Solar Inselanlage

Nach intensiven Studium diverser Internetquellen, hab ich mich für ein zusammengestelltes Paket von OffgridTec entschieden. Bald habe ich noch 2 weitere 100Wp Panele dazugekauft. Der an sich sehr gute Steca PR2020 hat allerdings diesen Sommer nach etwas mehr als einem Jahr den Geist aufgeben, die fast erreichten 20A sind wohl doch auf Dauer zu viel gewesen.
Mit den 600W Sinus Spannungswandler betreibe ich günstige Pumpen mit 300 und 400 W Leistung um Regenwasser aus den Zisternen zu verteilen. Ein 600W Hauswasserwerk für den selben Zweck hat aber nicht funktioniert.

Eine Zeitlang habe ich 12V Wasserpumpen betrieben. Das ist zwar recht spaßig, allerdings: Es dauert, und maximale Betriebszeit ist bei 30 Minuten, dann müssen sie wieder 30 Minuten abkühlen. In dieser Zeit pumpten sie ca 200-300l Wasser, was mir reichte, allerdings halten da die besten auch kaum mehr als ein Jahr. In einer Abverkaufsaktion habe ich dann im Baumarkt 300 und 400 W Pumpen für 15-20 Euro gekauft. Das Pumpenprofil wird zwar bei großen Förderhöhen kaum erreicht, aber für meine normalen Höhen reicht es aus, und der Wechselrichter wird nicht überfordert.

Eines sollte man sich schon im Klaren sein: Sobald Batterien zum Speichern im Spiel sind, hat man teureren Strom, als man aus den normalen Hausnetz beziehen kann. Selbst wenn alles passt wie richtiger Ladestrom zur Temperatur und Batterietype, nicht mehr als 60% Entladung und danach möglichst schnelle Wiederaufladung, wird die Batterie nicht ewig halten. Und eine Solarbatterie (AGM, 12V/100Ah) kostet im günstigsten Falle 200 Euro herum. Da kann man dann pro Zyklus dann so maximal um die 0,4-0,6 kWh entnehmen, was aus der Steckdose alles in allem Strom um 7-10ct bedeutet. Man sieht: die Batterie muss schon sehr lange halten, bis sich die 200 Euro amortisieren!

Leider aus preislichen Gründen nicht spruchreif die LiFePO4 Batterien. Sie könnten wie normale Bleiakkus behandelt werden, sind leicht, aber haben nicht die Gefährlichkeit der anderen Lithiumakku Typen. Aber derzeit kosten sie mindestens 8-10x mehr als günstige AGM Blei Batterien (siehe Update unten). Sie wären aber mit mehr als 5000 Cyclen extrem haltbar, falls die angegebene Werte stimmen. Da muss man abwarten.

Bei einer solchen „Inselanlage“ kommt man aber ohne Batterie wohl kaum aus!

Am günstigsten käme es, den gerade gelieferten Strom gleich zu verwerten. Also entweder eine Wasserpumpe oder um etwas aufheizen. Ansonsten gibt es nur einen Weg: Mit einem Einspeise Wechselrichter direkt in einen vorhandenen Stromkreis zu speisen. Da gibt es aber dann bald ein Problem. Wird mehr eingespeist, als man selbst verbraucht, läuft der Stromzähler rückwärts und das sieht der Stromlieferant gar nicht gerne.

Jedenfalls hab ich mit meiner Anlage normalerweise genügend Strom, um all meine Batterien zu laden, mein gesammeltes Regenwasser zu verteilen und im Winter meinen „Katzengrill“ zu betreiben 🙂

Update:

Mittlerweile lade ich damit direkt meine Eremit LiFePO4 Akkus. An schönen Tagen bekomme ich damit meine  50Ah und 100 Ah Batterie voll. Die hänge ich dann nachts an meine ECOFlow River MAX und versorge damit meinen PC quasi im Notstrombetrieb.
Die ECOFlow River Max kann maximal gehen 500Wh abgeben. Mit den angeschlossenen LiFePO4 Akkus erweitert sich das dann gleich mal auf zusätzlich 1,7 KWh. Seit mehr als einem Jahr funktioniert das jetzt wunderbar.

Im Falle eines Blackouts, habe ich dann auch genügend Strom um die Umwälzpumpe des Holzofens für die Zentralheizung zu betreiben.

Die Eremit LiFePO4 Akkus haben ein BMS, das zuverlässig die Batterie vor über und Unterspannung schützt. Das geht bis 30V Eingangsspannng, weshalb ich da direkt die 3×100 W 12V Panele anschließen kann. Die maximale Spannung geht da ja nur auf 23 V.  Wahlweise kann ich auch direkt die ECOFlow am Solareingang laden.

M2 / NGC 7089

151105 M2 - NGC 7089 (Aqr)

2×4 min ISO400

Im Sternbild Wassermann (Aquarius / Aqr) findet man diese Kugelsternhaufen. Er ist an der Grenze der Sichtbarkeit mit dem freien Auge. Entdeckt wurde er 1746, William Herschel ist es 1794 erstmals gelungen das „nebelige etwas“ in einzelne Sterne aufzulösen.

Die scheinbare Helligkeit ist bei mag 6,5, die hellsten Einzelsterne sind bei mag 13.

Momentan ist er im inneren Halo der Milchstraße zu finden und ca 36.000 LJ weit weg, also weiter als unser galaktische Zentrum. Er hat aber die höchste Geschwindigkeit aller Kugelsternhaufen der Milchstraße und die Bahn führt ihn in weiteren Mrd Jahren bis zu 150.000 LJ hinaus ins äußere Halo der Galaxie.

Er ist wie praktisch alle Kugelsternhaufen mit 12 Mrd. Jahren sehr alt, und enthält auch kaum Metalle. Der Durchmesser ist rund 150 LJ.  Mit 100.000 Sternen ist er auch einer der sternreichsten Vertreter seiner Klasse.

 

Sonnenenergie

Seit zwei Jahren habe ich mich jetzt mit einer Solarstromanlage gespielt:

300Wp

3×100 Wp Monokristalline Solarpanels am Schuppendach Richtung Südsüdwest. Sie sind parallel geschaltet, die Leerlaufspannung beträgt maximal 22V, damit kann einem mal selbst nichts passieren, sollte man in den Stromkreis kommen. Allerdings, bei geringer Spannung braucht man schon dicke Leitungskabel, um den Maximalen Strom von ca. 260W auch zu transportieren. Das können schon mal 20A sein!.  Beim „Leistungsschalter“, womit ich im Bedarfsfall den Strom unterbrechen kann, bin ich bei den Auto HiFi Anlagen Zubehör fündig geworden.

Zur schnellen Kontrolle, wie viel Leistung von den Solarzellen fließen, habe ich mir beim „großen Fluss“ zwei günstige analoge Volt- und Amperemeter besorgt: V*A=Leistung in Watt 🙂

Hier meine Stromproduktion am 24.12.2015 um 14:20 bei Sonnenschein und tief stehender Wintersonne:

Apermeter - Voltmeter

Also ca. 90 W Produktion.Bei Sonnenschein am 25.12. wurden zwischen 11:00 und  13:30 120W geliefert.  Das sind immerhin 0,3 kWh Ertrag. Leider ist aber gerade im Winter oft bewölkt oder falls es schön wäre Hochnebel.

Was oft eine Rolle spielt ist leichter Dunst, der senkt den Ertrag vor allem im Sommer merkbar ab. Aber auch die Temperatur. Kalte Solarzellen liefern eine bessere Ausbeute.

Wer das Maximum herausholen will, sollte die Solarpanele möglichst sauber halten und im Winter vom Schnee befreien.

Solarstrom im Winter

Egal, man freut sich!!

Ein paar Messwerte: Zeit: Watt (MPPT -Regler: V/A)

7.1.
11:30 152W (16Vx9,5A)

20.1.  Morgens: -12 Grad Mittag: -3 leicht dunstig
10:30 112W (16Vx7A) 11:00  128W (16V*8A)  12:00 148W (16,5V/9A)
13:00 144W 14:00 136W 15:00 80W

30.1. Etwas nebelig:
9:30 82W (15×5,5 ) 10:00 105W 11:00 142W(15×9,5) 12:00 150W

6.2.
9:30 77W 10:30 95W 11:30 105W 12:00 176W 14:30 120W

13.2.
9:00 105W 10:00 128W 11:00 160W 14:00 186W 15:00 110W

13.2.
8:30 60W 9:00 93W 9:30 116W 11:00 187W 11:30 195W

18.3.
10:00 160W (16/10) 10:30 176 (16/11) 12:30 200W (16/12) 13:30 192 (16/12)  15:00 160W (16/10)

27.3.
11:00-14:00  204W (17/12)

10.9.
9:00 75W  10:00 140W 11:00-14:30 176W (16V/11A) 15:00 168W 16:00 144W 17:30 128W

16.11.
9:00 36W 9:30 120W

25.12.
9:30 80W (17/5) 10:00 100W  (17/6)

26.12.
10:30 102W (17/6) 12:00: 138W (17/8) 12:30  130W (17/7,7) 13:00 127W (17/7.5) 13:30 120W (17/7)

30.12.
10:30 128W 12:00  144W 14:00 112W 14:30 8W

Winter 2015/16

Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet beendete zum Winterbeginn die trübe Hochnebelwetterlage. Sie steuerte großräumig milde Luft aus Afrika über Spanien nach Österreich. Tageshöchstwerte von 14,5 Grad wurden so erreicht.

Weihnachten 2015 war bei Sonnenschein und 12 Grad, nachmittags ein stärkerer Wind aus Nordwest bis ca 3 bft (21km/h) lies die Temperaturen bis Nachmittag kaum sinken. Er flaute allerdings dann ab, und abends übernahm der normale tageszeitliche leichte Wind aus Südost (die Sonne die nach Westen wandert, erzeugt ja durch Thermik einen leichten Ostwind abends durch Nachsaugen, umgekehrt vor Sonnenaufgang einen Wind in Richtung Morgensonne, falls es keine sonstigen Störungen gibt) und die feuchteren Luftmassen ergaben schnell Nebel, die den recht seltenen Weihnachtsvollmond zudeckten. Der Himmel blieb aber trotzdem recht hell obwohl Mond nicht mehr lokalisiert werden konnte.

So ging es auch am Christtag (25.12.) weiter. Mild und Sonnenschein. Der löste den dichten Boden- und Hochnebel (Sichtweiten um 200m ) gegen 11:00 auf. Auch der Stefanitag (26.12.) war wieder ausgesprochen sonnig und Tageshöchstwerte gingen gegen 13 Grad. Meine 300Wp Solarstromzellen lieferten Mittags bis 130W Strom.

Die Nächte verliefen dann bis auf etwas Nebel recht klar, was die Temperaturen auf unter 0 Grad sinken lies. Durch die Sonne schmolz dann der Morgenfrost aber bei direkter Einstrahlung rasch. So wurden wieder 10 Grad Tageshöchstwert erreicht. Im Osten und Nordosten Niederösterreichs bleib aber der Nebel bis in den Vormittag, mancherorts verging er gar nicht. Dann blieb es unter der Nebelschicht kalt.

In der Nacht von 30. auf den 31.12. lies stärkerer Wind aus Südost mit 7-17 km/h die Temperatur gegen -5 Grad sinken. Durch starke Turbulenzen in der oberen Atmosphäre war aber die fotografische Sicht auf die Sterne etwas getrübt hochliegende leichte Wolken taten ihr übriges. Visuell war es eine Sternklare Nacht mit fallweise bis 4mag Grenzhelligkeit, bis der Mond kam. Die Luftfeuchte ging bis auf 60% morgens zurück, also extrem trocken. So blieb der Himmel bis auf leichte Wolken klar. Meine wilde Katze hat auch dankbar den Tags zuvor durch Sonnenenergie aufgeheizten Platz im Schuppen dankbar angenommen.

Die Statistiken der ZAMG für den Dezember 2015 weisen wieder ein Anzahl von Rekorden auf: Der Sonnigste Dezember, die höchsten Bergtemperaturen, dabei teilweise wärmer als in den Tälern. Niederschlagsmäßig gab es In Wald und Weinviertel nur 25-50% weniger Niederschlag, im restlichen Österreich aber so gut wie gar keinen Regen! Insgesamt war 2015 nach 2014 das zweit wärmste Jahr seit Aufzeichnungen. In Nord und Ostösterreich mit bis zu -40% weniger Niederschlag auch sehr trocken, in Niederösterreich waren es -22% weniger Niederschlag.

Anfang 2016 war dann wieder trübes kaltes Wetter bei Temperaturen zwischen -2 und -7 Grad angesagt. Am 4.1 sorgte eine Nord Westfront für 3-4 mm Schnee. Der früh morgendliche Tiefstwert wurde mit -9 gemessen. Danach gingen die Temperaturen leicht hinauf, aber immer noch deutlich unter 0 Grad, weil es weiterhin nebelig trüb blieb. Auch in der zweiten Woche blieb es trüb und  kalt mit um die -3 Grad. Ein leichte Nordwestfront überquerte in der Nacht von 7 auf 8.1. das Gebiet  und sorgte für leichten Schneefall. Das Rückseitenwetter lies aber wieder einiges an Sonne durch. Rasch stiegen die Temperaturen über 0 Grad. Mit starkem Wind aus Nordwest ginge es weiter, dabei waren auch zwei sehr sonnige Tage dabei, die Temperaturen erreichten tagsüber bei Sonnenschein bis 10 Grad, ansonsten pendelten sie um 5 Grad. Das Tiefdruckgebiet im Norden steuerte dann Mitte Jänner weitere Fronten herein, was zu stärkeren Schneefällen im Westen Österreichs führte. Hier im Osten gingen ein paar leichte Regenschauer nieder, die zogen aber wie meist bei Krems über die Donau hinein ins Tullner Feld. So blieb es hier trocken. Am Morgen des 17.1. brachte eine schmale Wolkenfront, die genau über Engabrunn führte auch etwa 2 cm Schnee. Auch die Sonne kam etwas heraus. die Temperatur stieg von – 3 auf -0,5 Grad. Das lies den Schnee fast wieder verdunsten. Kalte Luftmassen aus Nordosten ließen dann die Temperaturen rasch wieder sinken. Dabei wurden in der Nacht von 19 auf 21.1. eine Tiefstwert von -13,5 Grad erreicht. Kältepol in Österreich war diesmal im Alpenvorland Lilienfeld mit -25 Grad! Tagsüber war es recht sonnig. Auch am Morgen des 22.1. wurden -12,5 Grad Minimum erreicht. Sonnenschein lies die Temperatur dann bis auf -1 Grad am Nachmittag ansteigen. Eine nahende Nordwestfront lies die Nachttemperaturen nicht unter –11 Grad sinken. Samstag  gegen 10:15 begann es zu leicht zu schneien was bis zum Abend ca 10-15cm Schnee brachte. Das entsprach einer gesamt Regenmenge von 3,8 mm. Dabei stieg die Temperatur langsam von -7 auf -4 Grad an. In der Nacht dann mit durchbrechen der Front stieg die Temperatur von -4 Grad innerhalb weniger Stunden bis +5 Grad. Eine weitere Front aus dem Nordwesten ließ die Temperaturen wieder über 0 Grad steigen und es regnete mit 8mm recht kräftig. Die letzte Jännerwoche war dann recht sonnig, die Temperaturen stiegen bis auf 17 Grad.

Der Anfang der ersten Februarwoche wurde dann durch zwei Tiefdrucksysteme, eines im Norden und eines im Süden bestimmt, die immer wieder für etwas Regen sorgte, aber die Temperaturen schwankten nach wie vor bei milden 5-15 Grad. Gegen Wochenende sanken die Temperaturen auf 5 Grad ab.
Die zweite Februarwoche war wechselnd bewölkt bei Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad. Mitte der Woche klarte es einmal komplett auf und so sanke die Minimaltemperaturen bis auf -4,5 Grad ab. Tags darauf verhinderte dichter Nebel weiteres Absinken unter 0 Grad.
Mitte Februar ging es in den Spätwinter. 3 Tiefdruckgebiete um Österreich sorgen für etwas Regen, südlich der Alpen für Schnee. Insgesamt blieben aber bei uns die Temperaturen um 5 Grad.  Am 19.2. regnete dann eine dünne Regenfront die sich von Südost nach Nordost zog aus. Es brachte 18 mm Regen. Danach lies eine Warmfront die Temperaturen bis auf 15 Grad steigen. Der 22.2.2016 brachte dann Temperaturen über 20 Grad!  Nachdem Durchzug der Front gab es dann relativ klare kalte Nächte, wo die Temperaturen bis auf -3 Grad absanken. Unter Tags stiegen die Temperaturen wieder an. Es stellte sich erneut ein Südfön ein, der dann letztendlich Ende Februar, zugleich das Ende des meteorologischen Winters, für reichlich Regen sorgte.
In Summe war es der zweitwärmste Winter seit Aufzeichnungen, und auch einer der feuchtesten. In unserem Raum waren es um 4,5 Grad zu warm und um ca. 180% feuchter.

Die Sonneneinstrahlung ist Anfang März schon kräftig. Meine 300Wp Anlage liefert bei Sonnenschein bereits 200W. Nach wie vor sind aber im Winter die  Sonnenstunden nicht oft und lang genug, von ein paar Ausnahmen abgesehn. Die erste Märzwoche war dann mit maximal 10 Grad wieder relativ kühl. Nordwestwind brachte immer wieder Wolken herein, mit etwas Regen.
Die zweite Märzwoche wurde einmal mehr von zwei Tiefdrucksystemen bestimmt: Ein Tief über  Italien führte Feuchte gegen die Südlichen Bundesländer wo es stark schneite. Das Tiefdrucksystem im Norden steuerte kühle Luft aus Norden bei, was zu etwas Regen führte. Mitte der Woche brachte das abziehende Tief dann zwei relativ klare Tag, die aber in einer Nacht die Temperaturen bis auf fast -5  Grad absinken lies. Dann gab es wieder trübe Tage durch eine Westwetterlage.  Weiterer kräftiger Nordwind sorgte weiterhin dafür, dass die Temperaturen um 5 Grad blieben.

Psc -Sternbild Fische / Pisces

An diesem Sternbild sieht man sehr deutlich: Viele Sternbilder im Tierkreiszeichen sind schlecht zu erkennen. Hier ein Weitwinkelbild (28mm KB) des an sich großen Sternbildes der Fische

151105 Sternbild Fische / Pisces - Psc

Hier die Auflösung inform der Astrometrierten Version:

151105 Sternbild Fische / Pisces - Psc

In Groß auf Astrometry.net

Rechts das Sternbild Wassermann (Aquarius/Aqr) links der Widder (Aries/Ari). Im Jahreszeitlichen Ablauf steht die Sonne im Februar im Wassermann, im März in den Fischen und dann folgen die im Sternbild Widder geborenen.
Beim Widder kann man wenigstens zwei helle Sterne leicht erkennen unter der Andromeda….

Zu den Sternen: Die hellsten Sterne beginnen bei mag 3,6 – also in der Stadt so gut wie nicht zu sehen. Der Rest hat mag 4,5 bis über mag 5, also an der Grenze der Sichtbarkeit bei gutem Seeing.

Neben einigen Doppelsternen und Veränderlichen gibt es nur ein Objekt aus dem Messierkatalog: M74 eine schöne, wenn auch schwache Spiralgalxie in ca 23 Mio Lj Entfernung.

 

UMa Großer Wagen / Bär

Der große Bär, eigentlich die große Bärin ist ein sehr großes Sternbild

190307 Großer Wagen / große Bärin - UMa

Wer sich nur ein wenig auskennt am Sternhimmel, der kennt aber den auffälligsten Teil des Sternbilds, denr große Wagen:

190307 Großer Wagen / große Bärin - UMa

(in Groß auf AstroBin)

Noch ein tiefer belichtetes Bild:

250419 Sternbild Große Bärin / Wagen - UMa/Ursa Major

(in Groß auf AstroBin)

Auf unseren Breiten und natürlich höher im Norden ist das Sternbild zirkumpolar, es ist also das ganze Jahr hindurch zu sehen, wie es um den Nordpol wandert.

Der 2 Stern in der Deichsel des großen Wagens ist ein visueller Dopplestern Mizar und Alcor (das Reiterchen). Wer gute Augen hat, kann dieses Pärchen trennen, weshalb es schon im Arabischen Raum für Augentests bekannt war. In Wirklichkeit dürften es nur zufällig eng stehende Sterne sein. Mizar allerdings ist ein echter Doppelstern, den man mit einem kleinen Teleskop trennen kann:

Mizar und Alcor

M101 – Feuerradgalaxie

190406 Feuerrad Galaxie - M101

Von uns aus gesehen die 3. größte Galaxie, nach Andromeda (M31) und Dreiecksgalaxie (M33). Eine der wenigen wo man auch schön von oben auf die Spiralarme drauf sieht. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag kann man sie im Fernglas sehen. Sie ist von uns 22 Millionen Lichtjahre weit weg und übertrifft sie mit einem Durchmesser von  170.000 Lj. die Andromeda Galaxie bei weitem.

Wenn man den Hinteren Teil des Wagenkastens Richtung Polarstern geht, der ja 5x dem Abstand der hinteren Sterne entspricht, kommt man am halben Weg zu Bodes Galaxien – M81 und M82. Sie sind zu unserem lokalen Haufen (wo unsere Michstraße, Andromeda und Dreiecksgalaxie gehören) die nächsten Galaxien und 11,5 und 11,8 Mio LJ weit weg.

190322 M81 & M82 Bodes Galxien

im weiten Feld mit IFN :

190330 Bodes Galaxien M81 & M82

Eine der selteneren Polarring Galaxien, NGC3718 kann man auch im Sternbild finden:

190406 NGC3718 (r) NGC3729 (l) Hickson 56

UMi kleiner Wagen Kleiner Bär

150226 UMi
150226 UMi - Astrometriert

Wie man auf dem Bild sieht, besteht der kleine Wagen aus helleren und dunkleren Sternen. Da diese aber in der Helligkeit stark unterschiedlich sein, kann man an im auch die Güte des Himmels (=Seeing) ablesen. Polaris hat eine Helligkeit von mag 2. Im Kasten der hellste Stern hat auch mag 2,1, der darunter mag 3,0. Die restlichen Sterne der Deichsel des kleine Wagen haben mag 4,2-4,4. Der schwächste Stern des Kastens, schräg gegenüber des hellen Kochab, hat nur mag 4,9 also fast 5, gleich darüber ist ein Sternchen mit 5.5!. Wenn man den sehen kann, hat man schon eine recht dunklen Himmel. Unsere angepassten Augen sehen Objekte von ca mag 5,5-6,5. Letzteres in Europa wohl kaum mehr.

Alleine die Straßenbeleuchtung senkt die Sichtbarkeitsgrenze um 3 mag, die Lichtglocke über der Stadt natürlich weiter. Das hat aber gerade für den Anfänger einen Vorteil: Er sieht nur die hellsten Sterne und findet sich leichter zurecht. Auch bei etwas länger belichteten Fotos gehen meist die hellen Sterne in einem Meer von Lichtpunkten der schwächeren Sterne unter. Deshalb habe ich obiges Fotos durch ein Weichzeichenfilter gemacht. Helle Sterne zeigen dann eine größere Fläche, auch bei längerer Belichtung.
Ein normales Fernglas (7×50) steigert die Grenzgröße um ca +4mag. Dann kann man Sterne und Objekte noch bis ca. 9-10mag erkennen. Man sagt „ab 200mm öffnet den Himmel“. So steigt die visuelle Grenzgröße auf 13 mag. Der Zentralstern im bekannten Ringnebel der Leier mit mag 14,7 ist aber nur noch fotografisch mit längerem Lichtsammeln abzubilden.

Polaris, der Polarstern liegt nicht genau im Norden, sondern etwas daneben auf der gedachten Linie Richtung Kochab. Er umkreist den Himmelsnordpol im Laufe der Nacht. Wird die Achse der Teleskopmontierung  genau auf den Himmelsnordpol ausgerichtet (=einnorden). Dann reicht es, wenn ein Motor genau diese Achse bewegt. Wer das genau trifft und wenn der Motor präzise arbeitet, wird das Fernrohr oder Fotoapparat immer genau mit dem Stern nachgeführt. So gelingen dann Langzeitbelichtungen. Wenn das weniger gut läuft, belichtet man entweder kürzer und öfter, oder man benützt einen Guider, der anhand eines Leitsterns die Nachführung korrigiert. Dazu verwende ich den MGen von Lacerta (Teleskop Austria)

An lohnenswerten Objekten gibt es im Kleinen Wagen zumindest in unmittelbarer Nähe des Polarsterns nicht viele allgemein bekannte Objekte. Wir sehen hier weitab unserer Milchstraße in die Tiefen des Universums. Wer aber sehr lange belichtet (mehr als 10 Stunden!), wird aber selbst hier Molekülwolken, wie sie überall vorkommen, finden können. Solches herauszuholen ist aber eine hohe Kunst, meist reicht die Tiefe (sehr lange belichtet) der Astrofotos nicht, und oft werden die schwachen Staubbänder beim Versuch den Hintergrund zu glätten gleich mit entfernt.

Hier UMi  um einiges tiefer belichtet

180408 Kleiner Wagen / Bär - UMi

[Olympus E-M10.II, 25mm (50mm KB), ISO800 F2,5 44x1min]

Bei obigen Foto sieht man beim Polarstern den „Verlobungsring“ mit Polaris als „Diamant“ ein Asterismus. Das ist eine zufällig Anordnung von Sternen, die für uns einen Sinn ergeben. Die meisten Sternbilder sind das auch, denn die Sterne gehören nicht immer zusammen oder stehen in der selben Entfernung und haben gleiche Vorgeschichten. Die Sterne in diesem „Engagement Ring“ haben eine Helligkeit von 8-9 mag, also eher nur mit einem größeren lichtstärkeren Fernrohr zu sehen.

Wer mal auf den Polarstern (Polaris) kurz belichtet (0,1-10 sek – je nach Gerät) wird sehen, dass er ein visueller Doppelstern ist. Polaris ist mit mag 2 recht hell, der Begleiter hat nur mag 9.0 und steht mit 18 Bogensekunden (arcsec) recht nahe. Belichtet man zu lange, wird er vom viel helleren Stern überstrahlt:

18.8.2014 Polaris

FN200/800 ISO200 10sec Olympus E-M1

Die Hauptkomponente Polaris ist aber auch ein spektroskopischer Doppelstern, das lässt sich aber nur durch aufwendige Messungen nachweisen. Polaris ist also ein dreifach Sternsystem.  Von der Größe her ist Polaris ein Überriese, mit 100 Sonnendurchmesser und strahlt 5000 mal heller als unsere Sonne. Von uns ist er  431,42 Lichtjahre weit weg. Polaris schwankt auch ganz leicht in der Helligkeit (0.01mag) alle 4 Tage, außerdem pulsiert er leicht, allerdings seit einigen Jahrzehnten immer weniger.

Durch diese Gegend ziehen sich große Staubwolken. Bekannt als Polaris Nebel oder (Nördliche) Polar Spur (NPS). Sie ist ein Beispiel für IFN (Integrated Flux Nebula). Solche Nebel liegt in den äußeren Regionen unserer Galaxie und besteht aus feinen Staubpartikeln, die durch das reflektierte Licht der gesamten Milchstraße beleuchtet werden. Sie heben sich sehr schwach vom dunklen Hintergrund ab, weshalb sie relativ schwierig herauszuarbeiten sind.

190406 Kleiner Wagen - Nord Polar Spur

[E-M10.II, mFT25/1.8 95x1min]

Um den Polarstern mit 75mm Objektiv:

200423 Polaris & Polarspur MW1

[E-M10.II, mFT75/1.8 160x1min]
Größer auf AstroBin

Großer Bär und Kleiner Bär

Das wohl bekannteste Sternbild ist bei uns wohl der große Wagen. Er ist ja zirkumpolar, was bedeutet, daß man ihn das ganze Jahr über sehen kann, wie er den Polarstern (Nordstern) umrundet.

Genau genommen ist aber der große Wagen nur ein Teil des Großen Bären, der eigentlich Große Bärin heißt (UMa – Ursa Major).  Von ihm aus findet man jedenfalls recht einfach den Norden mit seinem Polarstern (Polaris). Der steht zwar nicht ganz exakt im Norden, aber sehr nahe. Hat man Polaris gefunden, kann man auch UMi (Ursa Minor) oder eben den kleine Wagen finden:

Hier auf diesem extremeren Weitwinkelbild (28mm KB-Brennweite) sieht man die zwei Sternbilder, vor allem aber die große Ausdehnung des UMa:

UMa / UMi - Großer Bär und kleiner Waagen

Wenn man das obige Bild etwas in Erinnerung hat, ist es dann schon einiges leichter, sich zurechtzufinden:

UMa / UMi - Großer Bär und kleiner Waagen

Die sehr hellen Sterne des großen Wagen fallen ja leicht auf. Die Deichsel des Waagen bilden den Schwanz der großen Bärin. Vom hinteren Kasten des Großen Waagen ausgehend braucht man nur 5x den Abstand der hinteren Sterne verlängern und man kommt auf den hellen Polarstern.

UMa / UMi - Großer Bär und kleiner Waagen

Weiters eingezeichnet die Helligkeit im mag, wo man abschätzen kann, wie gut der Himmel gerade ist.

Weitere Beiträge hier:
UMa – Großer Wagen – große Bärin
UMi – Kleiner Wagen / Bär

 

Alles für die Katz……

Wohin mit meinem Überschussstrom im Winter, den meine 300Wp Photovoltaik Anlage liefert?

Wasser wärmen!? Jeder ist eingeladen, herauszufinden wie viel Strom man braucht um Wasser zu erwärmen. Man kommt dann jedenfalls drauf, warum es so teuer ist, wenn man sein Wasser elektrisch aufheizt. Es wäre jedenfalls ein Super Speichermedium für Energie, wenn es einen effizienten Weg gäbe, die gespeicherte Wärme wieder in Strom zurückzuverwandeln.

So hab ich mir etwas überlegt, um unserer wilden Katze, die sich ja nur im Freiem und diversen Schuppen aufhält, doch etwas Komfort in der Kalten Jahreszeit zu geben.

Die Konstruktion habe ich Katzengrill genannt.

Katzengrill

Meine Solarzellen liefern maximal eine Leerlaufspannung von 22V. Daher habe ich mir Heizdraht und Heizfolien für 24V besorgt (zu finden bei LKW und Camingzubehör). Die maximale Heizleistung würde dann so um die 140W kommen. Das ganze liegt auf einer isolierenden Styropor Unterlage. Das gelbe sind einfache Gartenbetonplatten, die ich günstig erstanden habe. Es sollte ja auch nicht zu heiß werden und die Wärme eines sonnigen Wintertages bis in die Abendstunden etwas speichern. Eine Dritte Platte kommt dann noch oben drauf….

Katzengrill

Das  ganze ist mit einem Schafwollvlies, das normalerweise zum Schutz von Pflanzen während der Frostperioden eingesetzt wird, umhüllt.

Katzengrill

Wenn die Sonne scheint, hier 10:00 Ende November, wird bereits ca.80-90W an Strom in Wärme umgesetzt. Unter Tags sind es dann so gegen 120W, bei klarem Himmel. Natürlich bei den oftmaligen Nebeltagen fällt die Leistung auf unter 10 Watt ab.

Erwischt! ….. an einem kaltem Wintertag:
Katzengrill

Also  ich vor kurzem in der Nacht die Batterien fürs Teleskop aus der Hütte holte, war sie auch ganz erwartungsvoll am Grill. Sie springt bei mir jetzt nicht mehr gleich weg, so konnte ich sie streicheln und gleich mal erfühlen, dass die Steine noch gut 25 Grad hatten in der Hütte bei -2 Grad. Er wurde also auch dieses Jahr wieder angenommen :-).

Katzengrill

 

Das giftigste Lebewesen

Textile Kegelschnecke

Sensationen, Sensationen ?!
Was man hier nicht erwarten sollte: Die 10 giftigsten oder gefährlichsten Begegnungen, die haarsträubensden Aktionen. Das überlasse ich Anderen, weniger Berufeneren  😉

Hand auf Herz, was bringt es denn, einen Unterschied zu sehen, ob etwas 10x, 20x oder 50x „giftiger als das Gift einer Cobra“ ist? Im Fall des Falles hat man einfach schlechte Karten.

Kegelschnecken zählen jedenfalls zu den giftigsten Lebewesen denen man in tropischen Meeren begegnen kann.

Trotz der Tatsache, dass sie oftmals aus Unwissenheit angefasst werden, wenn man bei Ebbe den seichten Strand entlanggeht und Muscheln ansehen will, passiert erstaunlich wenig! Und gleich vorweg: Wer sie nicht anfasst ist auf der sicheren Seite.

Was macht sie so gefährlich: Kegelschnecken jagen Fische, indem sie sie aus unmittelbarer Nähe quasi Harpunieren. Und diese millimetergroße Harpune füllen sie vorher mit einem der stärksten Gifte, das man aus der Tierwelt kennt. Das Opfer muss einfach sofort tot sein, denn sonst wird die Schnecke nichts von der Beute haben, denn weit hinterher kann sie nicht.

Es gibt auch keine Stelle, wo man sie gefahrlos anfassen kann, mit ihrem „Rüssel“ kommt sie überall hin.

Also einfach nichts Angreifen, so schützt man die Lebewesen und sich selbst.

Gegengift gibt es bislang nicht und die Frage, ob es rechtzeitig an den Traumstrand geliefert werden würde, kann jeder für sich beantworten……..