400mm KB Brennweite) bei Offenblende von F3,5 bei ISO1600 und 13×4 Minuten an der E-PL7

151112 M31 - Andromeda Galaxie

Herbst 2015

Anfang Herbst sanken dann die Temperaturen mehr gegen „Herbst typisch“ Tageshöchstwerte um die 20 Grad, gegen Ende September nur mehr 16 Grad. In aufklarenden Nächten waren dann die Tiefsttemperaturen schon um die 5 Grad. Nordostwind sorgte aber durchwegs für recht Trockene Luft. Das in den Nordosten Europas abgewanderte Tiefdruckgebiet steuerte aber immer wieder Wolken herein.

Anfang Oktober war es wieder wolkenlos, Nordostwind und auch Südostwind sorgten für eher trockenere Luft in der Nacht. Dann brachte ein kleine labile Zelle aus Nordost kommend wieder etwas Regen. Nach kurzer Besserung kam es zwischen 7 und 8 zu einer Okklusion (eine Warmfront verschmilzt mit einer Kaltfront), die kaum mehr weiter wanderte und so über dem Nordostteil Österreichs ausregnete. Den meisten Regen gab es in Oberösterreich mit einer Spitze von  100mm innerhalb 48 Stunden (St.Wolfgang). Hier  sind dann auch noch gut 25mm zusammengekommen.

Durch einfließen kalter Luftmassen aus dem Nordosten klarte es in der Nacht zum 12.10. auf und so gab es mit -1,5 Grad den ersten Morgenfrost. Tags darauf ging die Temperatur ab Mitternacht leicht unter 0 Grad, allerdings stieg die Temperatur durch den Aufzug von Wolken und wärmerer Luftströmung.

Ein kleinräumiges Tief, das  recht stabil, aber unvorhersehbar über Nordwestösterreich herumeierte sorgte für instabile Wetterlage, aber auch mal Sonnenschein. Die Temperaturen pendelten dann zwischen 4 und 10 Grad. Auch längerer leichter Regen brachte einiges an Regen. 27 mm in 3 Tagen. Beim Abzug nach Nordosten sorgte es mit 12 stündigem Dauerregen nochmals für  eine beachtliche Regenmenge von 23mm.

Danach stellte sich Hochdruckwetter ein, dass für durchwegs sonniges Mildes Wetter sorgte. Je nach Wind lösten sich im Flachland die allmorgendlichen Frühnebelfelder mal schneller oder langsamer auf. Bis Ende Oktober war weiterhin ein Hochruck über Europa bestimmend. Lebhafter Wind aus Ost sorgte für trockene Luft, sodass es kaum zu Hochnebel kam und die Sonne von morgens bis Abends sichtbar war. Die Temperaturen lagen zwischen 5 und  15 Grad.

Anfang November setzte sich Hochdruckwetter durch, was zu kalten Nächten mit Tiefstwerten um die -2 Grad führte. Am Tag wurde es dann bis zu 16 Grad warm. Eine kleine Störungsfront vom Nordwesten unterbrach das kurzzeitig und bracht etwas über 1mm Regen. Durch die milden Luftmassen des Atlantiks blieb die Nachttemperaturen über 7 Grad. Am Tag gingen die Temperaturen Richtung 20 Grad. Wieder wurde an einigen Orte langjährige Höchstwerte zu dieser Jahreszeit und Rekord Minimumwerte Nachts von über 17 Grad verzeichnet. In der Nacht zum 20. November ging der extrem warme November mit Temperaturen um die 20 Grad mit einer Kalter Polarluftströmung zu Ende. Dieser Tag brachte einigen Regen. Die Temperatur sank dabei rapid von 18 auf 8 Grad. In weiterer Folge sanken dann die Temperaturen auf das normal Jahreszeitliches Niveau von um die 2-3 Grad Tagsüber.

Vorhersage gemäß  fiel bei den klaren Vollmondnächten um den 23.11.-25.11. die Temperaturen unter 0 Grad auch Tagsüber, der Tiefstwert wurde mit -6,5 Grad erreicht. Feuchte Luft trübte dann wieder den Himmel und es gab dann am 26 .11. den ersten Schneefall, der aber bei den Temperaturen über 0 Grad bald wieder verschwand. Immerhin waren es 4mm Niederschlag während des Tages. Der November verabschiedete sich sehr stürmisch. Spitzenwerte von über 120 km/h gab es am Jauerling, im Wr.Neustädter Raum wurden Dächer abgedeckt. Es gab noch etwas Regen, und die Temperatur der warmen Atlantikluft lies die Temperatur um 10 Grad pendeln. Nach den langjährigen Statistiken der ZAMG ist der November 2015 unter den 3 wärmsten und trockensten seit Aufzeichnung!

Mit Beginn des Meteorologischen Winters am 1.12. verzog sich die sehr stürmische Nordwest Wetterlage und brachte auch noch etwas Regen. Damit sanken die Temperaturen wieder unter 10 Grad. Nach dem üblichen Bodennebel am morgen, wo die Nachttemperatur auch mal auf 0 Grad sank, gab es tagsüber wieder Sonnenschein.

Wechselhaft und meist mit zähem Nebel ging der Herbst auch zu Ende. Unter der Nebeldecke waren die Temperaturen zwischen 2 und 5 Grad. Ab und zu nieselte es aus dem Nebel, und es gab auch mal etwas Regen alles unter 1 mm/m2. Bis Weihnachten hin gab es dann sehr sonniges warmes Wetter bis 12 Grad.

 

 

28.9.2015 Totale Mondfinsternis

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand eine denkwürdige Mondfinsternis statt. Aufgrund der sich spät auflösenden Wolken fast ohne mich. Kurz vor der Totalität gab es größere Wolkenlücken, sodass ich zumindest den „Blutmond“ selbst mal abbilden konnte:

150928 Totale Mondfinsternis 28.9.2015

(Bild in Originalauflösung)

Ein Vollmond im September wird als Erntemond bezeichnet. Erntemond deshalb, weil er in alten Zeiten, wo noch kein künstliches Licht bei der Feldarbeit möglich war, er genügend Licht spendetet um auch Nachts mit der Ernte voranzukommen.

Er war noch dazu ein „Supermond“.  So nennt man einen Vollmond, wenn die Mondbahn genau zu Vollmond der Erde am nächsten kommt. Genau das war um 4:11 morgens, genau mit dem Eintritt des Mondes in den Kernschattens der Erde. Das Streulicht der Erdatmosphäre färbt ihn dabei dunkelrot. Da er so nahe war, dauerte diese Totalitäsphase mit etwas über 1 Stunde und 12 Minuten auch extrem lang.

Eine Mondfinsternis ist an sich nicht gar so selten, aber die nächste Mondfinsternis mit ähnlicher Qualität wir erst am 8.10.2033 stattfinden.

Beobachtungsnacht 29.8.2015

Tags zuvor habe ich nochmals eine Lösung versucht, Mondbilder aus der Digitalkamera zu stacken. Danke einer Webseite ist mir das scheinbar mit Fitsworks gelungen. Sterne zu stacken ist ja nicht das Problem, denn da gibt es einiges an Software, hoch aufgelöste Bilder aus der Digitalkamera aber überfordern die auf kleine Bilder aus Webcams für Planeten und Mond Detailaufnamen ausgelegten Programme. Das motivierte mich natürlich dazu es am großen Vollmond zu versuchen. Der Vollmond fand  um 20:36 statt. Günstiger Weise wäre er mit 358.993 km auch recht nahe der Erde, erst morgen am 30.8. wird er mit 358.282 km seine größte Erdnähe erreicht haben.

Der Mond wird um Mitternacht dann mit 30 Grad über Horizont seinen höchsten Stand erreicht haben (Meridiandurchgang – seinen Höchststand über Horizont), was zumindest die dünnst mögliche Luftschichte zwischen Objekt und Teleskop bringt. Auf der Sternkarte im Stellarium sehen ich noch, das Uranus auch zu sehen wäre und mit einer scheinbaren Helligkeit von mag 5-6 wohl auch bei Vollmond sichtbar sein sollte. Ich suche mir Hamal als Stern aus, um ein möglichst nahes Allignment zu machen. Ein paar Bilder bei ISO200 und zwischen 0,5 und 15 Sekunden sollten reichen, um ihn eindeutig zu identifizieren. Inzwischen geht es gegen Mitternacht und ich mache je 60 Bilder am Vollmond einmal „Normal“ und einmal mit dem EC14, einem 1,4x Telekonverter, der in meiner Konfiguration den Mond nahezu formatfüllend zeigt.

Hier mal ein Bild des Vollmondes in Originalauflösung 42 von 60 Bildern gestackt. Aber leider ist die Auflösung nicht wirklich gut, da habe ich schon wesentlich besser aufgelöste Einzelbilder des Mondes. Da war offenbar die heiße Luft zu unruhig.

Dann schwenke ich nochmals zum Uranus, diesmal mit der Barlow 2,67 (2,67x APM Komakorrigierende Barlowlinse von Gerd Düring). Damit ich überhaut was sehe am Liveview geht ich erneut zu Hamal. Die Schärfe wird auch noch schnell mit der Bahtinovmaske überprüft. Per GoTo lasse ich das Teleskop erneut auf Uranus schwenken. Dann mach eich wiederum ein paar Bilder.

Zum Abschluss gehe ich mal auf Almach, der schöne Doppelstern in der Andromeda. Wieder erwarten war das Luftflimmern nach Mitternacht doch nicht ganz so groß wie befürchtet. Im Liveview mit Bahtinovmaske kann man seinen mit 10 Bogensekunden recht nahen Begleiter sehr deutlich getrennt sehen und ich mach noch ein Bild mit der Maske.

Nach ein paar Bildern von Almach mit verschiedenen Belichtungszeiten schließe ich den Beobachtungsabend ab.

 

 

Astrofotografie mit Olympus Digitalkameras

Mittlerweile gibt es natürlich immer mehr, die Olmypus auch für Astrofotos verwenden. Nach jetzt 2 Jahren habe ich den einfachen und praktikabelsten Weg zur Adaption gefunden:

Einfach einen 2″ (= 2 Zoll Standard für ernsthafte Fotografie!) auf mFT Adapter nehmen. Wer ein Komakorrektor oder Flattener mit üblichen 48mm Anschluss hat, nimmt einen M48->2″ Adapter.
Für die APM 2,7x Barlow braucht man ein 50mm 2″ Verlängerungsrohr um in den Fokus zu kommen. Und dann halt wieder auf den mFT 2″ Adapter an die Kamera. Aber behaltet im Hinterkopf – Telekonverter (= Barlow in der Astrofotografie) kosten naturgemäß viel Licht: 1,4x 1 Blende, 2x 2 Blenden….

Zu Beginn musste ich mal herausfinden, was man wie kombinieren kann – siehe Text weiter unten. Außer als Spielerei am Planeten würde ich Okularprojektion vergessen…. Und anstatt dem MMF3 Adapter auf 2″ halt den mFT/2″ Adapter verwenden. Der Funktioniert auch mit (zumindest meinem) MC14. Wer den EC14 Adapter hat, braucht dann natürlich einen MMF auf mFT Adapter.
Als Tipp: bei 800mm Brennweite + 1,4x Telekonverter ist der Mond und Sonne nahezu Formatfüllend. Daher: Kauft keine zu lange Brennweite! Lichtstärke für kurze Belichtungszeit zählt mehr als etwas länger und bezahl-/händelbarer mehr Brennweite bei geringerer Lichtstärke!

—–  August 2015 ——-
All zu viele Olympus User dürfte es bei der Astrofotografie nicht geben. Als passionierter Olympus Fotofreund bleibe ich natürlich auch bei der Astrofotografie treu, da ich mit den OM-D Kameras über hervorragende und leichte Gehäuse verfüge.

Hier stelle ich mal die Adaption der Olympus FT Kameras vor:

Adaption Astrofotografie

Nach einigem herumprobieren habe ich jetzt zwei Hauptadaptionen gefunden, die mir qualitativ am besten zusagen:

Adaption am Teleskop

Für verzerrungsfreie Bilder ist bei solch lichtstarken Newton Teleskopen ein Flattener (Komakorrektor) erforderlich. Ansonsten würden am Bildrand die Sterne Tropfenförmig verzerrt. In meinem Fall hat der Ausgang des  Komakorrektors ein M48 Gewinde. Teleskop-Austria.at hat mir den FT-Adapter auf dieses M48 Gewinde angepasst. Daran kann ich direkt die Kamera an den FT/mFT anschließen.
Da die Sterne in den Ecken nicht rund waren, wurde noch ein 2mm Abstandsring zwischen Komakorrektor und Adapter probiert. Jetzt sind sie bis in die Ecken fast rund. Fast perfekt dürfte der Abstand aber sein, wenn man einfach einen M48 auf 2″ Adapter nimmt. Dann die Kamera einfach mit einen handelsüblichen FT/2″ Adapter anschrauben.

Wie ich noch einen Filter dazwischen bekomme hat sich mittlerweile auch geklärt: Im Flattener (Comakorrektor) bez. bei den gute Adaptern kann man die Filter einfach einschrauben 🙂

Adaption an KomaKorrektor

Da ich noch einen EC-14 (Olympus FT 1,4x Telekonverter) habe, nehme ich den gerne bei Sonnen oder Mondfotografie. Damit ist bei einem Teleskop mit 800mm Brennweite der Mond oder Sonne (0,5 Grad Winkelausdehnung) fast formatfüllend:

160507 E-M5 mit EC14

Also: Teleskop – Comakorrektor – M48/2″ Adapterring – 2″ Adapter – EC-14 – FT/mFT Adapter und mFT Kamera.

Adaption mit Baader Barlow 2,25 am Teleskop

Die Baader Barlow für Hyperion Zoom Okular, mit 2,25 stellt das dar, was ein Telekonverter bei Fotooptiken ist: Er vergrößert das Bild. Der Komakorrektor ist dann nicht mehr notwendig. Daher braucht man einen T2/FT Adapter und eine Adapter der dann das ganze mit dem Teleskoptubus verbindet. 1,15″ Filter kann man dann direkt an der Barlow Linse einschrauben.

Adaption mit Barlow
barlow_om-d

Adaption mit APM Barlow 2,67x am Teleskop

Sie ist relativ einfach: Der enthaltene APM Adapter (für das Einstecken eines normalen 31,4mm Objektives) hat ein 2″ Gewinde. Das ganze einfach mit dem 2″ Adapter auf FT oder mFT Adapter. Zur stärkeren Vergrößerung kann man noch ein 2″ Extender Rohr dazwischen geben.

Natürlich kosteten solche Vergrößerungsmaßstäbe jede Menge an Licht und man stößt schnell an die Grenzen des Sinnvollen bei Digitalkameras. Das Vierfach Sternsystem wie ε-Lyrae kann man aber schön trennen. Die zwei Komponenten der beiden Doppelsterne sind nur 2,3 bzw. 2,7 Winkelsekunden entfernt.

Bei hohen Vergrößerungen kann man natürlich auf den Comakorrektor verzichten. Wenn man aber einfach von norma (mit Comakorrektor uaf ohne Komakorrektor) umrüsten will, sollte man den Newton neu justieren. Wenn es also schnell gehen soll, dann kommt der M48 1,25″ Adapter an den Komakorrektor. Da steckt dann die APM Barlow drinnen. Die APM Barlow ist wir üblich mit 2″ Abstandsrohr und einem 2″ / FT oder mFT Adapter an der Kamera:

160509 EM5 + APM Barlow am Comakorrektor
Okularprojektion durch Hyperion Zoom Okular

Man kann mittels optionalen Adapters vom Hyperion Zoom Okular auf T2 die Kamera direkt ans Okular anschließen. Leider ist dann die Bildqualität nicht mehr wirklich hoch: Z.b. beim hellen Rand des Mondes deutliche Halos. Bei der Fotografie der Sonne sieht man jede Menge Staub. Auf die schnelle bin ich nicht dahinter gekommen auf welchem der vielen Linsenflächen dieser Staub liegt, aber alles durch putzen  hilft.

Okularprojektion

Aus der Fotografie weiß ich aber, dass jeder zusätzliche Linse Qualitätsverluste verursacht. Bei den Vergrößerungen die das 8-14mm  Zoom anbietet kommt man nicht wirklich auf höhere Vergrößerungen als eine Adaption Barlow+Kamera bietet. Zumindest im Sommer ist das Seeing so schlecht, dass es wohl keine zusätzlichen Vorteile bietet. Ob ein Einsatz der klassischen Okularprojektion (Teleskop  + Barlow + Okular + Kamera) bei guten Bedingungen sinnvoll ist, wird sich noch herausstellen. Ebenso inwieweit die afokale Projektionsphotographie (Teleskop + Okular + Kameraobjektiv + Kamera) etwas bringt, ebenso.

Barlow + Okularprojektion

Okularprojektion bringt mM nach zu starken Qualitätsverlust. Mit einer guten Barlow geht es besser.

ISS

Kurz zu den Bildern:

Händisch nachgeführter Fotonewton (200mm/800mm Brennweite F/4). Dabei versuche ich die ISS im Sucherfernrohr ins Fadenkreuz zu bekommen. Gerade wenn es interessant wird, nämlich möglichst im Zenit, wo sie dann nur etwas über 400 km über uns ist, erfordert das einige Verrenkungen. Mit Parallaktischer Montierung habe ich es auch gemacht, dann kommt aber die Schwierigkeit dazu, dass man irgendwann umschwenken muss und ob man dann noch in der Eile, die ISS wieder einfange kann ist sehr schwer. Aber: Übung macht den Meister 😉

Dieses Bild war bei nahezu Vollmond mit EC14 1,4x Telekonverter entsprechend dann 2,24m Brennweite am 31.7.2015 um 22:56

150731 ISS 22:56:08

[FN + EC14, E-M5  – ISO3200 1/2000sec]

Am 12.8.2015 flog sie wieder sehr günstig mit einem Minimum von 411km drüber. Diesmal mit Baro2,5x Linse entsprechend 4m Brennweite. Durch die Hitze sehr schlechtes Seeing.

150812 ISS_21:58:16_411km_OMD26178

kurze Zeit später bei ca 550km:

150812 ISS_21:59:00_OMD26180

[FN + Barlow 2,5 , E-M5  – ISO3200 1/1200sec]

Noch ein Versuch bei einem Überflug:

180416 ISS Überflug 19:44:18-19:46:30

(in 1:1crop – Auflösung)

Ab und an kommt es natürlich auch vor, dass die ISS vor Sonne oder Mond vorbeifliegt. Das dauert maximal 0,9 Sekunden

190630 ISS Transit

Ein 1:1 Auschnitt
190630 ISS Transit 100%

Cepheus – CEP

Das Sternbild des Kepheus sieht einem Haus ähnlich. Man findet es, wenn man den hinterem Schenkel der Kassiopeia verlängert. Dann kommt man zum Alderamin, mit 2,5 mag der hellste Stern dieser Konstellation die anderen Sterne des „Kastens“ findet man dann schon sind aber mit mag 3-3,5 weniger hell. Man kann sie also bei  mittelpächtigen Sternsicht sehen.

1508 Cepheus - CEP

In größer habe ich es auf Astrometry.net geladen

Am Rande der Milchstraße findet man relativ viele Nebel/Dunkelnebel im Sternbild. Bemerkenswert schon mit freiem Auge, bezw. auf jeden Fall mit Fernglas zu sehen der µ Cephei, der berühmte Granatstern (grüner Pfeil).

240909 Granatstern und Elefantrüssel Nebel IC1396 / LBN451

größer auf AstroBin

Seine granatrote Farbe deutet schon auf die recht kühle Oberflächentemperatur hin. Er ist der größte mit freiem Auge sichtbare Stern und übertrifft Betelgeuse im Orion bei weitem. Seine Helligkeit schwankt zwischen 3,7 und 5 mag. Der größte am Nördlichem Himmel sichtbare Stern ist vv Cephei (Wiki-Sterngrößen). Er würde in unser Sonnensystem versetzt bis zur Saturnbahn reichen!

Gleich in der Nähe des Granatsterns sieht man einen Rötlichen Fleck: IC 1396 in diesem ist ein Emissionsnebel eingebettet: Der Elefanterüsselnebel

250918 Elephantenrüssel Nebel IC1396

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Zwischen Cepheus und Cassiopeia zieht sich die Milchstraße, entsprechen reich ist diese Gegend an Nebeln und Staub.

Zwischen Alderamin und Alfirk, dem hellen Stern im Kasten ist etwas außerhalb der Iris Nebel, ein recht großer heller Reflexionsnebel zu finden:

181013 NGC7023 Iris Nebel

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250919 Irisnebel, Ghostnebel in Cepheus

größer auf AstroBin, die sternenfrei Version: AstroBin 

Mit dem Teleskop ist unterhalb des Irisnebel der Geisternebel zu finden:

251018 Geisternebel in Cepheus VdB141

größer auf AstroBin eine sternenlose Version zeigt die Nebel: AstroBin

251018 Geisternebel in Cepheus VdB141 Sternlos

Gleich unterhalb des Sterns Alfirk findet man den Haifisch Nebel (LDN 1235)

181012 LDN 1235 - Haifisch Nebel / Shark nebula

größer auf AstroBin 

Zwischen Kassiopeia und dem Kepheus liegt der Fragenzeichennebel:

221025 Kassiopeia - Kepheus / Fragenzeichennebel

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