| 2019 | Temperatur | Frosttage | Kalte Tage <10 | Sommertage >25 | Heiße Tage >30 |
| Jänner | 0.38 | 26 | 30 | 0 | 0 |
| Februar | 3,42 | 19 | 14 | 0 | 0 |
| März | 7,54 | 9 | 6 | 0 | 0 |
| April | 11,51 | 1 | 1 | 3 | 0 |
| Mai | 12,41 | 0 | 2 | 0 | 0 |
| Juni | 23,38 | 0 | 0 | 28 | 12 |
| Juli | 21,65 | 0 | 0 | 24 | 9 |
| August | 21,32 | 0 | 0 | 25 | 10 |
| September | 15,43 | 0 | 0 | 5 | 1 |
| Oktober | 10,22 | 2 | 2 | 1 | 0 |
| November | 6,76 | 5 | 17 | 0 | 0 |
| Dezember | 2:57 | 16 | 17 | 0 | 0 |
| Gesamt | 11:42 | 78 | 25 | 86 | 32 |
| 2019 | Regen mm |
Regentage | Regen >2mm | Regen >20mm | Sonnenstunden |
| Jänner | 19.0 | 13 | 2 | 0 | 171:00 |
| Februar | 4.0 | 8 | 0 | 0 | 230:30 |
| März | 9,6 | 10 | 3 | 0 | 297:00 |
| April | 22,8 | 6 | 3 | 0 | 334:15 |
| Mai | 93.0 | 19 | 14 | 0 | 370:30 |
| Juni | 11,6 | 6 | 2 | 0 | 450:30 |
| Juli | 50,8 | 11 | 7 | 0 | 407:30 |
| August | 50,4 | 15 | 6 | 0 | 371:15 |
| September | 41,2 | 14 | 4 | 0 | 304:30 |
| Oktober | 32,6 | 23 | 5 | 0 | 262:00 |
| November | 28,2 | 16 | 4 | 0 | 179:15 |
| Dezember | 21.6 | 13 | 2 | 0 | 153:15 |
| Gesamt | 384.8 | 154 | 52 | 0 | 3486:30 |
Autor: wp_admin
Mondfinsternis 21.1.2019
Das war sie nun, die letzte Totale Mondfinsternis für 10 Jahre.
Wie durch ein Wunder klarte der Himmel am frühen Morgen rechtzeitig zur Mondfinsternis auf. Bei -8 Grad und 92% Luftfeuchte schon eine ziemliche Herausforderung zeitig am Morgen aufzustehen.
Gegen 5:30 trat der Mond sichtbar in der Erdschatten, zwischen 5:50 und Morgendämmerung zog sich dann die Totalität. Das Maximum war um 6:15.
Damit war der Mond dann schon sehr tief am Horizont, und gegen 6:30 setzte die Morgendämmerung ein.
Durch die große Erdnähe von 356.000km war er mit 33,31 Winkelminuten auch recht groß.

in Groß auf Astrobin
Mars


Auch wenn er uns 2018 recht eindrucksvoll nahe gekommen ist.
Der tiefe Stand und der Einsatz einer normalen Digitalkamera mache es nicht einfach, mehr als ein oranges Kugerl zu sehen.
Beim obigen Bild machte ich etwas mehr als 1100 Bilder. Da wurde dann der kleine Mars mit PIPP herausgeschnitten und in AS!3 mittels drizzle gestackt und das Bild weiterbearbeitet.
Ein Bild vom August 2020 als er noch 90 Mio km weit weg war. Man sieht zumindest das Eis am Südpol

31.10.2020 22:40 Entfernung 70 Mio. km, 20 Bogensekunden

Zwillingsquasar

1979 wurde bei den zwei Sternen in der Bildmitte anhand der Rotverschiebung herausgefunden, dass sie 9 Milliarden Lichtjahre weit weg sein müssen. Es können also nur Quasare sein. Bei genaueren Messungen stellte man fest: Sie scheinen gleiche Eigenschaften und Helligkeitsschwankungen zu haben. An sich sehr sehr unwahrscheinlich. Eine Erklärung war in Form einer Doppelabbildung des selben Objekts durch eine Gravitationslinse schnell gefunden. Das es so etwas geben muss war eine der Konsequenzen der Theorie über die Raumkrümmung an massereichen Objekten, die Albert Einstein 1915 postulierte.
Das war also das erste Objekt, dass man durch einen solchen Effekt sehen konnte. Zwischenzeitlich weiß man, dass in 4 Mrd LJ eine massereiche Galaxie steht, die diesen Effekt auslöst.
Im Laufe der Zeit verfeinerte man die Messungen und man stellte doch Abweichungen fest. Allerdings fand man heraus, dass diese eine Schwankung bei der Komponente A nach 417 Tagen bei Komponente B nachweisbar sind. Des Rätsels Lösung: Der Lichtweg des zweiten Abbildes ist 1,1 LJ länger.
Bei zwei Beobachtungen 2000 und 2001 wurde das dann bestätigt.
Es gibt aber auch noch extra Helligkeitsschwankungen an der B Komponente, was durch eine Planeten in der 4 Mrd LJ entfernten Gravitationslinsengalaxie hervorgerufen werden könnte. Es wäre dann der weitest entfernte Planet den man nachweisen konnte.
Die Helligkeit beider Komponenten liegt bei +16,5 und +16,7 mag. Der Abstand ist mit 6 Winkelsekunden doch recht groß. Die Galaxie die den Gravitationslinseneffekt auslöst hat mag +21,9. Das liegt etwas außerhalb meiner Reichweite.
Zu finden ist das ganze im Großen Wagen – nahe NGC3079.
Himmelsmechanik
Was jeder schnell mitbekommt: Im Winter sind die Tage kurz im Sommer lang.
Das gerade im Winter die Erde der Sonne am nächsten ist, wissen aber schon weniger.
Spätestens wenn jemand mal die Milchstraße fotografieren will, muss man
dann etwas nachforschen. Zumindest will man herausfinden wo man sie zu
suchen hat und dabei kommt man dann weiter drauf, dass sie im Laufe der
Jahreszeiten wandert.
Bleiben wir aber jetzt mal im Sonnensystem:
Die Jahreszeiten kommen ja daher, weil die Erdachse gekippt steht.
Steht die Sonne tief, fallen die Strahlen flach auf die Erdoberfläche
auf, was weniger Energie/Fläche bedeutet. Betrachten wir die Extreme,
dann steht die Sonne zur Sommersonnenwende über dem „Wendekreis des
Krebses“ im Zenit zu Herbst und Frühlingsbeginn über dem Äquator und im
Winter ist sie im südlichen Wendekreis „Wendekreis des Steinbocks“ genannt.
Da ich schon öfter gerade den nördlichen Wendekreis (Krebs) überschritten habe: Er ist zwischen Assuan und Abu Simbel, falls sich jemand in Ägypten auskennt. Marokko, Miami und Dubai liegen da auch in etwa, so zur Orientierung. Der Südliche geht z.b. durch Namibia. Es ist der 23 Breitengrad. Das ganze wandert aber etwas.
Da
bedeutet: die Sonne steht bei uns in der nördlichen Hemisphäre nie im
Zenit, aber der Tag ist damit sehr lang, und je höher man in den Norden
kommt, desto weniger lang finster wird es in der Nacht. Die „Astronomische
Finsternis“ ist bei uns im Sommer im Süden von Deutschland und bei mir
um Wien herum gerade mal so 1 Stunde lang verfügbar. Im hohen Norden
über dem Polarkreis geht dann sie Sonne nicht mehr unter und auch ein
paar hundert km südlich wird es nie mehr richtig dunkel. Das sind die
berühmten weißen Nächte in St. Petersburg.
Umgekehrt im Winter: Hoch oben am Polarkreis ist ewige Finsternis oder gerade mal etwas dämmrig über den Tag und bei uns ist nur 8 Stunden Tag.
Und wer sich auf die Südhalbkugel der Erde begibt hat das genau umgekehrt: Wenn bei uns Winter ist, ist „unten“ Sommer.
Sonne, Planeten
und unseren Mond findet man entlang der Ekliptik. Die steht im Winter
besonders hoch im Sommer sehr tief. So erreicht der Mond im Winter
seinen Höchststand. Und je höher über dem Horizont etwas steht, desto
dünner ist die Atmosphäre, die uns das Fotografieren so verschlechtert.
Das Seeing hat natürlich auch viel mitzureden und das ist im Frühling am
besten. Und wie wir wohl auch immer ab Herbst mitbekommen: Meist ist es
bewölkt und zäher Hochnebel sorgt dafür, dass trotz langer Nächte sich
die brauchbaren Zeiten auf einige wenige Stunden im gesamten Winter reduzieren.
Astronomische Beobachtungen waren seit jeher bei den Menschen
überlebensnotwendig, zeigen sie doch, wo im Jahr man steht, was wichtig
für die Ackerbau ist. So ist es wenig verwunderlich, dass man auf
Höhlenzeichnungen die Plejaden identifizieren kann und sie auch auf der
Himmelscheibe von Nebra vorkommen. Ihr Erscheinen zeigt nämlich an wenn
es Herbst wird, ihr Verschwinden vom Abendhimmel den Frühling. Der Sirus
zeigte den Ägyptern, dass die Überschwemmungen kommen, die dann wieder
fruchtbaren Boden bringen.
Dieses Wissen bedeutete Macht und wurde lange von den Priestern
gehütet. Erst mit genauen Kalendern brauchte es diese „Insider“ nicht
mehr, denn es genügte ein Blick auf den Kalender und man wusste wo im
Jahr man sich befand.
Schon vor sehr langer Zeit sahen die Menschen in den auffälligen
Sternanordnungen (Asterismus) schon bald Dingen des Alltags, meist
wurden aber Gestalten aus der Sagenwelt in den Himmel gesetzt. Helle
Sterne erhielten Namen und wenige verwunderlich kommen sie aus dem
Arabischen und Griechischen.
Was auffällt: Je mehr man in den Süden geht, desto mehr Gerätschaften
etc. der letzten paar Jahrhunderte wurden in den Himmel gesetzt: Fornax
(Chemischer Ofen) Skulptor (Bildhauer) Mikroskop, Carina (Schiffskiel)
etc. Das Kreuz des Südens war wichtig für die Seefahrt, denn es gibt da
keinen auffälligen Stern der der Südpol am Himmel kennzeichnet.
Dann wurde so um 1600 das Wort Astrologie (=Sterndeutung) geschaffen,
aber die Wurzeln gehen mehr als 2000 Jahren zurück. Nun musste Platz für
die Tierkreiszeichen (=Zodiak) geschaffen werden. Und zwar brauchte es
12, einen für jeden Monat. Davor waren es 13.
Man musste sie natürlich entlang der Eklipik angeordnet, denn da
bewegen sich ja scheinbar Sonne, Mond und Planeten (Wandelsterne) durch.
Für den ungeübten Beobachter sind dabei diese Sternbilder sehr oft
nicht einfach zu finden, denn sie bestehen oft nur aus schwachen
Sternen. Bei einigen kann man zumindest die helleren Hauptsterne
identifizieren.
Warum ich das jetzt ausbreite: Es hat damit zu tun, wann man etwas sehen kann.
In welchem Sternzeichen jemand geboren ist, wurde dadurch definiert, dass im Sternbild gerade die Sonne steht.
Das bedeutet für uns: Das eigene Sternbild ist um den Geburtstag herum
nicht zu sehen, denn da steht die Sonne und überstrahlt alles davor und
danach. Am besten ist es sichtbar wenn es genau gegenüber der Sonne
steht, als ein halbes Jahre danach, zu Mitternacht. Da ist der
„Meridiandurchgang“ und auch der höchste Stand über dem Horizont in der
Nacht, denn am Tag haben wir ja nichts davon… zumindest nicht wenn man
es beobachten will.
Ich empfehle immer die Freeware Stellarium und wer da jetzt mal
Nachprüft wird feststellen: Das ganze Zeugs stimmt um einen Monat nicht
mehr….. Daher müssten wir jetzt auch anstatt des Wendekreis des Krebs
vom Wendekreis des Zwillings und anstatt Steinbock den Schützen
anführen.
Und wer jetzt weiß, dass die schöne helle Sommermilchstraße im
Sternbild Schütze steht wird jetzt ableiten können, warum man diesen
Bereich nur eher im Sommer schön sehen kann, denn im Winter ist da die
Sonne.
Bedingt durch die Abweichung des Horoskop um ein Sternbild ist es heute
dennoch möglich zumindest Teile des Sternbild zu seinem Geburtstag kurz
nach Sonnenuntergang zu sehen.
Wenn man jetzt eine gewisse Region am Himmel ansieht, wird diese zu
einem immer früheren Zeit am Himmel zu sehen sein. Wer die ganze lange
Nacht, vor allem im Winter ? zusieht wird
dabei einen großen Teil der Sternbilder die es so gibt vorbeiziehen
sehen. Jetzt im Jänner sieht man schon morgens die Sommersternbilder,
schon nach Mitternacht die Frühlingssternbilder. Und am Abend kann man
im Westen die Sommersternbilder (Schwan z.b.) oder Vega verschwinden
sehn und am Morgen im Norden vorbeizieht, allerdings zu tief, als dass
man fotografisch was gutes bekommt.
Aber es hilft sich am Sternenhimmel zurechtzufinden.
Bedingt durch die Erdachse gibt es Sternbilder, die man bei uns das
ganze Jahr über sieht bzw. Teile davon. Die nennt man Zirkumpolar. Das
ist der große Wagen, Kassiopeia (diese W am Himmel) und die helle
Capella.
Will man ein bestimmtes Objekt beobachten, kann man selten die ganze
Sichtbarkeit über die Nacht verwenden, sondern hat oft nur einen mehr
oder weniger begrenzten Bereich, wo es Aufgrund der örtlichen
Gegebenheiten (Bäume, Lichtverschmutzung) sinnvoll ist. Das muss man
dann auch in seine Kalkulationen miteinbeziehen.
Zum Teil ist dieses Sichtfenster halt recht eng und wenn man es
versäumt dann bleibt einem vielleicht den Standort zu wechseln oder ein
Jahr zuwarten bis es wieder vorbeikommt.
Keine Angst, wenn man öfter in die Sterne schaut, lernt man schön
langsam dazu und bekommt das dann auch mit wie alles wandert. Dazwischen
liegt halt fast ein Jahr, aber je öfter man etwas wiederholt, desto
besser verinnerlicht man es.
Zurück ins Sonnensystem:
Wer die Planeten beobachtet sieht, dass sie nicht gleichförmig in eine
Richtung wandern, sondern in Schleifen. Das gab lange Zeit ein Rätsel
auf, aber nur solange bis man die Erde aus dem Zentrum des Sonnensystems
an die richtige Stelle rückte. Damit war dann leicht erklärbar, warum
die mal in eine Richtung wandern bis sie dann scheinbar umdrehen und
Rückläufig sind.
Entlang der Ekliptik gibt es ja einige helle Sterne, die natürlich
benannt wurden und ab und an gibt es da Bedeckungen, vor allem durch den
großen Mond.
Der Mond selber unterliegt einem monatlichen Zyklus, der ca. 28 Tage
dauert. Nicht umsonst ist z.B. der Zyklus der Frauen auch in etwa 28
Tage. Mit unsere künstlichen Lichtquellen ist das aber auch oft schon
verschoben und verwaschen. Ansonsten war um den Vollmond (=hell) meist
der Eisprung, um wieder mal abzuschweifen ?
Eines ist sicher: Die Sterne und anderen Planeten üben keinen
unmittelbaren Einfluss auf die Menschen aus. Aber beim Mond merkt man es
schon alleine durch Ebbe und Flut. Und so mancher ist „mondsüchtig“.
Die Sonne unmittelbar durch ihre Aktivitäten, die aber nur wenige mit
eigenen Augen sehen: Polarlichter. Und so einen richtiger Hit ausgelöst
durch extreme Sonnenwinde hatten wir die letzten 2 Jahrzehnte zum Glück
nicht mehr. Bei der heutigen Abhängigkeit von
Telekommunikationssatelliten und Stromversorgung merken wir es dann aber
schon wenn es doch passiert…
Auch wenn uns der Mond durch Synchronisationseffekte immer die selbe
Seite zeigt, ganz so ist es nicht. Er zeigt uns mal mehr und mal weniger
von seiner Nord, Süd, Ost oder Westseite. Das nennt sich Liberation.
Innerhalb eines Monats schwankt auch sein Abstand zur Erde und war
zwischen 356 400 und 406 700km. Visuell ist der Größenunterschied aber
nur maximal um die 15%. Man wird auch feststellen dass er ca. 1 Stunde
pro Tag später aufgeht.
Da er am Nachthimmel einer der stärksten „Lichtverschmutzer“ ist, kann
man dann abschätzen, wann man wieder besser Beobachtungsbedingungen hat.
Also rund um den Neumond. Oder zumindest bis Mondaufgang oder beim
Monduntergang.
Beobachtungsnacht 3.1.2019
MeteoBlue zeigte wider Erwarten ab Mitternacht einen klaren Himmel an:

Das wäre günstig für die Quadrantiden, einen der stärksten Meteorströme des Jahres. So ab 2:00 wäre das Feld (oberhalb Bootes links der Deichsel des großen Wagens) auch schon etwas höher….
Noch am späten Nachmittag des 3. Jänner zog mit starkem Nordwind eine regelrechter Blizzard über den Osten Österreichs und brachte 2-3 cm an Schnee. Die Temperatur viel schlagartig von 0 Grad auf -3.
Ein Blick gegen den Himmel und in die INCA Kurzfristanalyse zeigten nach 21 Uhr dann schon Aufklarung:

An so einem Tag (besser Nacht) wünscht man sie viele viele Nachführungen und modifizierte Kameras, denn wenn es einmal im Winter klarer wird, ist das sehr selten und der Winterhimmel ist voll von großen Objekten. Es war zwar Neumond, aber der frische Schnee vom Nachmittag reflektierte das viele Licht der mittlerweile gut ausgeleuchten Erdoberfläche. Mehr als eine SQM Wert 20.0 konnte ich nie messen. In so einer Nacht unter der Woche erwarte ich so ab 20,8-21,0 was einem gut 2x dunkleren Himmel entspricht. Man sah es sofort im Histogramm: Der Himmel war einfach sehr hell. Das Vorschaubild der modifizierten Kamera, das normalerweise rot ist, war hellgrün. Egal, man muss das nehmen was man bekommt. Freilich werden so wohl schwache Objekte wie der Hexen Kopfnebel, gleich neben dem Rigel im Orion, vom hellen Hintergrund überstrahlt werden.
Nun heißt es Prioritäten setzen, und so war Orion mein Hauptobjekt.
Sobald der Orion großflächig frei von Wolken war, wurde mit der modifizierten E-PL6 und dem mFT25/1.8 am StarAdventurer begonnen.
Das ist ja sehr schnell aufgebaut und läuft dann, bis auf Kontrollen der Schärfe vor sich hin. Mit einem Adapter von 46mm auf 52mm und einem von Teleskop Austria angefertigten Adapter auf 2″ Filter war vor dem Objektiv das UVIRcut Filter.
Hier die Planung des Feldes in Stellarium

Ein Screenshot eines Bildes so wie es dann aus der Kamera kam inklusive Histogramm:

Belichtet wurden 2 Serien: Einmal mit F/2 und einmal mit F/2.8 bei ISO800 und jeweils 1 Minute lang. Wie man sieht: Das Grün der Lichtverschmutzung ist sehr lange gezogen. Normalerweise wäre da ein schöner Peak etwas über dem sowieso schwachem blauen Kanal und gut doppelt so stark der rote Kanal.
Letztlich waren alle Bilder mit F/2 zu schlecht (der Himmel war einfach zu hell und es war auch zu dunstig) So wurden dann die Bilder bei F2,8 genommen:

Das zurechtgelegte Spiegelteleskop kam dann doch nicht zum Einsatz, weil der starke Höhenwind und der schlechte Himmel außer am Orion im Großflächigem Bereich nicht wirklich Qualität bringen kann. Dazu kostet alles viel Zeit aufzubauen mit Guider und ich war mir nicht sicher, wie lange überhaupt der Himmel klarer sein würde.
Also wurde dann die große Astromontierung (AZ-EQ6) mit einer E-M1.II und dem mFT75/1.8 Objektiv bestückt, zwei Sahnestückerl aus dem Olympus Fotoschatz.
Klar wünscht man sich da auch eine astromodifizerte Kamera wegen des viele H-Alpha das ja der Filter vor dem Sensor zu 2/3 wegschneidet, aber so kann man vielleicht auch zeigen, dass es auch mit einer normale Kamera möglich ist, da etwas herauszuholen.
Auch die AZ-EQ6 ist ja recht schnell aufgestellt, dann ein 1 Stern
alignment auf Rigel gemacht und die Optik gleich scharf gestellt. Hier sieht man schon deutlich die Auswirkung des schlechten Seeing: Die Sterne sind sehr stark aufgebläht. Eine Kontrolle durch Vorhalten der Bahtinovmaske zeigt mir am Monitor bei 14x im Liveview, dass es auch scharf ist, wenn ich auch ohne solche Hilfsmittel scharf stelle.
Das Feld wählte ich dann so aus, dass noch ein genügend Platz beim hellen Rigel bleibt…. falls man den Hexenkopfnebel doch mit aufs Bild bannen konnte. Die Gürtelsterne und der Orionnebel ging sich dann gerade auch noch so aus:

Hier ein unbearbeitetes Einzelbild inkl dem Histogramm

Nach einer Probebelichtung hatte ich mich zunächst mal für 50 Sekunden, dann 25 Sekunden und 60sec bei ISO800 und Blende 2,8 entschlossen. Der hellere Stern etwas unterhalb des Orionnebels war in einer der Ecken des eingestellten Rasters der Vorschau und war hell genug um da immer wieder die Schärfe zu kontrollieren, was Anfangs beim Abkühlen notwendig ist. Gleich daneben sah ich in der 14x Vorschau auch zwei schwache Sterne sehr dicht nebeneinander, deren Trennung man auch zum Überprüfen der Schärfe heranziehen konnte. Ab und zu bewegte ich dann das Bildfeld leicht um etwas zu dithern. Dabei versetzt man das Bild um min 5 Pixel, damit Fehlstellen auf verschiedene Bereiche des Sensors falls, was eben eine noch bessere Fehlerkorrektur ermöglicht.
Derzeit konnte ich dieses Bild daraus gewinnen:

E-M1.II, mFT75/1.8 @2.8 ISO800 55x20s 28x50s und 16x60s
Zwischenzeitlich musste ich dann mal den StarAdventurer an einer anderen Stelle plazieren, da ich schon etwas der Bäume in das Bildfeld gelangten.
Die Luft blieb zunächst um die -3 Grad, später kühlte es auf -5 Grad ab, aber die Luftfeuchte war mit um die 80% noch kein Problem. Nach gefühlt genügend Zeit entschied ich mich für einen Einsatz des kleinen Lacerta 72/432 APO, der ja viel zu selten genutzt wird. Da die Batterien der E-M1.II sowieso zum laden mussten wurde die schon vorbereitete E-M10.II genommen.
Vor dem Wechseln der E-M1.II machte ich noch einige Flats (bei ISO200 und +1,7eV, bei genau der selben Schärfe wie am Objekt) und dann bei aufgesetzten Objektivdeckel und kleinster Verschlusszeit BIAS Files. Danach wieder die ISO zurück auf 800 gestellt und mit der Serienbildfunktion noch Darks angefertigt. Dann war die Batterie auch leer…..
Der kleine APO ist zwischenzeitlich auf der Fensterbank zum Auskühlen gelegen, dann wurde Flattener und Kamera angeschraubt. Und wieder Rigel angefahren und Scharf gestellt. Danach die Montierung zum Orionnebel gefahren. Mein Glück war, dass die Ausrichtung so wie sie war passt. Ansonsten hätte ich das Bildfeld entsprechen rotiert und dann nochmal scharfgestellt. Ziemlich in der Mitte des Bildfeldes gelegen konnte ich die Trapezsterne im hellen Zentrum des Orion Nebel zum Scharfstellen und Kontrolle leicht nutzen.
Hier wieder ein unbearbeitetes Einzelbild bei 60 Sek, ISO800 und eben F/6 – da sieht man wie hell Orion wirklich ist

Belichtet habe ich dann einiges bei 60 Sekunden, 20 Sekunden und einige wenige bei 2 Minuten, wo man dann schon merkt dass man entweder besser einnorden müsste oder den Guider braucht.
Kurz bevor das Feld etwas oberhalb des Rauchfangs kam, machte ich Darks mit den 20 und 60 Sekunden, BIAS und Flat Files.
Hier ein Ergebnis:

Als die Batterie der E-PL6 nach gut 2,5 bis 3 Stunden wenig Ladung zeigte machte ich Flats und BIAS und einige wenige Darks. Die Batterie wurde getauscht und jetzt kam nochmal das mFT75/1.8 und ich versuchte in etwa das Bildfeld wie vorhin mit der E-M1.II zu erwischen.
Hier wieder ein Einzelbild aus der modifizierten E-PL6 und dem 75mm bei 60sec und ISO800

An den definierten Peaks der Farbkanäle sieht es schon besser aus, aber der Hintergrund ist nach wie vor sehr hell. Auch hier wurden 2 Serien gemacht, eine mit 60 und eine mit 25 Sekunden Belichtungszeit. Blende und ISO wurde bewusst gleichbehalten, sonst benötigt man hier auch noch entsprechende Flat und Dark Files.
Am StarAdventurer mit der E-PL6 ging sich noch eine kurze Session mit dem 12/2 Objektiv aus. Da der 52mm 2″ Adapter für das UVIRCutfilter vignettiert, verwendete ich ein 52mm Haida UVIR750 Filter.
Recht viel mehr ging sich dann auch nicht aus, denn es zogen schon immer wieder Wolken über den Himmel und es war deutlich heller durch hohen Dunst geworden.
Hier das Feld in Stellarium

Hier die Ausgangslage am unbearbeitetn Bild, aber zum Zeigen der wichtigen Objekte des Winterhimmels sicher geeignet:

Das ausgearbeitet Bild

in Groß auf AstroBin
Und jetzt steht die Bearbeitung der gesammelten 15 GB an Daten an……
Übrigens: Anhand des keinen Wagens konnte ich in etwa sehen, dass da zumindest visuell bis knapp mag +4,8 drinnen war. Und Quadrantiden hatte ich auch ein paar Helle gesehen, aber recht weit westlich und es war dann nicht mehr wirklich freie Sicht für eine angebrachte Weitwinkelfotografiesession.
Engabrunn Historische Wetterdaten 2019
Hier die Auswertung der aufgezeichneten Daten meiner Wetterstation 2019
Jänner 2019 Februar 2019 März 2019 April 2019 Mai 2019 Juni 2019 Juli 2019 August 2019 September 2019 Oktober 2019 November 2019 Dezember 2019
Wochendiagramme 2019
KW1 KW2 KW3 KW4 KW5 KW6 KW7 KW8 KW9 KW10 KW11 KW12 KW13 KW14 KW15 KW16 KW17 KW18 KW19 KW20 KW21 KW22 KW23 KW24 KW25 KW26KW27KW28KW29KW30KW31KW32 KW33 KW34 KW35 KW36 KW37 KW38 KW39 KW40 KW41 KW42 KW43 KW44 KW45 KW46 KW47 KW48 KW49 KW50 KW51 KW52 KW1/2020
Langzeitwerte min/max 2014-2026
Historische Werte: 2026 – 2025 – 2024 – 2023 – 2022 – 2021 – 2020 – 2019 – 2018 – 2017 – 2016 – 2015 – 2014
Zodiakallicht

Im Herbst vor Sonnenuntergang und Frühling nach Sonnenuntergang kann man diese Leuchterscheinung am Himmel sehen.
Sie zieht sich entlang der Tierkreiszeichen (Zodiak). Daher der Name. In der Scheibe um die Sonne, wo sich unsere Planeten befinden (Ekliptik) ist feinster Staub, an dem sich das Sonnenlicht streut. Da dabei die Energie abnimmt, ist es rötlich.
Viele Staubpartikel sind es ja nicht, gerade mal 10 pro Kubikkilometer, und mit einer Größe von 0,001 bis 0,1 mm auch nicht sonderlich groß.
Aber die Menge macht’s.
Zum ersten mal habe ich es früh morgens 2-3 Stunden vor Sonnenaufgang im sehr südlich Ägypten bemerkt. Leider waren über dem Meer gerade etwas Wolken, sodass die aufgehende Venus, die gerade bei Spica stand (unten der hellere Stern) nicht mehr am Bild war.
Von der Helligkeit her, war das Zodiakallicht in etwa mit der Helligkeit der Wintermilchstraße vergleichbar, die sich links des Orion herunterzieht.
Also nicht wirklich stark, man wird diese Leuchterscheinung also bei uns wohl nur unter günstigen Bedingungen bei einen sehr klaren und dunklen Himmel beobachten können.
Aber sicher sehr stark, wenn man gerade in diesem Bereich versucht, tief belichtete Bilder zu machen.
Winter 2018/19
Zu Winterbeginn brachte eine Westfront Temperaturen bis 11 Grad und etwas Regen. In der Nacht zum 24.12. regnete es aus einer Warmfront in Summe 20mm. Nach der Front klarte es auf und die Sonne kam Nachmittags hervor. Die Temperaturen gingen aber nicht mehr über 6 Grad hinaus. Ende Jahres brachte nochmals eine stürmische Kaltfront etwas Regen.
Am Neujahrstag brachte eine Sturmfront noch Regen, in Wien sogar ein Gewitter. Am 3.1. gab es bei einer kurzen aber heftigen Frontdurchgang aus dem Norden 2-3cm Schnee. Bei relativ klarer Nacht sanken die Temperaturen bis -5 Grad,. Durch den Wind aus Nordwest stiegen aber bald wieder die Temperaturen auf -3 Grad, unter Tags dann bis 0 Grad.
Bis Mitte Jänner blieben die Temperaturen bei anhaltender Nord West Wetterlage zwischen 0 und 6 Grad. Entlang der Alpennordseite führte das zu extremen Schneehöhen, selbst im Niederösterreichischen Alpenvorland. Am 17.1. wurden sogar 12 Grad erreicht. Ab 18.1. sanken dann die Temperaturen bei klarer Nacht deutlich unter 0 Grad. Bei zeitweise klareren Nächten sanken die Temperaturen auf -11 Grad. Gegen Monatsende ging es wieder bis auf + 3 Höchstwerte. Am 28.1. schneite es im Osten Österreichs bei um die 0 Grad 7mm.
Ende Jänner sanken die Temperaturen wieder gegen -5 Grad.
Anfang Februar sorgte ein erneutes Italientief bei lebhaften bis stürmischen Südwind wieder für Temperaturen von über 10 Grad.
Zwischen den Fronten und bei kurzzeitig klaren Himmel gingen die Nachttemperaturen immer wieder gegen -3 Grad, bei Tageshöchstwerten ab und zu über 10 Grad. Mitte Februar stiegen die Temperaturen bei Sonnenschein bis 13 Grad. In klaren Nächten ging es dann bis -5 Grad. Wechselhaft aber letztlich zu warm ging es dann weiter. An einigen Tagen steigen die Temperaturen bis auf 15 Grad, in klaren Nächsten aber auch hinunter auf -8.
In der letzten Februarwoche blieben die Temperaturen zwischen 0 und 15 Grad, Anfang März ging es dann schon bis 20 Grad. Meist aber schwankten die Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad.
Abwechslungsreich durch Warm- und Kalt-fronten ging es bis Ende Winter weiter. Am 20.3. 22:58 ging der Winter zu Ende.
Herbst 2018
Pünktlich zu Herbstbeginn in der Nacht brachte ein Sturmtief kalte Luft. Die Temperaturen wurden auf unter 10 Grad gedrückt. Etwas Regen war auch dabei. In der Nacht zum 26.9. gab es den ersten Frost. Bis Anfang Oktober war es schön Sonnig, aber mit um die 10-15 Grad kühl. Fallweise wurden aber auch 24 Grad erreicht.
Anfang Oktober brachte eine leichte Front ein paar Tropfen Regen, ansonsten war auch die Erste Oktoberwoche Sonnig, warm und trocken. Ein mächtiges Hochdruckgebiet über Russland schirmte weiterhin unsere Raum ab und sorgte für Rekordtemperaturen Es blieb weiterhin klar und trocken. Bei starkem Südwind stiegen die Temperaturen gegen 25 Grad.
Ab 20. Oktober erreichte dann ein Störung unseren Raum und ließ die Temperaturen fallen. Ein Italientief sorgte dann am 27. Oktober für etwas Regen, im Südstau an der Grenze Italien / Kärnten gab es innerhalb 48 Stunden bis 400 mm Regen mit entsprechenden verheerenden Folgen.
Bei uns stellte sich dann bis Ende November wieder mildes Wetter bis fast 20 Grad ein. Auch die erste Novemberwoche ging mild weiter, teilweise Sonnig, öfter nebelig. Ab Mitte November brachte ein Russlandhoch kältere Luftmassen, sodass es auch mal -2 Grad am Morgen gab. Eine Front brachte den ersten leichten Schneefall, hier allerdings nur wenig. Danach blieb es wieder bei um die 6 Grad Tageshöchstwerte. Danach wurden wieder durch ein Italientief Feuchte Luftmassen in den Osten Österreichs geführt. Bei gleichzeitigem Ansaugen im Norden wurden dann immer kältere Luftmassen zu uns geschickt, was zunächst zu Regen, dann zu Schneefall führte. Ende November gab es dann 2 sonnige Tage, entsprechend sanken die Temperaturen auf bis zu -6 Grad, unter Tags bei starkem SO Wind ging es etwas über 0 Grad.
In der Nacht auf den 1. Dezember brachte ein Westfront 2cm Schnee bei -3 Grad. Eine Front aus dem Westen sorgte dann für gefrierenden Regen im Osten Österreich, bevor die Temperaturen wieder deutlich auf über 5 Grad stiegen. Im wechsel der Fronten gab es etwas Niederschlag.
Mitte Dezember bewegten sich die Temperaturen um -1 Grad. Ein Italientief brachte dann 10cm Schnee. Weiterhin blieb es meist eher trüb. Sonnenfenster blieben eher die Ausnahme.
Danach stiegen die Temperaturen wieder auf über 0 Grad. Gegen Ende Herbst blieben die Temperaturen etwas unter 0 Grad.
Der Herbst endete dann am 21.12. um 23:23