Jupiter

Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Am Sternenhimmel ist er nach der Venus das hellste Objekt, wenn man Sonne und Mond nicht mitrechnet. Venus ist aber immer nur kurz vor bezw. nach Sonnenaufgang sichtbar. Von daher ist er leicht am Nachthimmel zu finden.

Schon mit einem einfach Fernglas kann man 4 seiner größten Monde sehen: Die Galileische Monde.

Jupiter
Galileo Galilei hatte sie am 7.1.1610 durch sein selbst gebasteltes Fernrohr gesehen und damit den ersten Himmelskörper der offenbar nicht um die Erde kreist und auch von anderen Monden umkreist wird. Das Fernrohr kann man übrigens in Florenz im Astronomische Museum sehen. Von der Abbildungsleistung her sind selbst die günstigsten Fernrohre heute weit überlegen!

Die Monde umrunden Jupiter recht schnell, immer wieder ziehen sie dabei auch vor dem Planeten vorbei und man kann bei stärkerer Vergrößerung den Schatten auf der Gashülle der Planeten sehen. Hier auf dem Bild stehen die Monde (von Links unten nach Rechts oben gesehen): Ganymed, Io, Callisto und rechts oben Europa. Jupiters Atmosphäre ist sehr turbulent, man sieht Wolkenbänder und den bekannte „Großen Roten Fleck“ ein großer Sturm in der Atmosphäre. Auch Jupiter rotiert sehr schnell mit fast 10 Stunden einmal um seine Achse.

Jupiter wurde schon bald zum Ziel so mancher Raumsonden, so haben wir recht Detailtiere Vorstellung der Monde. Eine der bekannteste waren die Voyager Sonden, da sie Ende 1979 die ersten hochauflösenden Bilder lieferten. Spektakulär auch die starken vulkanischen Aktivitäten des Mondes Io. 2016 wird die Raumsonde Juno Jupiter selbst genauer erforschen.

Im März 2016 ist es mit gelungen den Großen Roten Fleck mit den Monden einzufangen:

160318 Jupiter mit Großem Roten Fleck

Der Große Rote Fleck ist ein  Wirbelsturm in der Jupiteratmosphäre von einer Größe von 2 Erddurchmessern.

Im Mai 2016 aus 4 Bildern gemittelt:

160515 Jupiter

April 2017

So schnell bewegt sich der Jupiter – 2 Bilder als Animation – dazwischen sind 10 Minuten Zeitunterschied!

200809 Jupiter Animation 2 Bilder 10 Minuten Unterschied

Mit dem 400mm Teleobjektiv:

250110 Jupiter und Monde

Mein erstes Teleskop

Nach langem hin und her überlegen habe ich vor kurzem ein Teleskop angeschafft. Sehr Komplex alles, aber zum Glück gibt es ja das Internet, wo man einiges zu den Kriterien der Teleskopauswahl finden kann und genügend Anfängerfragen beantwortet werden. Auch ein Glück, gibt es ein Fachgeschäft in Wien, wo es kompetente Beratung gab und die Preise auch noch stimmen.

Meine Hauptkriterien waren hohe Stabilität der Montierung und beste Nachführungseigenschaften für Fotografie. Natürlich auch gut auskorrgierte Optik und das ganz auch noch einigermaßen tragbar im Garten. Die Adaption auf Olympus 4/3 wurde extra noch angepasst.

Ich hab mich sofort in den „Newton ohne Namen“ mit Komakorrektor verliebt. Es ist der 200/800 (FN2008c-flat) geworden, da der nächst höhere (250/1000) kurzzeitig vergriffen war und ich den Saturn noch schön sehen wollte. Außerdem hatte ich etwas Angst, ob er nicht doch zu groß und schwer sein würde. Ich verwende ja Olympus Kameras und da ist der „Cropfaktor“ ja 2, was von sich aus schon vergrößerte Bilder geben würde.

Also Montierung schwankte ich ursprünglich zwischen EQ5 und EQ6, was durchaus noch machbar mit dem 200/800 ist, als Fotoapparatnachführung alleine sowieso. Dann habe ich das AZ-EQ6 gesehen und einige Erfahrungen am Internet gelesen, die mich überzeugten, das der hohen Aufpreis es wert sein würde. Die ersten zwei Beobachtungsnächte zeigten sofort: Es war die richtige Entscheidung! Ich weiß zwar noch nicht wohin und wie weit meine Reise in Sachen Astronomie gehen wird, aber der Grundstein mit dieser Montierung ist dafür sicher für eine lange Zeit gelegt.

An notwendigem Zubehör gab es natürlich ein Sucherfernrohr und 2 Okulare sowie einer passenden Barlow Linse (Telekonverter).

Okulare im Detail:

26mm Wide Angle Okular mit 70 Grad Sehfeld, für eine möglichst große Übersicht

8-24mm Baader Hyperion Zoom Mark-III Okular mit 68 Grad Sehfeld

Dazu noch das Barlow für Hyperion Zoom Okular, mit 2,25 Vergrößerungsfaktor

Sehr praktisch: In der freien Astronomische Software „Stellarium“ kann man die Daten seines Teleskopes samt Zubehör hinterlegen. So kann man einfach sehen, wie sich der entsprechende Himmelsausschnitt im Teleskop zeigt.

Parallaktisches Setup
Teleskop

Azimutaler Aufbau

160206 AZ-EQ6 - Azimutales Setup

Regenvorhersage ist nicht einfach

…..um es mal so auszudrücken 🙂

Natürlich versuche ich als Wetterlaie herauszufinden, wie das lokale Wetter wird. Langzeit ist es für mich wichtig abzuschätzen, mit wie viel Regenwasser ich rechnen darf. Einerseits ob es sich lohnt, Schläuche für das zu viel an Wasser der Regenauffangbehälter in die Zisterne quer durch den Garten zu legen, andererseits ob ich unter der Woche Garten gießen fahren muss. Natürlich auch, wie sparsam ich mit meinen Regenwasservorräten ich umgehen muss. Kurzzeitig natürlich geht es eher darum wie ich meine Freizeit oder die Gartenarbeit planen soll. In der Stadt reduziert sich das allerdings häufig auf banale Dinge ob ich einen Regenschirm mitnehmen soll oder nicht.

Um den 20-22.7.2014 bin ich mit Vorhersagen was Regen für Engabrunn betrifft, wieder mal kläglich gescheitert: Sowohl auf den Wetterradarbildern als auch der Verlauf der 15min Niederschlagsmengenanalyse der ZAMG zeigten ein Annähern der Vorhergesagten Kaltluftfront. Sonntags hatten wir einen Spitzenwert von 33 Grad.

Sonntag 20.7.2014:

Gegen späten Nachmittag kamen dann von Westen her Wolken und sehr labile Luftmassen auf uns zu. Es wurde immer dunkler, aber kein Regen. Wie so oft, gingen die labilen Zellen aus dem Westen kommend bei Krems über die Donau. Eine starke Gewitterzelle südlich St.Pölten entlud sich auch und viele Blitze zuckten über den Himmel. Ab und zu gab es starke Einschläge, Donner war kaum zu hören. Man sah, da muß es immer wieder stark regnen, bei uns blieb es trocken. Einzig um 22:00 gab es ganz leichten Regen, in Summe 0,2 mm.

Montag 21.7.2014

Weiterhin trocken in Engabrunn. Südlich von Wien schaute es aus, dass eine starke Gewitterzelle herein zieht. Sie regnete aber sehr lokal vor Wien ab mit um die 140 mm innerhalb kurzer Zeit, und löste sich auf. Einzig eine leichter kürzerer Regenschauer Abends in Wien 19 blieb über und brachten die lang ersehnte Erleichterung von der Hitze der letzten Tage. Besser als nichts, und besser als Weltuntergangregen >100mm/h.

Dienstag 22.7.2014

Wieder zogen Gewitter rundherum vorbei, über Engabrunn war fast ein Loch, zeitweise sogar sonnig. Vormittag gab es zwischen 9:00 und 9:45 1,6mm Regen, um 18:00 ein kräftiger kurzer Guss (mit 85 mm/h Regenrate), der auch nur 1,6 mm Regenmenge brachte.

Auf der Niederschlagskarte (der letzen 24 Stunden) des AWEKAS Wetternetzwerkes konnte man das schön sehen. Anbei weitere Bilder der Situation vom 22.7. um 18:00 lokale Zeit

   
bbblbbbr
C by Siggi's Blog
<
 

Haselnuss

Haselnuss Knacken HowTo
Haselnuss Knacken HowTo

Ernte: Sie fallen Ende August- September selbst vom Baum. Beim Sammeln die wurmstichigen (ein kreisrundes ca. 1 mm kleines Loch) und unreifen aussortieren. Dann lange trockenen lassen.

Öffnen: Am besten mit einer Zange und zwar der dicke härteste Teil der Nuss Richtung Zangengriff. Druck ausüben, bis es knackt. So kann die Kraft recht gut dosiert werden und man zwerquetscht nicht gleich den Nusskern innen. Am Sprung in der Schale kann man dann die Nuss leicht die öffnen. Schlechte Nüsse falls sie noch vorkommen, aussondern. Die Schalen eignen sich gut als Brennmaterial. Aber Achtung: nicht zu viel auf einmal, damit der Ofen nicht durchgeht!

Mengen: Bei 200 g Kerne sind 185 g Schalen angefallen.

Keinesfalls verschimmelte Nüsse verwenden, Schimmelpilze können auf solchen Substraten Aflatoxine bilden. Sie zählen zu den giftigsten Substanzen die es gibt.

Granatapfelsaft

Bei meinen Türkeireisen lernte ich den Granatapfelsaft kennen. Er soll sehr gesund sein, und schmeckt zeitweise wie Medizin 😉

Natürlich hab ich deshalb auch unzählige Versuche gemacht, wie ich diesen selber frisch bereiten kann, denn der nativer Saft ist nicht wirklich lange lagerfähig und daher bei uns nicht zu bekommen. Pasteurisiert und meist mit Apfelsaft verschnitten gibt es mittlerweile welchen, ist aber nicht mit dem Saft zu vergleichen, den ich mag!

Die Granatäpfel aus der Türkei schmecken mir am besten und sie werden November bis Dezember geerntet, entsprechend die Verfügbarkeit, Lagern kann man sie bei um die 10 Grad sicher ein Monat. Also das richtige Getränk für die Weihnachtszeit.

Am Internet findet man unzählige Anleitungen, wie man die Kerne aus den Granatäpfel bringt. Das Ausklopfen habe ich erst kürzlich probiert, geht auch nicht wirklich gut. Da die rote Farbe sehr stark färbt, kann man dabei wunderschön die Küche und Kleidung versauen :). Deshalb verwende ich die „Unterwasser Methode“:

Den Granatapfel oben und unten Kappen. Dann von oben bis unten die Schale ca 8x einritzen, falls man sieht, wo die weißen dicken Lamellen sind, da entlang einschneiden. Eine große Schüssel mit Wasser füllen, und den Granatapfel unter Wasser entlang der Einritzungen aufbrechen. Dann unter Wasser die Kerne mit den Fingern herausrubbeln. Die Kammern entsprechen aufbiegen, dann geht es leichter. Ist natürlich schon Zeitraubend, aber das Ergebnis lohnt!. Ich brauch ca 7-10 Minuten pro Granatapfel dazu. Unter Wasser hat den Vorteil, dass es nicht spritzt und die reinen Kerne sinken zu Boden. Die weißen Trennschichten und Teile schwimmen oben auf, sie sind für den extrem bitteren Geschmack mancher Säfte verantwortlich!

Die Kerne presse ich dann mit einer runden Edelstahl Kartoffelpresse. Nach dem ersten Pressen, lockere ich 3-4x den Presskuchen (Kerne) mit einem Löffel oder einer Gabel auf und presse erneut. Ist auch mühsam, aber wenn die Kerne recht sorgfältig vom weißen Fruchfleisch befreit wurden, dann wird der Saft sehr gut!

Aus 6 Granatäpfel kann man so ca. 1 Liter Saft gewinnen.

 

 

Dry aged beef

Man sollte ja nicht all zu viel Fleisch essen, aber wenn, dann sollte es schon Gutes sein. Gleich in meiner Nähe am Land in der „Genussregion Kamptal“ gibt die die Großfleischerei Höllerschmid. Neben anderen Köstlichkeiten sticht eine Eigenentwicklung weit heraus: Dry Aged Beef.

Das beste daran für uns „normale“ Konsumenten: Auf Vorbestellung Tags zuvor – kann man es direkt abholen, auch kleinere Mengen. Kundenservice wird Großgeschrieben, die Preisliste gibt es auf Anfrage.

Seit Oktober 2016 gibt es aber für Privat- und Abholkunden die Fleischbank, ein Ladengeschäft am Firmenstandort.

Heurige in Engabrunn

Die aktuellen Öffnungszeiten gibt es am Heurigenkalender Engabrunn

Meine Favoriten:

Heuriger am Kleinen Stein – Piller Gerda u. Johannes – Es gibt immer Spezialitäten, abseits der Karte! (Homepage) – auf Facebook

Weingärtnerei Steurer – Etsdorf (Homepage)

Weinstube Heiss – Engabrunn (Homepage)

Heuriger Wildpert Rosina – auch warme Speisen und Bier. Empfehlung: Sparerips! (Gästehaus steht auch zur Verfügung!) (Homepage)

 

 

Robert Paget – Hofkäserei

Auch nicht weit von Grafenegg – die Paget – Hofkäserei.

Einer der Vorreiter der „slow food“ Bewegung. Ab Hof verkauf immer Freitag und Samstag.

Spezialitäten: Büffelmozarella, Ziegenkäsespezialitäten und vieles mehr. Spezialitäten aus der Region z.B.: verjus – Barbara Ölzelt. Man kann auch Käsereikurse machen.

Adresse: A-3492 Diendorf am Kamp – die Einfahrt ist allerdings hinten auf der Straße, die nach Sittendorf führt!

Rapsöl – ab Hof

In Sittendorf unmittelbar neben Grafenegg gibt es das wohl beste naturbelassenen kaltgepresste Rapsöl zu erstehen. Ausgezeichnet auch 2014 wieder Platz No1 – Öl-Kaiser!

Wo gibt es das?

Nur im Ab Hof Verkauf bei Familie Engelbrecht und nur solange der Vorrat reicht!

Adresse für’s Navi : A-3485 Sittendorf, Hauptstraße 30

 

Beobachtungsbericht 24.4.2015

Mal ein Beobachtungsbericht der Nacht vom 24.4.2015 auf den 25.4.

In der Dämmerung steht schon der 1/4 Mond hoch oben. Geschätzt sollte der Teil des Mondes, wo die erste Mondlandung stattfand schön zu sehen sein, weil in der Nähe des „Terminators“ (Hell/Dunkel Grenze) durch den Schattenwurf Oberflächendetails recht gut sichtbar werden. Ein Blick nach Norden – UMa (Große Bärin [Ursa Major], Großer Waagen ) und Polarstern suchen. Er ist erst ganz schwach zu erkennen. Den brauche ich um die Achse des Fernrohr möglichst exakt auf den Nordpol auszurichten. Sonst ist die Drift der Sterne wegen ungenauer Nachführung zu stark. Egal, beim Mond brauch ich es nicht so genau. Als ich dann alles zusammensucht, Teleskopspiegelausrichtung noch schnell mittels Justierlaser prüfen und die Teleskopmontierung in den Garten trug war es merklich dunkler, und so suchte ich einen geeigneten fixen Standort für meinen heutigen Himmel. Auf Abbau einrichten ist ja etwas aufwändig, daher angenehm, wenn man alles nur einmal machen muss. Alles zusammengebaut wiegt das ganze so gegen 40 Kg, nur zur Anmerkung. Mein Kohlefaser Newton ist dabei mit um die 9 kg dabei das leichteste Teil.

Also schnell alles aufgebaut, ein Stern Allignment (Eineichen der Teleskopmontierung auf exaktere Himmelsposition) auf Prokyon, der nicht weit ab steht. Sucherfernrohr exakt ausrichten. Visuell wie so oft ein Erlebnis, allerdings die Helligkeit haut einen fast die Augen ein, Kunststück bei F/4 (Lichtstärke eines Objektives – Brennweite dividiert durch Öffnung) meines 200/800mm „Newton ohne Namen“. Also 200mm Spiegel bei 800mm Brennweite.

Die Mondkrater und Berge in Terminatornähe werfen tolle Schatten. Also Kamera ans Teleskop, meine E-M5 mit EC14. Das ist ein 1,4x Telekonverter höchster Güte von Olympus für die TopPro Objektive. Er bringt +40% Vergrößerung kostet aber 1 Blende, also braucht man doppelte solange Belichtungszeit, beim hellen Mond aber kein Problem. Beim Scharf stellen mittels Liveview in Terminatornähe sehe ich schon das Flimmern der Luft, ist halt so, es ist heute mittelstark. Ich probiere verschiedene Belichtungszeiten 1/200-1/400 Sekunden. Alles perfekt. Keine wesentlichen Probleme, genau sieht man es dann sowieso erst am Computer.
Dann rüste ich auf die Baader Barlow 2,25 um, der verlängert die Brennweite um 2,25x. Die Qualität soll gut sein, ob das so ist weis ich nicht, denn das Flimmern der Atmospäre nimmt wie die Vergrößerung stark zu. Der beleuchtete Teil der Mondscheibe passt jetzt nicht mehr formatfüllend auf den Kamerasensor, und ein scharf stellen ist schon sehr sehr schwierig, weil das Bild nur so schwimmt. Egal Versuchen und lernen!

Solange der Mond noch hoch steht kann man schwache „Deep Sky“ Objekte (alles außerhalb unseres Sonnensystems) sowieso vergessen, weil er die stärkste Quelle der Lichtverschmutzung ist. Noch dazu strahlt er ja im kontinuierlichem Spektrum, anders als künstliche Beleuchtung, die einzelne Bereiche des Lichtspektrums benützen, welche man mit entsprechenden Filtern wegschneiden kann. Leider ist letzteres nicht ganz so einfach wie es sich jetzt liest ;-).

Also gleich mal nächstes helles Objekt das fotografisch für mich erreichbar ist: Jupiter, hoch oben gegen Süden, nach Mond und Venus das hellste Objekt am Sternhimmel.

Im Osten steht zwar auch noch recht hoch über dem Horizont die Venus, aber die kann ich vom heutigen Standplatz nicht sehen. Visuell werfe ich einen Blick darauf, toll sieht man am dunkler werdenden Horizont gerade noch den orangen Überriesenstern Aldebaran, der Hauptstern im Sternbild des Stier (Taurus [TAU]), wo auch gerade die Sonne weit unter dem Horizont steht. Weshalb die Geburtstagskinder ab Mitte April im Sternbild des Stier geboren sind.
Die Venus ist rechts bei den Hörnern des Stiers zu sehen. Venus selbst, unser Nachtbarplanet Richtung Sonne, ist zwar im Fernrohr recht groß, aber sie ist immer stark bewölkt und man sieht mit meiner Ausrüstung bloß was uniform Helles mit „Mondphasen“.

Also zum Jupiter:  Ein kurzer Blick aufs Handyapp wo gerade die Galilaeischen Monde stehen zeigt, es werden gerade nur 3 zu sehen sein, denn Europa ist gerade hinter Jupiter und wird erst nächste Stunde sichtbar sein. Also mit Barlow ein paar Bilder, kurz 1/50-1/15 für Jupiter, länger um die 1/5-2 Sekunden für die Monde. Ein 1 Minuten Video mach ich auch, vielleicht kann mir des Programm Giotto doch etwas mehr herausrechnen aus den zig Bildern, die flimmern. Viel Hoffnung hab ich nicht, aber man kann ja nie genug Daten zum Üben haben. Hernach versuche ich noch die Vergrößerung durch Okolarprojektion zu steigern, was zwar das Bild sehr groß macht, aber auch das Flimmern der Luft sichtbar werden lässt. Entsprechend muss auch die Belichtungszeit nach oben angepasst werden. Also wieder ein paar Daten gesammelt samt Video.

So geht es nochmals zurück an den Mond, als vergleiche zu Barlow.

Gegenüber des Mondes ist schon recht hoch der Herkules mit seinem hellen Kugelsternhaufen M13 zu sehen. Wenn ich bei dem Mondlicht überhaupt Deep Sky Bilder machen kann, dann bietet sich wohl dieser an!

Um ihn möglichst genau zu treffen mache ich ein 2 Stern Allignment auch Vega und Arkurus. Ich montiere einen zweite Kamera Huckepack am Teleskop für Weitwinkel mit und ohne Weichzeichener für Übersichtsbilder. Vega ist zu schwach um auf der E-PL7 mit Weitwinkel und Weichzeicher scharf stellen zu können, also gehe ich auf den helleren Arktur. Auch die Kamera am Teleskop stelle ich exakt scharf mit Hilfe einer Bahtinov Maske. Ich mache mal ein Übersichtsbild um den Arktur, im Sternbild des Bärenhüters (Bootes [BOO]).  Man findet den Stern  sehr einfach, indem man die Deichselsterne des Großen Wagens (oder Schwanz der großen Bärin) folgt, der nächste sehr sehr helle Stern! Derzeit im Osten. Ein weiterer sehr helle Stern tiefer im Nordosten ist die Vega in der Leier (Lyra [LYR]). Genau dazwischen ist der Herkules [HER], knapp vor Arkturus kann man die „Nördliche Krone“ (Corona borealis, [CRb]) recht schön erkennen, eine fast halbrunde Sternenanordnung.

Während eine Testbelichtung läuft, bereit ich mir den MGen Autoguider vor. Der korrigiert dann kleinste Abweichungen der Nachführung, wie man sie Langzeitbelichtunge, die weit über ein Minuten gehen sollen benötigt.

Der M13 kommt am Foto schön und hell, so entscheide ich mich für ISO400 bei 4 Minuten, am MGen bleibe ich bei meiner üblichen Voreinstellung von 15x 4 Minuten, nötigenfalls kann ich ja immer abbrechen. Dunkelbildabzug mach ich zwischen als Leerbild. Mit dem DeepSkyStacker werden dann die Fehlpixel abgezogen, was sonst bei Langzeitbelichtungen stark auffallen würde. Da der MGen zwischen den Aufnahmen die Montierung leicht verschiebt, ist es auch möglich, Hintergrundrauschen herauszurechen.

150424 M13 / NGC6205 (Her)

 

Ein halbe Stunde später sehe ich aber gegen den Süden. Da steht der helle Hauptstern Spica in der Jungfrau und der Rabe so hoch wie sonst kaum im Himmelsjahr. Dazwischen steht M104, als Sombrerogalaxie bekannt. In Anbetracht des zunehmenden Mondes und der einmaligen Chance sie vielleicht doch sehen zu können, breche ich die M13 Fotosession ab. Also schnell ein Allignment auf Spica und nochmals die Schärfe justiert. Dann geht es zu M104. Die Probebelichtung zeigt mir dass sie in meinem machbaren Bereich liegt. So mach ich eine Serie von 15x 4 Minuten. Mehr geht sich nicht aus.

150424 M104 / NGC4594

Ich sehe mir dann man den Kugelsternhaufe M5 an, auch recht nett:

150424 M5 / NGC5904 (Ser)

Gegen 2 Uhr kommt Antares ins Blickfeld. Im Sternbild des Krebs steht ganz auffällig hell der Saturn. Da mache ich noch ein paar Bilder und erfreue mich auch visuell an dem tollen Planeten. So beschloss ich diese lange Beobachtungsnacht.